Auto Glossar - AutoScout24: Trike

Trike

Trikes sind eine Mischung aus Auto und Motorrad. Nüchtern betrachtet, sind sie eine eher unglückliche Mischung. Denn man könnte meinen, sie vereinen die Nachteile von Auto und Motorrad. Trikes sind extrem breit, der Achsstand ist meist größer als bei einem PKW. Der Parkraumbedarf ist also enorm. Trotzdem gibt es nur zwei bis drei Sitzplätze und die Gepäckmöglichkeiten sind nicht so großzügig wie bei einem Auto. Auf der anderen Seite sind die Fahrleistungen deutlich schlechter als bei Motorrädern. Nass wird man trotzdem - auf dem Trike ist man Wind und Wetter genau so ausgesetzt wie auf dem Motorrad. Die Unterhaltskosten sind überschaubar, aber deutlich höher als beim Motorrad. Die Anschaffungskosten (bis zu 60.000 Euro für ein neues Trike) sprengen jede Vernunftgrenze…

Trotzdem erfreuen sich Trikes bei ihren Fans großer Beliebtheit. Warum? Ein praktischer Grund ist der, dass Trikes mit dem Autoführerschein gefahren werden dürfen - wer keinen Motorradführerschein besitzt, spart also viel Geld. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Trikes üben beim Fahren eine ganz eigene Faszination aus. Das Fahrerlebnis ist deutlich intensiver als bei Cabrios, die Beschleunigung nachdrücklicher. Dass die günstigsten Trikes nur 130 Stundenkilometer schnell sind, stört die Besitzer offensichtlich wenig. Der Weg ist das Ziel! Trikes legen oft lange Strecken zurück. Das muss seine Gründe haben: Mit einem Trike lässt sich herrlich verreisen. Wem der Platz nicht ausreicht, der hängt einfach einen Anhänger an, gern auch einen Wohnanhänger. Das ist nicht nur cool und lässig, sondern auch praktisch. Am Urlaubsort angekommen, hängt man den Wohnwagen einfach ab, und der große Fahrspaß - in den Alpen, in der Toskana oder sonstwo - kann beginnen.

Das klassische Trike besitzt einen Vierzylinder-Boxermotor von Volkswagen (Leistungsspanne von 34 bis etwa 110 PS) und ein Vierganggetriebe, natürlich inklusive Rückwärtsgang. Auffallend viele Trikes sind allerdings mit einem Automatikgetriebe ausgestattet. Das steigert einerseits die Lässigkeit, kommt aber andererseits sportlicher Fahrweise entgegen. Trikes erreichen wegen ihrer breiten Hinterachse mit entsprechend monströsen Reifen atemberaubende Kurvengeschwindigkeiten - da nimmt niemand gern eine Hand vom Lenker, um in einen anderen Gang zu schalten.

Führende Trike Hersteller sind beispielsweise boom-trikes und rewaco. Das Modell Boom-Trike V 2 Automatik ist ein sehr vernünftiges Einsteiger-Trike für 18.900 Euro. 850 ccm und 65 PS klingen nach wenig, versprechen aber bei 500 Kilogramm Eigengewicht viel Fahrspaß. Das Trike besitzt Einspritzung, geregelten Kat sowie Scheibenbremsen vorn und hinten (Reifengröße hinten 295/50 x 15!). Metallic-Lackierung ist serienmäßig. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 150 Stundenkilometer. Das Trike ist recht komplett, trotzdem gibt es eine ellenlange Zubehörliste.

Es geht natürlich auch extremer: Das Rewaco-Trike "RF1" leistet satte 185 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des Dreisitzers liegt bei 200 Stundenkilometern, die Beschleunigung auf 100 km/h unter fünf Sekunden. 31.440 Euro werden für den Kraftprotz fällig.

Fast schon zu vernünftig ist das Boom-Trike "Family"mit einem Vierzylinder Ford-Motor, der 100 PS leistet. 21.900 Euro kostet das recht bequeme Trike. Auch hierfür gibt es lange Aufpreis- und Zubehörlisten, mit teilweise denkwürdigen Extras, wie etwa dem verchromten Bierdosenhalter für 35 Euro.

 

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