Auto Glossar - AutoScout24: Exportfahrzeug

Exportfahrzeug

Als Exportfahrzeuge werden Fahrzeuge bezeichnet, die grundsätzlich für die Ausfuhr aus der Bundesrepublik Deutschland bestimmt sind. Das kann mit ihrer Bauart zusammenhängen oder mit ihrem technischen Zustand.

Jeder deutsche Automobilproduzent baut eine gewisse Stückzahl Exportfahrzeuge, die nach der Produktion dem deutschen Markt gar nicht erst zur Verfügung stehen, sondern direkt in andere Länder geliefert werden. Das trifft z. B. auf Fahrzeuge zu, die das Lenkrad auf der rechten Seite haben und für den Export in Länder mit Linksverkehr vorgesehen sind.

Im Gebrauchtwagenhandel hat sich eine andere Lesart des Begriffs "Exportfahrzeug" eingebürgert. Dort spricht man von einem Exportfahrzeug, wenn der Anbieter es ausschließlich unter der Vorgabe am Markt anbietet, dass es nicht mehr in Deutschland zugelassen wird. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Bei Nutzfahrzeugen ist die Einstufung in die Abgasnorm ein Hauptgrund dafür. LKW, die nicht die Abgasnorm "Euro 5" erfüllen, können in Deutschland zwar weiterhin zugelassen werden, werden aber mit so hohen Steuern und Gebühren belastet, dass sie im Inland quasi nicht mehr verkäuflich sind. Folglich sehen die Gebrauchtfahrzeughändler sich gezwungen, Fahrzeuge, die nur ältere Abgasnormen erfüllen, ins Ausland zu verkaufen.

Ganz ähnliche Gründe führen oft auch bei PKW dazu, dass sie als Exportfahrzeuge gehandelt werden. Dabei muss es noch nicht einmal immer der technische Zustand sein, der zu dieser Einstufung führt. Auch das gültige EU-Recht, das einen Händler verpflichtet, für von ihm verkaufte Fahrzeuge die Gewährleistung zu übernehmen, führt oft dazu, dass Autos mit entsprechendem Alter oder hoher Fahrleistung lieber in Länder verkauft werden, wo es solche Risiken nicht zu tragen gilt.

 

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