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Artikel veröffentlicht am: 03.03.2010

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Bericht: Genfer Auto Salon 2010

Live: Die Neuheiten aus Genf

Showtime: Auf dem Genfer Auto Salon 2010 sind die letzten Premieren-Tücher gefallen. Wir sind vor Ort und berichten live von den zahlreichen Messe-Neuheiten. Begleiten Sie uns auf unserem Streifzug durch die heiligen Messehallen von Genf.

Wohl nur wenige Hersteller verkörpern das Flair des Genfer Auto Salons wie Alfa Romeo. Die italienische Traditionsmarke hat einen besonders wichtigen Neuling im Gepäck: Den Nachfolger des schon leicht betagten 147, der den Traditionsnamen Giulietta wiederbelebt. Der emotional angehauchte Golf-Gegner ähnelt optisch dem Alfa Mito. Die technische Plattform teilt er sich mit dem Lancia Delta und Fiat Bravo. Zunächst startet die Giulietta mit zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren mit 105 bis 170 PS.

Ein gern gesehener Genf-Gast ist Aston Martin. Doch haben die Briten mit dem Cygnet statt einer heißen Sportwagen-Neuheit diesmal einen gänzlich untypischen Kleinwagen dabei. Der auf den Toyota iQ basierende 3+1-Sitzer wurde außen wie innen deutlich aufpeppt und soll künftig Käufern eines Sportwagen-Modells der Marke als Zweitwagen offeriert  werden.

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Audis spektakulärste Genf-Neuheit wird der A1. Mit dem Kleinwagen-Feger auf Polo-Basis wollen die Ingolstädter ihr Premium-Image auch im unteren Fahrzeugsegment etablieren. Der A1 wird damit vor allem gegen den Mini antreten. Motoren mit 86 bis (später) 180 PS werden zur Wahl stehen, der Preis bei rund 16.000 Euro liegen. Mit dem A1 e-tron zeigt Audi zudem eine Studie, die Ausblick auf einen elektrisch betriebenen Kleinwagen bietet. Neben den Lithium-Ionen-Batterien mit Power für etwa 50 Kilometer produziert bei Bedarf ein kleiner Kreiskoblenmotor im Heck des A1 e-tron den Strom für weitere 200 Kilometer.

Das andere Ende der wachsenden Audi-Modellpalette markiert der neue A8, der offiziell bereits Ende November 2009 in Miami vorgestellt wurde und in Genf Europapremiere feiert. Parallel wird in der Schweiz erstmalig auch eine Hybridversion (Vierzylinder Benziner mit 211 PS und Elektroantrieb mit 45 PS) des neuen Flaggschiffs vorstellig. Abgerundet wird Audis Neuheiten-Reigen mit dem besonders sportlich ausgelegten RS5 - mit 450 PS das neue Flaggschiff der A5-Baureihe.

Ein Auto zum Träumen und Staunen ist der Kombi-Umbau eines Bentley Continental GTC. Das Einzelstück wurde vom Mailänder Karossier Carrozzeria Touring Superleggera aufgebaut. Der Zweitürer mit großer Heckklappe soll vier Sitzplätze bieten. Bentley selbst prescht noch mit der Supersports-Version des Continental Convertible vor, die stolze 630 PS stark und 325 km/h schnell sein soll.

Bertone hat auf Basis des Alfa Romeo 8C ein nur 1.000 Kilo leichtes Sportwagen-Coupé aufgebaut. Die halb durchsichtigen Flügeltüren des Pandion getauften Einzelstücks erstrecken sich auf die gesamte Fahrzeuglänge. Mit 3,60 Meter Öffnungs-Höhe gestalten sich Tiefgaragen-Besuche schwierig.

