Auto Glossar - AutoScout24: Spurverbreiterung

Spurverbreiterung

Optische Merkmale die auf den Rennsport zurückzuführen sind finden seit jeher bei Autofans reißenden Absatz. So ergeht es auch Spurverbreiterungen. Spurverbreiterungen sind Platten aus Aluminium, die auf die Radnabe gesteckt oder geschraubt werden. Dies ermöglicht eine Verringerung der Einpresstiefe (ET) der Felge. Nach der Montage steht die Felge weiter aus dem Radhaus und schließt somit bündig mit dem Kotflügel ab. Der optische Vorteil liegt vor allem im deutlich ausgefüllten Radhaus und der damit verbundenen Stämmigkeit. Spurverbreiterungen sind eine günstige Möglichkeit, das Fahrzeug sportlicher aussehen zu lassen. Oftmals bekommen so auch Serienfelgen den letzten Feinschliff.

Entscheidend bei Spurverbreiterungen ist die Verarbeitung. Bereits kleine Unwuchten sorgen für ein unruhiges Fahrverhalten. Des Weiteren ist durch die verkürzte Mittenzentrierung, sofern die Spurplatten überhaupt eine haben, dass montieren des Rades mit höchster Sorgfalt vorzunehmen. Technisch bringen Spurverbreiterungen wenn überhaupt nur einen kleinen Vorteil. Dieser macht sich bei Kurvenfahrten bemerkbar, durch die nach außen gerückte Aufstandsfläche neigt sich das Fahrzeug weniger stark in der Kurve.

Eine Spurverbreiterung bringt aber auch Nachteile und Gefahren mit. Durch den größeren Abstand zur Radnabe wird durch den verlängerten Hebelarm das Radlager stärker belastet. Dies hat zur Folge, dass der Verschleiß in diesem Bereich zu nimmt. Des Weiteren neigen viele Felgen dazu, sich zu lockern. Vor allem wenn eine Mittenlochzentrierung fehlt. Diese Zentrierung ist bei Spurplatten von jeweils 5 Millimetern nie dabei. Ab 10 Millimetern müssen diese mit Zentrierung ausgeführt werden.
Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Systeme. Besonders breite Spurplatten werden auf die Radnabe geschraubt und besitzen eigene Aufnahmen für die Radschrauben. Die meisten werden jedoch wie eine Unterlegscheibe verwendet, längere Radschrauben sind erforderlich. Die ordnungsgemäße Montage überprüft ein Sachverständiger. Nur wenige Modelle besitzen im Lieferumfang eine Allgemeine Betriebserlaubnis und müssen nicht eingetragen werden. Die Gutachten beziehen sich stets auf die serienmäßigen Felgen mit der serienmäßigen Einpresstiefe. Gutachten und Allgemeine Betriebserlaubnis verlieren ihre Gültigkeit, wenn Zubehörfelgen von Fremdherstellern verwendet werden. Hier muss dann eine Sonderabnahme erfolgen. Diese umfasst unter anderem einen Einfederungstest und kontrolliert die Stabilität der Achse.

 

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