Auto Glossar - AutoScout24: Sporttourer

Sporttourer

Unter den Motorradkategorien ist der Sporttourer eine der jüngsten Spezies. Als das Motorrad noch reines Nutzfahrzeug war - speziell in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts - gab es so gut wie keine Sportmaschinen. Reine Touren-Motorräder allerdings auch nicht. Es gab das Transportmittel Motorrad - mehr nicht. Zu Beginn des Motorradbooms um 1975 begannen sich allmählich Tourer und Sportler herauszukristallisieren und damit zwei unterschiedliche Motorradfahrer. Da gab es die "Heizer", die auf einer kriminell schnellen und wackligen Kawasaki Mach III alles Zwei- und Vierrädrige der damaligen Zeit in Grund und Boden beschleunigten und die die so "Abgelederten" in einer blauen Zweitaktwolke zurückließen. Auf der anderen Seite gab es die ruhigen Naturen, die gern auf genussvolle gemächliche Touren gingen, vorzugsweise auf einer Boxer-BMW, einer Harley oder einer Moto Guzzi V 7. Dann - um die Jahrtausendwende herum - wurden einige Sportmaschinen immer bequemer, die gemächlichen Tourenmaschinen immer schneller. Die Grenzen begannen sich zu verwischen und der Begriff des Sporttourers wurde eingeführt - eine neue Motorradkategorie war geboren.

Sporttourer stellen immer einen Kompromiss dar. Sie versuchen, das Beste aus zwei Welten zu vereinen. Manchen gelingt das gut, anderen weniger. Sportlich und gleichzeitig komfortabel fahren zu wollen, das ist ein hoher Anspruch. Welche der aktuellen Motorräder aus der Klasse der Sporttourer genügen diesem Anspruch am ehesten?

Eine sehr ausgewogene Maschine ist die Yamaha FZ 1 Fazer. Sie ist in keiner Kategorie in der absoluten Spitzengruppe zu finden, hat andererseits jedoch auch keine gravierenden Schwächen. 150 PS leistet der Einliter-Reihenvierzylinder. Das reicht für über 250 km/h Spitzengeschwindigkeit und standesgemäße, sprich atemberaubende Beschleunigung. Ein sauberer Mix aus Sport und Tourer - inklusive Antiblockiersystem ABS für 11.495 Euro.

Ein Klassiker der Höchstgeschwindigkeitsszene ist die Suzuki Hayabusa. Sie ist dabei erstaunlich komfortabel, dennoch 300 Stundenkilometer schnell, mit einem knapp 200 PS starken, aber unauffälligem Motor. Neu ist sie ab 15.000 Euro zu bekommen.

Eine etwas härtere Nummer ist die Kawasaki ZZR 1400. Giftgrün, bissig, kompromisslos. Aber nicht unbequem, allerdings gilt das wie bei fast allen Sporttourern nur für den vorderen Sitzplatz. Die Eckdaten: 193 PS, 300 km/h Endgeschwindigkeit, Bremsanlage vom Typ "Brutal-Anker". Inklusive ABS für 14.895 Euro.

Bei Honda setzt man wie immer auf Qualität. Die Fireblade bietet vergleichsweise bescheidene 178 PS. Das Leergewicht liegt allerdings unter 200 Kilogramm, womit der Gleichstand mit der japanischen Konkurrenz wieder hergestellt ist. 14.990 Euro, ABS kostet extra.

Wie immer geht die britische Motorradschmiede Triumph auch beim Thema Sporttourer ganz eigene Wege. Wie gewohnt etwas schrullig, aber letzten Endes mit einem sehr überzeugenden Gesamtkonzept. Die 130 PS des faszinierenden Dreizylinders Triumph Sprint GT muten auf den ersten Blick mickrig an, einmal in Fahrt, ist alles vergessen. 230 km/h Spitze liegen 70 km/h unter den Japanern, andererseits 100 km/h über Autobahn-Richtgeschwindigkeit. Beschleunigung? Über jeden Zweifel erhaben. Außerdem gibt es serienmäßige Seitenkoffer, von Sportlern verteufelt, von Tourern geliebt. Aber allemal besser als der flatternde Rucksack auf dem Rücken. Die Triumph Sprint GT ist ab 13.200 Euro inklusive ABS erhältlich.

 

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