Neuer BMW 5er

Aufsehen dürfte auch BMWs neuer 5er erregen. Optisch passt sich das Modell der oberen Mittelklasse zwischen 3er, 5er GT und 7er ein. Mehr PS, mehr Platz, weniger Verbrauch – so lauten die standesgemäßen Neuerungen beim Generationswechsel. Und ja, teuer ist er auch wieder. Noch als Studie präsentiert BMW den 5er zudem in einer Hybridversion. Kombiniert werden hier ein Sechs-Zylinder-Benziner mit 40-kW-Elektromotor und einer Acht-Gang-Automatik. Ganz ohne Verbrennungsmotor kommt die E-Mobil-Studie ActiveE aus. Auf Basis des 1er Coupés soll dieses Concept einen Ausblick auf kommende E-Fahrzeuge von BMW geben. Zusätzlich zeigt BMW erstmalig in Genf die edlen 3er-Derivate Coupé und Cabriolet in dezent gelifteten Versionen und mit neuen Antriebs-Optionen. Auch der X5 steht optisch und technisch aufgefrischt in Genf. Leicht auf dicke Hose macht der X6 mit einem neuen Performance-Paket.

Mercedes-Tuner Brabus hat für Genf das E-Klasse Coupé mächtig mit Muskeln versehen. Das E V12 Coupé soll mit einem 800 PS starken 6,3-Liter-Zwölf-Zylinder in unter vier Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 350 km/h maximal schaffen. Der Preis soll bei fast einer halben Million Euro liegen.

Ein besonders exotischer Gast in Genf ist die in Malaysia ansässige Auto-Manufaktur Bufori. Seit bereits vielen Jahren bieten die Firma mit dem La Joya ein technisch modernes, zweitüriges Sportcoupé, das optisch allerdings an den Autobau der 1930er Jahre erinnert. Eine ähnlich gewagte Formensprache bietet nun der Geneva, der als 5,30 Meter lange Nobelkarosse mit viel Luxus und 430 PS für viel Aufsehen als auch Verwirrung sorgt.

Der im Saarland beheimatete Mercedes-Veredler Carlsson wird sein erstes eigenes Fahrzeug vorstellen. Der C25 basiert zwar auf dem Chassis des Mercedes SL 65, doch die Karosserie wurde vom Tuner selbst entwickelt. Der über 700 PS starke Supersportler beeindruckt mit einer ergreifenden Optik und einem extrem hohen Preis von 429.000 Euro.

Citroën wird in Genf einen Ausblick auf den neuen C4 geben. Allerdings wird auf der Messe noch eine futuristisch anmutende Vorab-Studie namens DS High Rider mit Hybridantrieb gezeigt. DS steht übrigens für ein neues Nobel-Label von Citroën; Anfang 2010 wird als erster Vertreter dieser neuen Premium-Division der DS3 auf den Markt kommen. In Genf werden die Franzosen den DS3 in der 200 PS starken Sportversion Racing präsentieren. Noch deutlich sportlicher sieht die Studie Survolt aus, eine Wahrwerdung wilder Spoiler-Phantasien. Trotz der betont sportlichen Optik soll die 3,85 Meter kurze Flunder dank eines Hybridantriebes recht sparsam sein.

Dacias erster SUV

Ein weiterer Neuling aus Frankreich ist der Duster von Renault-Tochter Dacia. Das 4,31 Meter lange SUV bietet eine Bodenfreiheit von mindestens 20 Zentimetern. Nur gegen Aufpreis wird es einen Lamellen-Kupplung-Allradantrieb geben, den Allianz-Partner Nissan beisteuert. Als Motoren werden zwei 1,5-Liter-Diesel mit 86 und 106 PS sowie ein Benziner mit 110 PS zur Wahl stehen. Die Preise für den Preisbrecher beginnen bei rund 12.000 Euro.

Der Auto-Zulieferer Edag stellt eine weiterentwickelte Version seiner Elektroauto-Studie Light Vision vor. Höhepunkt des aktualisierten Prototyps ist ein Leichtbau-Chassis aus Alu. Damit soll das Gesamtgewicht des Fahrzeugs samt der Batterien für 150 Kilometer Reichweite nur 1,2 Tonnen wiegen.

