Auto Glossar - AutoScout24: Supermoto

Supermoto

Eine Supermoto ist im Prinzip eine Enduro bzw. Motocrossmaschine für den Straßeneinsatz. Dabei liegt der Hauptunterschied bei den Reifen - für eine Supermoto werden Straßenreifen aufgezogen. Durch die hohe Sitzposition und die Straßenlage eignet sich diese Art von Motorrad sehr gut für kurvenreiche Fahrten.

Ursprünglich wurden Supermotos auf kleineren Rundkursen gefahren. Schnell wurden sie jedoch so begehrt, dass sie auch in den öffentlichen Straßenverkehr Einzug gefunden haben.

Supermoto war zunächst ein Motorradsport in den USA. Seit 1985 wird dieser auch in Europa betrieben. In Amerika werden die Supermotos außerdem Superbikers (nicht zu verwechseln mit Superbike) genannt. Die Idee dahinter bestand darin, aus allen Motorradserien den besten Fahrer (Superbiker) zu ermitteln. Dazu wurden die Motocrossmaschinen zuerst nur leicht modifiziert. Es sollte der beste Straßen- bzw. Offroad-Fahrer ermittelt werden. Später wurden spezielle Supermoto-Motorräder verwendet.
Gefahren wird im Supermoto Sport auf unterschiedlichen Straßen- bzw. Offroadbelägen. Supermoto-Strecken bestehen daher aus einem Asphalt-, einem Kies und einem hügeligen Offroadparcours. In der Regel beträgt der Asphaltanteil 70 Prozent.

Ende der 80er Jahre schwappte der Trend aus den USA nach Frankreich über. Seit Anfang der 90er Jahre wird der Motorsport auch in Deutschland ausgetragen.

Die Faszination von Supermoto liegt im harten Kampf Mann gegen Mann bzw. Maschine gegen Maschine. Außerdem werden dem Publikum atemberaubende Drifteinlagen und halsbrecherische Überholmanöver geboten. Die Verletzungen fallen dabei nicht ganz so schlimm aus wie bei anderen Motorradserien (z.B. Straßenrennsport oder Motocross). Das liegt vor allem an der geringeren Geschwindigkeit und den niedrigeren Sprüngen.

Die Wettbewerbe werden meistens auf außenliegenden Rennstrecken ausgetragen. Oft werden auch Kartbahnen für Supermotos ummodifiziert. Dabei werden engere Kurven und viele kurvige Passagen eingebaut. Sollte die Kartbahn innen liegen, so wird oft ein außenliegendes Areal als Offraodparcours benutz.
Der ADAC sowie KTM bieten einen Nachwuchscup an. Dort werden vielversprechende Talente schon früh an die harten Rennbedingungen gewöhnt. Die höchste Serie in Deutschland ist die Deutsche Meisterschaft. Daneben gibt es aber auch viele Talent- und Markencups.
In Deutschland sind die Regeln eher freizügig gehalten. So ist einzig und allein der Hubraum (maximal 1 200 cm³) begrenzt. Für die Weltmeisterschaft unterscheidet man in die Klassen S1 und S2. Dabei ist bei der S1-Klasse der Hubraum bis 450 cm³ und bei der S2-Klasse ein Hubraum ab 475 cm³ erlaubt.

Die Technik:
Als Ursprung dienen Enduro- oder Motocrossmaschinen. Dabei werden in der Regel Einzylinder-Motorräder (125 bis 700 cm³) umgebaut. Der größte Unterschied liegt in der Reifenwahl. Supermotos erhalten besondere Straßenreifen oder sogar Slicks, um auf Straßenbelag deutlich besser fahren zu können. Die Reifen sind dabei relativ klein gehalten (17 oder 16,5 Zoll). Das macht eine Supermoto extrem handlich und erlaubt es, äußerst enge Kurven zu fahren.
Des Weiteren sind die Federn und Dämpfer straffer und härter abgestimmt als bei den Motocrossmaschinen. Auch die Bremsen, vor allem am Vorderrad, sind leistungsstärker. Darüber hinaus werden die vorderen Schutzbleche etwas verkürzt.

Für den Straßeneinsatz sind inzwischen weitreichende Veränderungen zustande gekommen. So wurde der Federweg bei aktuellen Supermotos nochmals verkürzt, die Bauweise der Rahmen ist verwindungssteifer und es kamen einige Komfortsysteme hinzu, wie z.B. E-Starter. Für den Straßenbereich und im Alltagseinsatz sind vor allem die Modelle von KTM und Yamaha sehr beliebt.

 

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