Auto Glossar - AutoScout24: Wegfahrsperre

Wegfahrsperre

Die Wegfahrsperre ein einem Kraftfahrzeug soll das unbefugte in Betrieb nehmen des Fahrzeuges verhindern. Die kann einerseits mechanisch erfolgen, üblicherweise werden aber aktuell die elektronischen Wegfahrsperren bevorzugt.

Es gibt allerdings nicht nur gewollte Wegfahrsperren, sondern auch ungewollte. Die ungewollte Wegfahrsperre ist die etwas weniger beliebte, da sie in der Regel ohne die Zustimmung des Fahrzeughalters erfolgt. Beispielsweise Ordnungsbehörden nutzen gerne diese Möglichkeit der Immobilität für den Fahrer, um offene Forderungen mit Nachdruck einzutreiben. Ein Wegfahren soll mit Ventilwächtern oder Parkkrallen verhindern. Der Ventilwächter kann sich allerdings nicht so Recht durchsetzen, da er bei Fahren mit Schrittgeschwindigkeit seine Funktion des Luftentweichens aus dem Reifen nicht erfüllen kann. Da bieten sich die Parkkrallen schon eher an, da hier ein Bewegen des Fahrzeuges unmöglich gemacht wird. Auch Radklammern erzielen diesen Effekt der Wegfahrsperre.

Die freiwillige mechanische Wegfahrsperre wird mittels einer Lenkradkralle oder einer Gangschaltungssperre aktiviert. Die Lenkradkralle verhindert durch die Befestigung mit einem Schloss am Lenkrad jegliche Drehung des Lenkrades. Andere Modelle verbinden das Lenkrad über einen Stahlstab mit einem Pedal und verhindern nicht nur die Unbeweglichkeit des Lenkrades, sondern das verbundene Pedal kann auch nicht betätig werden. Die Gangschaltungssperre verhindert über eine Verbindung von Mittelkonsole und Karosserie eine Bewegung der Gangschaltung.

Auch bei Fahrzeugen mit Automatikantrieb kann so die Nutzung der Gangschaltung unterbunden werden. Mit einer elektronischen Wegfahrsperre müssen laut Gesetzt alle Fahrzeuge ausgestattet werden, die seit Januar 1998 zugelassen werden. Auch die Autoversicherer bestehen auf die Ausrüstung der Fahrzeuge mit der elektronischen Wegfahrsperre. Im Falle eines Diebstahls kann eine fehlende Wegfahrsperre zu einer Minderung der Schadenleistung durch die Versicherung führen.

Aktiviert wird die elektronische Wegfahrsperre durch das Abschalten der Zündung. Das Einschalten führt dagegen zum deaktivieren der Wegfahrsperre. Ein im Fahrzeugschlüssel enthaltener Chip ist mit einer digitalen Signatur versehen, über die sich der Fahrzeughalter als berechtigter Nutzer identifiziert. Wegfahrsperren der neueren Generation sollen nicht nur ein unerlaubtes Starten des Motors verhindern, sondern noch tiefer in die Fahrzeugelektronik integriert werden das Auffinden eines entwendeten Fahrzeuges mittels GPS und GSM ermöglichen.

 

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