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Grenzbereich: "Obamamobil"

Präsi-Panzer

18.12.2008

Die Sicherheit des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist für den amerikanischen Secret Service oberstes Gebot. Um diese auch unterwegs zu gewährleisten, fährt das Staatsoberhaupt der USA stets in gepanzerten Fahrzeugen, die traditionell von heimischen Herstellern stammen. Auch für Barack Obama wird ein solcher Koloss gebaut, vom krisengeschüttelten Automobilkonzern General Motors.

Was aussieht wie ein schwarzer Cadillac DTS ist in Wirklichkeit eine Festung auf vier Rädern. Stahl, Aluminium, Titan und Keramik sollen die Karosserie für Munition aller Art undurchdringlich machen. Auch in unmittelbarer Nähe explodierende Handgaranten oder Sprengsätze sollen dem Vehikel nichts anhaben können. Seit der Ermordung John F. Kennedys in einem Lincoln Continental Cabriolet sind offene Wagen für US-Präsidenten tabu.

Basis für das Hochdachfahrzeug ist der 2500er Chevrolet Suburban, drei Exemplare werden für Obama umgebaut. Zwei davon dienen lediglich als Lockvogel, um vom eigentlichen Präsidentenfahrzeug abzulenken. Alle drei Fahrzeuge werden den Präsidenten aber auch auf seinen Auslandsreisen begleiten, C-17-Transportflugzeuge bringen die Karossen an jeden Ort der Welt.

Panzerlimousinen

14 Zentimeter Glas

Wie beim Dienstwagen von George W. Bush, einem gepanzerten Cadillac DTS, dürfte auch das "Obamamobil" über fast 14 Zentimeter dicke Fensterscheiben verfügen – das ist doppelt soviel wie bei europäischen Staatshoberhäuptern, die in der Regel seriennahe Oberklasselimousinen der Beschussklassen B6 und B7 fahren. Die relativ kleinen Fensterflächen des Obamamobils sollen wenig Angriffsfläche bieten, für den Kontakt zum Volk steht dem Präsidenten ein 1.200 Watt starke Außensprechanlage zur Verfügung.

Das Leergewicht des im Volksmund „Cadillac One" genannten Monstrums dürfte zwischen fünf und acht Tonnen liegen, angetrieben wird das Vehikel von einem 600 PS starken V8-Motor. Durch Lachgaseinspritzung kann die Leistung im Notfall auf gut 1.000 PS gesteigert werden, schneller als mit Tempo 100 wird der Präsident aber wohl nie unterwegs sein.

Volltanken bitte

Bleiben auch weitere Sicherheitsmaßnahmen und Umbauvorgaben streng geheim, so kann wenigstens der Kraftstoffverbrauch des präsidialen Panzers eingeschätzt werden, der bei gut 40 bis 50 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern liegen wird. Dementsprechend muss Obama gut alle 200 Kilometer einen Tankstop einlegen. Das Serienfahrzeug verbraucht "nur" rund 20 Liter.

Dass der bekennende Hybrid-Fan Obama als Präsident in einem solchen Spritfresser unterwegs sein wird, erzürnt einige Umweltaktivisten. Vielleicht können sie damit besänftigt werden, dass der Privatmann Obama im vergangenen Jahr seinen Chrysler 300C Hemi gegen einen Ford Escape Hybrid eingetauscht hat und bis 2015 eine Million Hybridautos auf die US-amerikanischen Straßen bringen will. (mg)

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