Auto Glossar - AutoScout24: Differential (Differentialgetriebe)

Differential (Differentialgetriebe)

Der Begriff Differential ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Differentialgetriebe. Beim Differentialgetriebe handelt es sich um eine sehr wichtige Komponente im Antriebsstrang eines Fahrzeugs. Beim Durchfahren einer Kurve beschreibt das kurveninnere Antriebsrad einen kleineren Radius wie das kurvenäußere Antriebsrad. Daraus resultieren unterschiedliche Geschwindigkeiten der beiden Antriebsräder. Um diese Geschwindigkeitsdifferenz auszugleichen, ist das Differentialgetriebe nötig. Damit wird die Kraftübertragung auf beide Räder trotz unterschiedlicher Drehzahlen verteilt. Würden beide Antriebsräder ohne Differentialgetriebe angetrieben, wäre keine Kurvenfahrt möglich. Eine Ausnahme bilden dabei Fahrzeuge mit einer sehr geringen Spurweite. Je kleiner die Spurweite ist, desto geringer ist natürlich auch der Geschwindigkeitsunterschied der Antriebsräder.

Ein Differentialgetriebe besteht aus einem sogenannten Differentialkorb, in dem sich vier Kegelzahnräder befinden. Sie sind alle miteinander verzahnt. Der Differentialkorb wird von der Antriebswelle in Rotation versetzt. Über die innenliegenden Kegelräder wird die Kraft direkt auf die Abtriebswelle übertragen. Die Abtriebswelle ist direkt mit den Antriebsrädern verbunden. Wird nun bei Kurvenfahrt ein Antriebsrad gebremst, drehen sich die innenliegenden Kegelräder um die eigene Achse und gleichen somit die Drehzahldifferenz aus, ohne den Kraftfluss zu verändern. In besonderen Situationen kann es vorkommen, dass beide Antriebsräder gleichmäßig angetrieben werden sollen. Das ist insbesondere bei Fahrten im Gelände oder auf rutschigem Untergrund der Fall. Für derartige Situationen sind einige Fahrzeuge mit einem Sperrdifferential ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein normales Differentialgetriebe, welches vom Fahrer vorübergehend außer Funktion gesetzt werden kann. Moderne Fahrzeuge sind mitunter auch schon mit automatischen Differentialsperren ausgestattet. Bei diesen Systemen wird die Drehzahl der Antriebsräder permanent überwacht. Stellt die Elektronik einen großen Drehzahlunterschied fest, wird das Differential automatisch gesperrt.

Bei Fahrzeugen mit einem Allradantrieb gibt es auch ein sogenanntes Längsdifferential. Diese verteilt die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse. Mitunter kann das Längsdifferential auch vom Fahrer gesperrt werden. Dadurch wird die Antriebskraft gleichmäßig auf alle vier Antriebsräder verteilt. Damit ist es dann möglich, selbst im schwersten Gelände voran zu kommen.

 

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