Auto Glossar - AutoScout24: Zündkerze

Zündkerze

Ein sehr wichtiges Bauteil an einem Ottomotor ist die Zündkerze. Meist fristen sie ein Schattendasein und treten allenfalls in Verbindung mit einem Wechsel bei einem größeren Serviceintervall in Erscheinung. Obwohl eine Zündkerze weder drehende noch in irgendeiner anderen Art bewegliche Teile enthält, ist der Verschleiß dennoch enorm.

Die Zündkerze stellt das auslösende Element bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Brennraum dar. Auch bei einem Dieselmotor gibt es eine Art "Zündkerze", doch wird diese dort lediglich im kalten Zustand des Motors benötigt, um das Diesel-Luft-Gemisch zu entzünden. Im Gegensatz zu einem Ottomotor, kann ein Dieselmotor nach der Vorglühphase das Kraftstoffgemisch selbsttätig entzünden, da die Verdichtung im Brennraum sehr viel höher ist. Bei einem Ottomotor funktioniert dies nicht. Er ist auf eine Fremdentzündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches angewiesen. Diese Aufgabe übernehmen die Zündkerzen.

So vielfältig die Typen und Ausführungen verschiedener Zündkerzen auch sind, sie funktionieren alle nach dem gleichen Schema.

Im Brennraum befindet sich eine Gewindeöffnung, in welche pro Zylinder eine oder auch mehrere Zündkerzen eingeschraubt werden; speziell bei Motorrädern gibt es Mehrkerzenzylinder, im Automobilbereich hingegen nur vereinzelt.

Eine Zündkerze besteht aus einem gegen den Gewindefuß isolierten Keramikkörper, welcher eine Mittelelektrode enthält. Diese Mittelelektrode, meist aus Kupfer, leitet den Zündstrom im Zeitpunkt der geplanten Zündung des Kraftstoffgemisches an die sog. Funkenstrecke im Einschraubsockel. Da die Zündspannung mehrere tausend Volt beträgt, erfolgt gegen die Fahrzeugmasse ein Funkenüberschlag; der Zündfunken. Er entzündet das in diesem Moment verdichtete Kraftstoffgemisch im Brennraum.

Je nach Typ des Motors, kommen verschiedene Zündkerzen zum Einsatz. Jeder Motortyp verlangt seine spezifische Zündkerzensorte. Diese hängt mit vorgegebenen Wärmewerten oder auch Bauformen zusammen. Dabei stellt der Wärmewert die Freibrenntemperatur des Elektrodenbereiches von Ascheablagerungen dar.

Häufige Ursache für Zündkerzenprobleme sind verbrannte Elektrodenkontakte. Aufgrund der hohen thermischen Belastungen sind für Zündkerzen feste Wechselintervalle vorgeschrieben. Eine Kontrolle ist regelmäßigen Abständen ist empfehlenswert, auch wenn noch kein Wechselintervall erreicht wurde. Dabei sollte der Elektrodenabstand überprüft und ggf. korrigiert werden. Neben Zündkerzen mit einer Funkenstrecke, gibt es auch Zündkerzen mit zwei, drei oder vier Gegenelektroden.

 

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