Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Grenzbereich Porsche 911 GT3 R Hybrid

Grenzbereich: Porsche 911 GT3 R Hybrid

40.000 Umdrehungen

15.02.2010

40.000 Umdrehungen in der Minute – selbst im Motorsport sind das aberwitzig hohe Drehzahlen. Der Rennwagen Porsche 911 GT3 R Hybrid protzt mit diesem Superlativ. Doch sorgt nicht sein 480-PS-Benzinmotor für diese imposante Marke, sondern der Rotor eines Schwungradspeichers. Der Clou: Per Rotation speichert dieser Energie, um zwei jeweils 81 PS starke E-Motoren an der Vorderachse anzutreiben.

Die Hybrid-Kombination aus Verbrennungs- und E-Motoren mit klassischen Batteriespeichern ist in Serienfahrzeugen wie dem Toyota Prius bereits seit vielen Jahren üblich. Auch Porsche wird noch 2010 im neuen Cayenne und im Panamera diese Antriebs-Kombination aus Benzin-, E-Motoren und großen Akkus auf den Markt bringen – vornehmlich mit dem Ziel, den Verbrauch zu senken.

Beim GT3 R Hybrid setzt Porsche hingegen auf einen anderen Energiespeicher, und statt mehr Effizienz soll dieses System vor allem für einen zusätzlichen, nur etwa sechs bis acht Sekunden dauernden Schub beim Beschleunigen aus Kurven sorgen. Die hierfür benötigte Energie verwaltet keine Batterie, sondern ein sogenannter Schwungradspeicher.

So funktioniert die Schwungradspeicherung im Porsche 911 GT3 R Hybrid:

Extrem kurze Ladezeiten

Schwungradspeicher selbst sind keine neue Erfindung. Allerdings wurden sie in dieser besonderen Form in einem im Auto noch nicht eingesetzt. Gerade für den Motorsport bietet diese Energiespeicherung aber Vorteile. So ist ein Schwungradspeicher leichter als eine Batterie und kann er zudem viel Energie in sehr kurzer Zeit aufnehmen und wieder abgeben. Eine ideale Voraussetzung für den Rennsport, wo ja in kurzer Folge immer wieder stark gebremst und beschleunigt wird. Der beim Bremsen im GT3 R Hybrid per Rekuperation entstehende, starke elektrische Strom lässt sich über einen klassischen Batteriespeicher nicht in derart kurzen Lade- und Entladezyklen managen.

Allerdings sind im Fall des GT3 R Hybrid aufgrund der hohen Strommengen Hochvoltkabel, eine komplexe Leistungselektronik und ein aufwändiges Kühlsystem notwendig. Auch das Schwungrad selbst ist so groß wie eine Waschmaschinentrommel und wurde dort verbaut, wo sich normalerweise ein Beifahrersitz befindet.

Galerie: Grenzbereich Porsche 911 GT3 R HybridOffiziell vorgestellt wird das neue, Porsche Intelligent Performance (PIP) genannte Hybridsystem zunächst auf dem Genfer Auto Salon 2010. Beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings ist vom 15. Bis 16. Mai 2010 ein erster offizieller Renneinsatz vorgesehen.

Serienversion ist angedacht

Es soll allerdings nicht nur beim Einsatz im Motorsport bleiben. Mit dem GT3 Hybrid will man zunächst Praxiserfahrungen für ein mögliches Serien-Hybridsystem mit Schwungradspeicherung sammeln. Hierfür hat Porsche bereits ein Patent beantragt. Die Offenlegungsschrift findet man im Internet unter.  

Während beim 911 GT3 Hybrid ausschließlich die E-Motoren in Verbindung mit dem Schwungmassenspeicher stehen, soll bei einem Hybridsystem für Serienfahrzeuge auch via Kupplung zwischen Verbrennungsmotor und Schwungradspeicher Energie transferierbar sein. Im Vergleich zum System im GT3 Hybrid müsste dieses allerdings wesentlich kleiner und vereinfachter ausfallen. Dann hätte Porsche eine spannende Alternative zur bekannten Batteriespeicherung, die dann neben mehr Dynamik auch eine deutlich höhere Effizienz bieten sollte. (mh)

 
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