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Artikel veröffentlicht am: 24.03.2011

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Bericht: Reifen selber wechseln

Selbstgemacht

Für den Wechsel von Winter- auf Sommerräder müssen Autobesitzer nicht unbedingt zu einer Fachwerkstatt fahren. Sind Reifen und Felgen in einem guten Zustand, können die Räder auch selbst getauscht werden. Die Experten der Gesellschaft zur technischen Überwachung (GTÜ) raten allerdings, dabei einige Punkte zu beachten.

Nicht nur die Reifen, sondern auch die Stahl- oder Aluräder sollten keine starken Beschädigungen aufweisen und rund laufen. Hatten die Räder vor dem Wechsel eine Unwucht (bemerkbar durch Zittern am Lenkrad), ist der Gang zum Händler unabwendbar.

Auf die Laufrichtung achten

Nachdem das Auto an der ersten Wagenheberaufnahme aufgebockt wird, ist beim Radwechsel auf die Laufrichtung der Reifen zu achten. Der Pfeil auf der Flanke muss in Laufrichtung immer nach vorne zeigen. Wird ein gebrauchter Reifensatz montiert, sollten die Räder nur von vorne nach hinten getauscht werden, nicht von rechts nach links. Dabei gehört das bessere Profil an die Hinterachse, weil diese das Fahrzeug stabilisiert. Bei der Montage dürfen nur die vorgesehenen Radschrauben verwendet werden. Dabei werden sie mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nacheinander in diagonaler Reihenfolge angezogen. Ist das Drehmoment zu gering, können sich die Schrauben bei der Fahrt von selbst lösen, bei zu viel Kraft können die Schrauben die selbstsichernden Verbindungen zerstören. Spezielle Drehmomentschüssel für den Bereich zwischen 60 und 120 Newtonmeter gibt es im Fachhandel.

Reifendruck prüfenNach der Montage der Räder ist noch der richtige Reifendruck zu kontrollieren. Die Daten stehen meist im Tankdeckel, im Einstieg der Fahrertür oder in der Bedienungsanleitung des Autos. Nicht zu vernachlässigen ist dabei, falls vorhanden, das fünfte Rad am Wagen – das Reserverad im Kofferraum. (SP-X)