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Artikel veröffentlicht am: 05.02.2014

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Studie: Renault KWID

Überflieger

Einfach mal über den Dingen schweben und mit vorauseielender Vogelperspektive fahren – mit dieser eigenartigen Vision stellt Renault die Studie KWID auf der Delhi Motor Show vor. Verantwortlich für diesen besonderen Überblick ist ein kleiner Flugroboter, der als eine Art Satellit das SUVartige Showcar begleiten kann. Auch sonst hat die Design-Vision, die ein künftiges Modell für Schwellenländer-Märkte ankündigen dürfte, einige Kuriositäten zu bieten.  

Allein schon optisch ist der KWID ein Auto mit besonderer Ausstrahlung. Kurze Überhänge, riesige Räder sowie ausgeprägte Kotflügel und Schutzbeplankungen sorgen für einen martialischen Auftritt. Im Kontrast zur weitgehend grauen Außenhaut stehen einige grellgelbe Akzente. Diese befinden sich auch in den beiden Seitentüren, die sich in ebenfalls auffälliger Weise im Lambo-Style elektrisch öffnen.  

Kleines Auto für fünf Fahrgäste

Der Innenraum des nur 3,60 Meter kurzen KWID soll auf zwei Reihen fünf Personen Platz bieten. Wobei auf der Rückbank zwei Sitze vorhanden sind, während vorne drei Personen sitzen können. Auffällig sind die Sitzbezüge als auch einige Verkleidungselemente, die in ihrer Struktur an ein Vogelnestgewebe erinnern.

Ungewöhnlich auch: Das nach oben offene Lenkrad wurde zentral montiert, was es ermöglichen würde, den KWID baulich unverändert auf Rechts- als auch Linkslenker-Märkten anbieten zu können. Durch das Lenkrad hindurch blickt der Fahrer auf ein komprimiertes Kombiinstrument, flankiert wird der Arbeitsplatz von einem großen Display links und einer kleinen Bedieneinheit der Klimaautomatik rechts. Die Fondgäste können übrigens ihr Klima selbst justieren, denn der KWID verfügt hinten über eine separate Klimazone.

Mit integriertem Flugroboter

Im Wortsinn Höhepunkt des KWID ist jedoch sein im Dach geparkter Flugroboter. Die Drohne kann als eine Art Satellit das Fahrzeug begleiten und soll zum Beispiel Landschaftsaufnahmen aus der Vogelperspektive machen oder auch vorausschauend auf vor dem Fahrzeug liegende Hindernisse hinweisen können. Gesteuert wird der fliegende Begleiter entweder in einem Automatikmodus mit einer vorprogrammierten und vom GPS-System kontrollierten Flugroute. Alternativ lässt sich die Drohne auch manuell über ein bordeigenes Tablet steuern.

Weniger Spielerei-Charakter hat hingegen der Antrieb: Hierbei kommt der neueste 1,2-Liter-Turbobenziner mit vermutlich 115 PS zum Einsatz, der seine Kraft über das Doppelkupplungsgetriebe EDC an die Räder leitet. Der KWID soll in seiner Konzeption aber auch die Möglichkeit bieten, als batterieelektrisches Elektrofahrzeug gebaut zu werden. Wann es allerdings zum Bau eines entsprechenden Serienmodells kommen wird, ist noch ungewiss. Offen bleibt auch die Frage, ob Renault ein entsprechendes Mini-SUV-Modell dann auch in Europa anbieten wird. (mh)