Fiat stellt auf seinem speziellen Abarth-Stand die Starkversion des 500C vor. Der Frischluft-Flitzer soll mit 140 PS den 100-km/h-Sprint in acht Sekunden bewältigen und über 200 km/h schnell werden.

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Erst Anfang 2010 überraschte Ford mit der Präsentation des neuen Focus in Detroit. In Genf ist nun erstmalig die Kombiversion Turnier zu sehen, die optisch wie ein verkleinerter Mondeo wirkt. Daneben präsentieren sich die gelifteten Vans Galaxy und S-Max erstmalig auf einer internationalen Leitmesse.

Mit leicht aufpolierter Optik bringt Honda seinen Tiguan-Gegner CR-V mit nach Genf. Kühlergrill, Scheinwerfer, Front- und Heckschürze wurden modifiziert. Der Diesel wird 150 statt bisher 140 PS leisten. Vom Hybrid-Sportcoupé CR-Z haben die Japaner zudem die Euro-Version in Genf dabei, die bereits im Frühjahr 2010 auf den Markt kommen soll. Eine schicke Hülle, ein futuristischer Innenraum sowie über 120 PS bei nur fünf Liter Verbrauch zeichnen den knapp über 20.000 Euro teuren 2+2-Sitzer aus. Schließlich haben die Japaner noch zwei Elektrofahrzeug-Studien dabei. Mit dem Dreirad 3R-C will Honda zeigen, wie sich eine einzelne Person in Zukunft im Stadtverkehr fortbewegen könnte. Der bereits auf der Tokio Motor Show 2009 präsentierte EV-N ist hingegen ein knuffiger Kleinwagen im Retro-Look.

Hyundai bietet einen Ausblick auf den Sonata-Nachfolger, der vermutlich i50 heißen wird. Die Vorab-Studie HED-7 i-flow ist ein noch recht futuristisch angehauchter Ausblick auf dieses künfitge Mittelklasse-Modell. Mit diversen konkaven und konvexen Lichtkanten im Blechkleid übernimmt das Fahrzeug optisch die mit dem ix35 eingeführte Designlinie.

Das italienische Design-Studio IDEA (Institute of Development in Automotive Engineering) enthüllte in Genf erstmalig die viertürige Design-Studie Sofia. Der Viersitzer verzückt mit einer sportlich-eleganten sowie eigenständig wirkenden Außenhülle. Unter seiner kurvenreichen Hülle soll zudem ein effizienter Hybrid-Antrieb stecken.

Die in Turin beheimatete Designhochschule IED macht mit der Konzeptstudie Eye auf sich aufmerksam. Der sehr ungewöhnlich gestaltete 2+2-Sitzer hat einen rein elektrischen Antrieb der Elektro-Pioniere Tesla.

Der Nissan-Ableger Infiniti wird auf dem Auto Salon eine besonders wichtige Modell-Erweiterung vorstellen. Die M-Baureihe, ein E-Klasse-Gegner, wird mit neben den Benzinvarianten M37 und M56 noch in einer Diesel-Version nach Europa rollen. Außerdem zeigen die Japaner den M in einer effizienten Hybrid-Version als seriennahe Studie.

Italdesign Giugiaro präsentiert mit dem Emas eine Familie von Kleinwagen mit Plug-in-Hybrid. Das Kleinwagen-Trio wurde in Kooperation mit Proton/Lotus entwickelt. Rein elektrisch sollen die Minis mit ihren zwischen 45 bis 75 kW starken E-Motoren rund 50 Kilometer weit fahren können. Ein als Stromgenerator fungierender Drei-Zylinder-Benziner kann Strom für deutlich größere Reichweiten produzieren.

Die britische Edelkatze XKR zeigt Jaguar in den beiden Ausstattungspaketen Black Pack und Speed Pack. Nomen est omen: Bei letzterer Version wurde die Topspeed-Sperre von 250 auf 280 km/h angehoben.

