Auto Glossar - AutoScout24: Metallic Lackierung

Metallic Lackierung

Seit den 60er Jahren kennt die Automobilindustrie so genannte Metalleffektlacke oder Metalliclacke, zur optionalen Verwendung an Serienfahrzeugen kam es etwas später, als die Industrie sich dem Kundenwunsch beugte und Metallic Lackierungen als kostenträchtiges Extra anbot.

Der Aufbau einer Metalliclackierung ist mehrschichtig, denn die Lackschicht mit den Metallpigmenten hätte eine verletzliche und stumpf wirkende Oberfläche, ohne den schützenden Klarlack darüber. Die Metallpartikel in der Farbschicht gaben dem Lack auch seinen Namen. Diese bestehen meist aus kleinsten Plättchen aus Aluminium, seltener Messing und werden im Sprühverfahren in staubfreien Brennkammern lackiert. Der Lackierer muss auf eine gleichmäßige Verteilung der Partikel im Farblack achten, denn die natürliche Gravitation sorgt für eine Sedimentation der Metallicfarbe in Behältern. Die schwereren Metallpartikel sinken in dem flüssigen Lack zu Boden. In der Lackiererei werden deshalb auch so genannte Fließbechersprühgeräte verwendet, welche den Farbbehälter oberhalb der Farbdüse angebracht haben. Herkömmliche Saugbechersprühgeräte erscheinen da ungeeigneter. In Spraydosen sind Mischkugeln unabdingbar, ein "wolkenfreies" Erscheinungsbild der Fahrzeuglackierung ist für Hobbyisten nur sehr schwer zu realisieren.

In den 70er Jahren kamen Metallic Effektlackierungen auf den Markt, welche große und deutlich mit dem bloßen Auge sichtbare Metallplättchen beinhalteten, die Licht sehr eindrucksvoll reflektierten. Eine spezielle Düsenbestückung der Lackiergeräte war für eine Verarbeitung erforderlich. Diese "groben" Metalliclackierungen nannte man auch Kristalliclackierungen. Die deutlich dickere Farbschicht begrenzte den Einsatz aber meist auf Showfahrzeuge und Motorräder.

Eine Sonderform der Metalliclackierungen, die Perlmutteffektlackierungen, reflektiert das Licht, je nach dem Betrachtungswinkel, in anderen Farben. Sie kamen in den 80er Jahren auf den Markt und wurden vorwiegend an kostspieligen Fahrzeugen und Exoten verwendet.

Alle Metalliclackierungen haben eine Deckschicht aus Klarlack, welche die UV-Beständigkeit der Farbpigmente erhöht und den Lack zum Glänzen bringt. Der transparente Decklack wirkt auch als Schutz vor Abrasion und macht die Metalliclackierung pflegeleicht. Im Fahrzeugfrontbereich, werden dem Decklack gerne werksseitig elastifizierende Zusätze beigemengt, das reduziert die relative Sprödigkeit des Decklackes und verringert Lackschäden durch Steinschlag im Betrieb.

 

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