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Artikel veröffentlicht am: 13.09.2005

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Studie: Ford Galaxy

Raumschiff Surprise

Überraschung gelungen: Nicht nur das Ford auf der IAA die beinahe serienreife Version des künftigen Galaxy zeigt. Zudem wurde bekannt gegeben, dass bereits kommendes Jahr ein etwas kleinerer, dafür eindeutig sportlich ausgelegter Van auf den Markt kommen wird.

Wie nah die Galaxy-Studie bereits an der Serie ist, zeigt allein die Benennung: Galaxy. Ohne einen Namenszusatz á la „Studie“, „Concept“ oder „Vision“. Doch das ist bei weitem nicht alles, was überrascht am Kölner Raumschiff, das in völliger Eigenregie entwickelt wurde und künftig ohne seine Geschwister namens Sharan oder Alhambra auskommen muss.

Man nehme die Größe: Zwar sind noch keine exakten Daten bekannt, doch der Drehteller, auf dem sich der Galaxy dem Frankfurter Publikum von allen Seiten zeigt, ist riesig. Dass der Wagen ausgesprochen elegant wirkt, liegt nicht alleine an seiner imposanten Länge.

Klare Linien

Das neue, so genannte kinetische Design von Ford ist deutlich wiederzuerkennen: Eine feine Lichtkante in der Flanke, eine leicht ansteigende Schulterlinie - gepaart mit der nach hinten abfallenden Dachpartie - und die präsent ausgestellten Radhäuser sollen „Dynamik im Stand“ ausdrücken. Die Front der Studie ist mit mitlenkenden Scheinwerfern versehen; am Heck gefällt die ausgesprochen niedrige Ladekante.

Im Innenraum des Galaxy tun sich unendliche Weiten auf. Die sieben Einzelsitze sind in drei Reihen angeordnet, wobei zwischen jeder ordentlich Beinfreiheit bleibt. Den unkomplizierten Einstieg nach ganz hinten gewährleisten die außerordentlich großen Fondtüren und der Umstand, dass die äußeren Sitze der zweiten Reihe nach vorne verschoben werden können. Wer den großen Ford ab und zu als Transporter nutzen will, kann die fünf klappbaren Einzelsitze der beiden hinteren Sitzreihen in den Boden versenken und eine ebene Ladefläche schaffen.

Licht und Schachteln

Doch dass der künftige Galaxy mehr luxuriöser Reisevan denn schnöder Lastenkarren sein wird, lässt sich am besten an der Interieurgestaltung erkennen. Zugegeben, das klare, schlanke Cockpitdesign mit großzügig verwendetem Holz- und Aludekor erinnert ein wenig an den VW Passat. Möglicherweise gewollt? Damit nicht genug der Best-practice-Elemente im Galaxy: Das Glasdach mit den mittig auf der ganzen Dachlänge angeordneten Staufächern ist in ähnlicher Form bereits für den neuen Opel Zafira als Sonderausstattung erhältlich.

Neu ist das Bedienkonzept „HMI“ (Human Machine Interface). Dabei handelt es sich um Bedienelemente an beiden Seiten des Lenkrads, die mit den unterschiedlichsten Funktionen belegt werden können - je nach Präferenz des Fahrers.

Auf den Markt kommen wird der neue Galaxy bereits in 2006. Ebenso sein kleinerer Bruder, der Anfang dieses Jahres in Genf unter der Bezeichnung „SAV Concept“ vorgestellt wurde.