Kia zeigt den völlig neuen Sportage. Die Neuauflage wird länger, breiter sowie flacher und bietet entsprechend mehr Raum für Insassen und Gepäck. Der größere Radstand soll zudem für bessere Fahreigenschaften sorgen. Der Sportage kommt mit modernen Diesel- und Benzinmotoren in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf den Markt. Ausblick auf eine fernere Zukunft bietet die Studie Venga EV. Ausgestattet ist der Minivan mit einem 80-kW-E-Motor und einer 24-kW-Batterie. Der Lithium-Ionen-Polymer-Stromspeicher soll bis zu 180 Kilometer Reichweite bieten.

Ein sehr ungewöhnlicher Genf-Gast ist die saudi-arabische King Saud University. Mit dem Gazal stellen die Araber eine Design-Arbeit ihrer Studenten vor. Dabei wurde auf ein bestehendes SUV-Chassis eine eher klassisch anmutende Geländewagen-Karosserie aufgesetzt. Ein Serienbau ist nicht zu erwarten.

Die schwedischen Tempo-Spezialisten von Koenigsegg erweitern ihre Modellpalette. Parallel zur CC-Baureihe wird es künftig noch den Agera geben. Die Extrem-Flunder soll mit über 900 PS den 100-km/h-Sprint in knapp drei Sekunden knacken. Und auch der Preis wird sich sicher in ähnlich phantastische nSphären bewegen.

Auf der Frankfurter IAA zeigte Lexus ihr künftiges Kompaktmodell noch als Studie LF-CH, in Genf folgt bereits die endgültige Serienversion. Diese heißt CT 200h und verfügt gleich noch über einen effizienten Hybridantrieb, der technisch mit dem des Prius identisch ist.

Über 400 PS stark und um gut 200 Kilo leichter - so stellt Lotus sein Top-Modell Evora in einer reinen Rennversion zum ersten Mal außerhalb von England vor. Ebenfalls auf Basis des Evora ist die Hybridstudie 414E zu sehen. Der über 400 PS starke Sportwagen mit reinem Elektroantrieb verfügt zusätzlich über einen kleinen Benzinmotor, der allein als Stromgenerator eine Reichweite von über 400 Kilometer garantieren soll. Optisch überarbeitet und mit neuer Basismotorisierung zeigt sich auf dem Lotus-Stand außerdem noch die Sportwagen-Ikone Elise.

Mit Breitbau-Kit und viel Sicht-Karbon ausgestattet, hat der Fahrzeugveredler Mansory einen Aston Martin DB9 an den See geschickt. Der Cyrus getaufte Umbau wurde auch innen sehr umfangreich überarbeitet.

Mazda fährt in Genf mit dem völlig neuen 5 vor. Trotz der stark überarbeiteten Außenhaut wird der Siebensitzer auch in seiner zweiten Auflage mit besonders ausgeklügelter Innenraum-Variabilität und praktischen Fondschiebetüren auf Kundenfang gehen. Effizientere Motoren, eine verbesserte Aerodynamik und ein Start-Stopp-System werden zudem für weniger Spritverbrauch sorgen. Sein Marktstart ist für Herbst 2010 vorgesehen.Noch vorher, nämlich schon kurz nach seiner Genf-Premiere, bringt Mazda den 6 in leicht überarbeiteter Form und mit neuem Benzin-Direkteinspritzer auf den Markt. Schließlich wird der MX-5 in der Sonderedition 20th Anniversary zu sehen sein.

Mercedes hat nun endlich sein E-Klasse Cabriolet fertig. Passend zum Frühling wird es in Genf Europa-Premiere feiern. Der elegante Viersitzer wird wie sein Vorgänger CLK Cabrio über ein vollelektrisches Stoffdach verfügen. Einen Ausblick auf das Design des kommenden CLS und der nächsten C-Klasse-Generation sowie auf künftige Öko-Antriebe gibt die Studie F 800 Style. Das sehenswerte Konzeptfahrzeug bietet noch eine Reihe weiterer Innovationen und Ausblicke. Schließlich sorgt ein komplett neuer 5,5-Liter-V8-Benziner beim S 63 AMG für deutlich weniger Verbrauch. Der Biturbo-Benziner leistet wie sein Vorgänger-Aggregat 525 PS, soll aber rund zehn statt der bisherigen 14 Liter verbrauchen.

