Auto Glossar - AutoScout24: Enduro

Als Enduro wird ein Motorrad bezeichnet, welches in erster Linie für den Einsatz abseits von Straßen im Gelände konzipiert ist. Gleichzeitig besitzen Enduros aber auch die für eine Straßenzulassung notwendigen Sicherheitseinrichtungen. Dementsprechend sind Enduros sowohl auf der Straße als auch im Gelände zu Hause. Aufgrund dieser Flexibilität erfreuen sich die Maschinen unter Motorradfreunden großer Beliebtheit.

Man unterscheidet in der Regel drei verschiedene Arten von Enduros: Sportenduros, Rallyeenduros sowie Langstrecken- beziehungsweise Reiseenduros. Vor allem bei Reiseenduros wird dabei sehr viel Wert auf Komfort und Straßenverhalten gelegt. Gerade diese Enduros eignen sich hervorragend für längere Motorradtouren. Sie besitzen zumeist einen geringeren Federweg als andere Enduros, zudem ist auch die Übersetzung des Getriebes an die Verhältnisse auf den Straßen angepasst. Dementsprechend sind Reiseenduros oftmals nur noch sehr eingeschränkt tauglich für eine Fahrt im Gelände. Bei Sportenduros handelt es sich zumeist um wettkampftaugliche Maschinen. Rallyeenduros sind speziell auf Langstreckenfahrten im Gelände ausgelegt. Dementsprechend zeichnen sich diese Maschinen vor allem durch ein größeres Tankvolumen sowie ein stärkeres Fahrwerk aus.

Enduro-Maschinen zeichnen sich vor allem durch ihr grobstolliges Reifenprofil sowie die langen Federwege aus. Das Profil der Reifen einer Enduro ist in erster Linie für den Einsatz im Gelände konzipiert. So garantieren die groben Stollen auch auf losem Untergrund oder im Schlamm ausreichenden Grip. Dank ihrer groß ausgelegten Federbeine schluckt die Enduro nahezu jede Unebenheit problemlos. Dadurch werden auch in unebenem Gelände große Geschwindigkeiten ermöglicht. In der Regel sind Enduro Motorräder mit einem einzylindrigen Motor ausgestattet. Die Kraft des Motors wird durch einen Kettenantrieb auf das Hinterrad übertragen. Dabei ist eine kleine Übersetzung charakteristisch für Enduros. Diese kleine Übersetzung erzeugt vor allem eine enorme Beschleunigung und Durchzugskraft. Die Fahrwerksgeometrie einer Enduro-Maschine ähnelt der von ##id="#"Motocross-Maschinen##, wobei Enduros in der Regel aber stärker auf Ausdauer als auf Geschwindigkeit und kurzfristig hohe Leistung ausgelegt sind.

Die ersten Enduro Motorräder entstanden ursprünglich durch den Umbau von Straßenmotorrädern. Das Ziel der Umbaumaßnahmen bestand darin, die serienmäßigen Maschinen zumindest beschränkt für das Gelände tauglich zu machen. Erreicht wurde die Geländetauglichkeit zumeist durch das Hochlegen der Auspuffanlage sowie die Nutzung von Reifen mit einem starken Profil.

Als erste Enduro, die auch in Großserie gefertigt wurde, gilt die Yamaha XT 500. Mit diesem Motorrad machte Yamaha den Begriff der Enduro einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Maschine gilt noch heute als echter Klassiker und löste zum damaligen Zeitpunkt einen wahren Run auf Geländemaschinen aus. Alleine in Deutschland gelang es Yamaha, bis zur Einstellung der Serie über 25.000 Exemplare der XT 500 zu verkaufen. Auch die Erfolge bei der legendären Rallye Paris-Dakar trugen entscheidend zum enormen Popularitätsschub der Enduros aus dem Hause Yamaha bei.

Der Fahrer nimmt auf einer Enduro eine sehr aufrechte Sitzposition ein, die vor allem für Fahrten im Gelände unerlässlich ist. Auch die Kniewinkel sind äußerst bequem. Ein entscheidender Vorteil dieser aufrechten Sitzposition auf einer Enduro liegt darin, dass so mit dem gesamten Körper des Fahrers die Balance gehalten werden kann. Gleichzeitig haben gerade Fahrer mit geringer Körpergröße auch häufig Probleme mit dem Handling einer Enduro, da sie aufgrund der hohen Sitzposition möglicherweise keinen sicheren Stand erreichen können.

 

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