Auto Glossar - AutoScout24: Tourer

Tourer

Tourer sind die Allrounder unter den Motorrädern. In der Kategorie "Tourer" versammeln sich ganz unterschiedliche Bikes, mit einer weit reichenden Preisspanne und in ganz verschiedenen Leistungsklassen. "Tourer" sind nicht klar definiert, daher hilft man sich mit Abgrenzungsbegriffen wie "Supertourer" und "Sporttourer".

Klassische Tourer sind teil- bis vollverkleidete Maschinen, mit aufrechter Sitzhaltung und einigen typischen Attributen wie Kardanantrieb und großem Tank, die sie fürs Langstreckentouren prädestinieren. Typisch für gute Tourer: Im Gegensatz zu sportlichen Maschinen ist auch der hintere Sitzplatz bequem und langstreckentauglich. Die Motoren der großen Tourer sind häufig von Supersportlern abgeleitet, zugunsten eines günstigen Drehmomentverlaufs in der Höchstleistung aber bewusst zurückgenommen. Auch die besten Supertourer haben zwei große Handicaps. Zum einen das hohe Gewicht (bis zu 400 Kilogramm) und der hohe Kaufpreis (bis zu 30.000 Euro). Der Gegenwert ist allerdings ebenfalls sehr hoch.

Wer auf die Geschichte der Motorrad-Tourer zurückblickt wird feststellen, dass die erste vollverkleidete Reisemaschine eine BMW war. Die 70 PS starke BMW R 100 RS war im Jahr 1976 eine absolute Sensation - der Supertourer schlechthin, auch wenn der Begriff noch gar nicht erfunden war. Heute wäre die R 100 RS gerade einmal Mittelklasse, mit ruppigem Vergasermotor, schwabbeligem Fahrwerk und schmalen Reifen ein Fall für Kenner und Könner am Lenker.

Die aktuelle Boxer-BMW im Tourenkleid kann alles besser als die selige R 100 RS. Die R 1200 RT reicht mit 110 PS für alle Lebenslagen. Von elektronischer Benzineinspritzung und dem Antiblockiersystem ABS wagten es BMW-Fahrer zu R 100 RS-Zeiten nicht einmal zu träumen. Die R 1200 RT ist damit serienmäßig ausgestattet. Wer keine Boxermotoren mag wird bei BMW mit der K 1300 GT bedient. Ihr Vierzylinder-Reihenmotor leistet 160 PS, gut für 260 Stundenkilometer. Ein weiterer Paukenschlag von BMW: die Sechszylinder K 1600 GT mit ebenfalls 160 PS Leistung.

Bei Honda übernimmt die Aufgabe des großen klassischen Tourers neben der Gold Wing die weniger bekannte, aber nahezu perfekt ausgewogene Pan European. Ein vornehm säuselnder V4-Motor mit 126 PS treibt die gediegene "Pan" per Kardanwelle an. Zuverlässig und hervorragend verarbeitet überzeugt die Pan European von Honda. Ebenfalls aus dem Hause Honda ist der Tourer Deauville. Der 700 Kubik-Zweizylinder V-Motor besteht in seiner Urform seit 30 Jahren. Experten sind sich einig, dass es der zuverlässigste und langlebigste Motorradmotor ist, der je hergestellt wurde. 65 PS muten bescheiden an, reichen jedoch für 185 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, guten Durchzug und problemlosen Zweipersonenbetrieb. Die Deauville bekommt man serienmäßig mit Verkleidung und Koffern, ABS ist optional. Schrullig, aber genial: Die Seitenkoffer haben eine "Durchreiche" für sperrige Gegenstände. Die unauffällige Deauville besitzt Kardanantrieb und ist mit ihrem relativ geringen Eigengewicht von 254 Kilogramm den Supertourern an Handlichkeit weit überlegen.

 

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