Kleine Matsch-Freunde

In Genf feiert mit dem Countryman Minis erstes SUV-Modell vor. Entsprechend bietet das 4,10 Meter lange Modell etwas mehr Platz für Gepäck und Passagiere. Zur Wahl stehen ab Herbst 2010 fünf Motoren mit 90 bis 184 PS und ein optionaler Allradantrieb.

Etwas größer als das neue SUV-Modell von Mini wird der neue Mitsubishi ASX ausfallen. Die Japaner zeigen mit dem gut 4,30 Meter Crossover eine Mischung aus SUV und Kompaktwagen. Vorgestellt wird der Optional-Allradler mit einem 1,8-Liter-Turbodiesel. Ab Frühsommer 2010 soll der Wagen auch in Deutschland zu haben sein. Die Jet-Fighter-Front des ASX mit mächtigem Kühlergrill wird künftig auch das Gesicht des größeren Outlander prägen. Zusätzlich zu dieser neuen optischen Note wird sich das D-Segment SUV in Genf außerdem noch mit Doppel-Kupplungs-Getriebe präsentieren. Die bereits in Tokyo vorstellige Plug-in-Hybrid-Studie PX-MiEV rundet den Mitsubishi-Auftritt ab.

Nissan zeigt in Genf einen Blumenstrauß an Serien-Neuheiten. Optisch und technisch verfeinert, präsentiert sich das Kompakt-SUV Qashqai. Neben LED-Rückleuchten gibt es eine 106 PS starke Sparversion mit 1,5-Liter-Diesel, die sich mit weniger als fünf Litern auf 100 Kilometer begnügen soll. Noch genügsamer ist der völlig neue Micra, der mit einem 108 PS starken 1,2-Liter-Kompressor-Benziner lediglich vier Liter Sprit konsumiert. Darüber hinaus bietet die vierte Generation des Kleinwagens mehr Platz für Passagiere und Gepäck sowie ein konventionelleres Design als noch der Vorgänger. Ganz und gar unkonventionell gezeichnet wurde hingegen das kleine SUV Juke. Der 4,14 Meter lange Allradler geht mit bis zu 190 PS starken Motoren und Gaga-Design ab Herbst 2010 zu Preisen ab etwa 17.000 Euro an den Start.

Mit Selbstmördertüren

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Opel bringt kurz nach dem Astra mit dem Meriva ein weiteres wichtiges Volumenmodell in einer Neuauflage. Das kleine Stauraum-Wunder macht mit nach hinten öffnenden Fondtüren von sich Reden. Der optisch gelungene Kleinwagen-Van soll ab 15.000 Euro zu haben sein. Ebenfalls Aufmerksamkeit dürfte die neue Opel-Studie Flextreme GT/E erregen, die sich durch spannendes Design und Effizienz-Innovationen auszeichnet und über einen elektrischen Antrieb mit Benzinmotor als Reichweiten-Verlängerer verfügt. Der technisch leicht aufgewertete Corsa wird den Opel-Auftritt abrunden.

Pagani will mit dem Zonda Tricolore die italienische Kunstflugstaffel "Frecce Tricolori" ehren. Das über eine Million Euro teure Einzelstück fährt allerdings nicht ganz so schnell wie die Düsenjets. Ein 670 PS starker Mercedes-V12 macht die Flunder bis 350 km/h schnell.

