Auto Glossar - AutoScout24: Zündspule

Zündspule

Einen besonderen Stellenwert bei der Fahrzeugelektrik nimmt die Zündanlage ein. Sie ist es, die einen Ottomotor zum Leben erweckt. Damit die Zündung des Kraftstoffgemisches im Inneren des Motors erfolgen kann, müssen die Zündkerzen dieses im richtigen Moment entzünden. Da die Zündkerzen lediglich passive Bauteile darstellen, muss eine andere Baugruppe die aktive Seite übernehmen.

Dieses aktive Element stellt die Zündspule dar. Ihre Aufgabe ist es, aus der vom Bordnetz bereitgestellten Spannung von 12 Volt eine Zündspannung von mehreren 10.000 Volt zu erzeugen.

Im Laufe der Zeit durchliefen Zündanlagen eine stetige Weiterentwicklung und es wurden viele verschiedene Konzepte ausprobiert. In ihrer Grundfunktion arbeitet jedoch jede Zündanlage nach dem gleichen Prinzip.

Eine Zündspule besteht aus zwei getrennten Wicklungen, der Primär- und der Sekundärspule, welche einen Eisenkern enthalten. An der Primärspule liegt die Spannung des Bordnetzes an und durch Induktionsvorgänge entsteht in der Sekundärspule eine sehr hohe Zündspannung, welche über Hochspannungskabel zu den einzelnen Zündkerzen geleitet wird.

Bedingt durch den Aufbau einer Zündanlage, gibt es unterschiedliche Arten von Zündspulen. Dies hängt sowohl von der Art der Zündspannungsweiterleitung/Verteilung als auch von der Zündintervallerzeugung ab. Diese Intervallerzeugung kann entweder über einen Zündunterbrecher oder über einen elektronischen Schalter erfolgen.

Frühe Ausführungen von Zündanlagen besaßen einen Zündunterbrecher und eine mechanische Verteilung, den sog. Zündverteiler. In ihm befand sich ein rotierender Verteilerkontakt, welcher die anliegende Zündspannung nacheinander auf die einzelnen Zündkerzen verteilte. Da ein Zündverteiler anfällig für mechanischen Verschleiß ist, wurden andere Zündsysteme entwickelt. Auch nehmen bei Mehrzylindermotoren die separaten Zündspulen sehr viel Platz ein.

Moderne Zündspulen werden nicht mehr über einen Unterbrecherkontakt angesteuert, sondern erhalten einen elektronischen Impuls, welcher den Zündkreis freischaltet. Ein mechanischer Zündverteiler entfällt bei derartigen Systemen. Stattdessen werden die Zündkerzen über jeweils separate Zündleitungen direkt von der Zündspule versorgt.

Derartige Zündspulen gibt es wiederum in vielen unterschiedlichen Arten. Man unterscheidet Einzelfunken- und Doppelfunkenspulen, Kompaktzündspulen sowie Einzelsysteme ohne Hochspannungsleiter. Kompaktzündspulen werden direkt über die Zündkerzen als ein langes Bauteil aufgesteckt; die Zündkerzenstecker sind gleich in ein solches Bauteil integriert. Auch bei Einzelsystemen sitzt direkt auf der Zündkerze ein solches Modul, nur dass jede Zündkerze ein separates Zündmodul besitzt. Diese Zündspulen weisen nur noch einen Niedervoltanschluss auf; die Hochspannungsseite ist nicht mehr sichtbar.

 

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