Zukunftsvisionen

Peugeot wird nach Genf ein besonders ansehnliches Cabriolet bringen. Die Studie SR 1 mit etwas Aston-Martin-Flair ist allerdings ein Ausblick auf eine etwas weiter entfernte Zukunft. Vor allem soll der SR 1 zeigen, welches Design künftige Peugeot-Modelle prägen wird. Auch das überarbeitete Löwen-Logo lässt sich auf dem Prototyp bewundern. Ob der rassige Flitzer in Serie gehen wird, ist allerdings ungewiss. Ein sicherer Serienstart steht hingegen der eleganten Limousine 508 bevor. Der Nachfolger von 407 und 607 wird in Genf allerdings noch als Studie 5 vorgestellt.

Die Designschmiede Pininfarina zeigt die besonders sehenswerte Studie eines Alfa Spider. Mit dem 2uettottanta genannten Konzeptfahrzeug will man zugleich das 100jährige Firmenbestehen von Alfa Romeo ehren.

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Elektro-Zukunft

Bereits 2009 stellte die schweizerische Firma Protoscar mit dem Lampo einen Elektro-Roadster vor. Ein Jahr später werden die alpenländischen Tüftler eine verbesserte Version namens Lampo2 präsentieren. Das Showcar kann bis zu 350 PS mobilisieren, die den offenen Stromer in gut fünf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultieren und 200 km/h schnell machen sollen. Die Lithium-Ionen-Batterie ist gut für 200 Kilometer Reichweite, per Schnell-Lademodus soll sich in zehn Minuten Strom für weitere 100 Kilometer laden lassen. Ein Serienbau des Lampo2 ist offiziell nicht geplant.

Porsche zeigt ein starkes Elfer-Doppel: Mit dem 911 Turbo S nehmen die Schwaben ab Mai 2010 die bislang stärkste Variante ihrer Sportwagen-Ikone ins Programm. Neben diesem 530-PS-Renner wird außerdem die Rennversion 911 GT3 R Hybrid vorstellig. Zwei je 60 kW starke E-Motoren sorgen hier an der Vorderachse für mehr Schub und Effizienz. Der Clou: Statt Batterien versorgt ein Schwungradspeicher die E-Motoren mit Energie.Wichtigste Serien-Neuheit ist allerdings die zweite Cayenne-Generation, die bei geringem Größenzuwachs deutlich leichter und sparsamer ist. Sogar eine Voll-Hybridversion vom Cayenne wird in Genf zu bestaunen sein. Ebenfalls mit Hybrid-Antrieb ausgestattet, ist die Studie 918 Spyder wohl die größte Messe-Überraschung. Die Acht-Zylinder-Mittelmotorflunder mit Elektrozusatz, die mit phänomenalen Fahrleistungen beeindruckt, ist ein wohl konkreter Ausblick auf einen Nachfolger für den legendären Carrera GT und soll laut Walther Röhrl in unter 7.30 Minuten die Nordschleife umrunden.

Die Cabrio-Offensive

Nach seiner E-Mobil-Offensive auf der Frankfurter IAA kommt Renault nach Genf mit zwei Frischluft-Varianten. Auf Basis des Twingo wird der zweisitzige Roadster Wind mit einteiligem Klappdach seine Weltpremiere erleben. Ihm zur Seite wird Renault außerdem den viersitzigen Mégane CC mit variablem Festdach stellen. Die vollautomatische Haube beeindruckt durch einen besonders hohen Glasanteil.

Der Schweizer Autozulieferer Rinspeed zeigt auf seiner Hausmesse wie jedes Jahr eine Studie. Diesmal handelt es sich um das nur 2,50 Meter kurze Elektromobil UC?. Der Prototyp sieht aus wie ein auf Smart-Format geschrumpfter Fiat 500. Der bis zu 110 km/h schnelle Zweisitzer soll mit seinen Li-Tec-Batterien bis zu 120 Kilometer weit fahren können. Laut Rinspeed handelt es sich beim UC? zwar um ein Konzept, allerdings mit Großserien-Potenzial. Vielleicht macht der UC? ja eine ähnliche Karriere wie einst der Smart, der ja auch schweizerische Anschubhilfe benötigte.

Einen Ausblick auf die Kombiversion des Ibiza hat Seat mit der seriennahen Studie IBZ im September 2009 auf der IAA gegeben. In Genf zeigen die Spanier den nutzwertigen Kleinwagen im endgültigem Serienoutfit als Ibiza ST. Der 4,23 Meter lange Transport-Ibiza bietet einen 430-Liter-Kofferraum, der sich leicht erweitern lässt. Zum Marktstart im Frühsommer stehen drei Diesel- und drei Benzinmotoren zur Wahl. Einen entfernten Ausblick auf Serienmodelle bietet die Studie IBE. Der rein elektrisch betriebene Kleinwagen deutet sowohl die künftige Designsprache der spanischen VW-Marke an und weist außerdem auf eine effiziente und umweltfreundliche Antriebszukunft.

Ein technisch naher Verwandter des Ibiza ist der Skoda Fabia. Der tschechische Kleinwagen wird in Genf in der Steilheckversion und als Kombi mit leichten optischen Retuschen und technischen Verbesserungen ins Frühjahr 2010 starten. Sogar eine 180 PS starke RS-Version wird Skoda künftig vom Fabia anbieten. Auch der Minivan Roomster wird in aufgefrischter Form präsentiert.

Fliegender Holländer

Erstmals offiziellen Messe-Boden wird der Spyker C8 Aileron Spyder in Genf betreten. Der gut 400 PS starke Holländer mit vollelektrischem Stoffdach soll Mitte 2010 auf den Markt kommen und wird vermutlich gut 200.000 Euro kosten.

Der japanische Allradspezialist Subaru hat mit der spektakulär gestalteten Desig-Studie Hybrid-Tourer einen veritablen Hingucker auf seinem Genf-Stand. Die riesigen, nach oben öffnenden Türen ermöglichen einen direkten Einstieg für Front- und Fond-Passagiere. Sein Hybridantrieb kombiniert zwei Elektromotoren und einen Zwei-Liter-Boxer-Turbo. Wesentlich konventioneller kommt die optisch auf Offroader getrimmte Impreza-Variante XV, die bereits im Sommer 2010 auf den Markt kommen soll.

Toyota zeigt sein Kompakt-Modell Auris in gelifteter Version. Der Golf-Gegner hat unter anderem eine neue Front- und Heckschürze, modifizierte Leuchten und einen neuen Kühlergrill erhalten. Die Motoren sind zudem effizienter. Besonders sparsam wird die Auris-Hybridversion HSD, die sich im endgültigen Serienornat präsentiert. Ebenfalls aussen und innen geliftet präsentiert sich auch das kompakte SUV-Modell RAV4.

Der in Finnland beheimatete Fahrzeug-Entwickler und -Produzent Valmet zeigt in Genf die Kleinwagen-Studie EVA mit reinem Elektro-Antrieb. Der besonders leichte 2+2-Sitzer soll bis zu 160 Kilometer Reichweite bieten.

Mit dem S60 bringt Volvo eine Neuauflage seiner coupéhaft akzentuierten Mittelklasse-Limousine. Neben neuer Eleganz bietet der S60 neue Motoren und neue Sicherheits-Features wie ein Fußgänger-Radar.

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Auch Volkswagen hat mit der nächsten Generation des Vans Sharan eine komplette Neuauflage im Genf-Gepäck. Der deutlich gewachsene und optisch ansprechende Siebensitzer bekommt dieses Mal sogar Schiebetüren. Darüber hinaus stellen die Wolfsburger die zweite Touareg-Generation vor, die in Genf auch in einer sparsamen Hybridversion (8,2 Liter, V6 Kompressor) gezeigt wird. Der Allradler wird zwar größer, dafür aber weniger wuchtig, 200 Kilogramm leichter und mit verbesserten Onroad-Fahreigenschaften antreten. Besonders sportlich rollt der Polo vor: Mit 180 PS und feschem Power-Dress stellen die Wolfsburger den kleinen GTI vor. Auch die SUV-artig angehauchten Styling-Varianten Cross Polo und Cross Golf haben in Genf Premiere.