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Artikel veröffentlicht am: 01.12.2017

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Erster Test: Opel Grandland X 2.0 Diesel

Neue Motoren für Vielfahrer

Neues Jahr, neue Motoren: Opel wird 2018 seine Modellreihen mit neuen Triebwerken aufwerten. Den Anfang macht im Januar der Grandland X. Ein 2,0-Liter-Diesel mit 130 kW/170 PS und Achtgang-Automatik erweitert dann das Motorenangebot für den Crossover. Mindestens 37.320 Euro werden für diese Motor-Getriebe-Variante fällig. Außerdem gibt es mit Ultimate (34.240 Euro in Verbindung mit dem 96 kW/130 PS starken Benziner) eine weitere Top-Ausstattungslinie.

Mit dem 4,48 Meter langem Grandland X hat Opel sein SUV-Crossover-Angebot ausgebaut und stellt Mokka X (4,28 Meter) und Crossland X (4,21 Meter) einen größeren Hochbeiner zur Seite. Dieser wurde wie der Crossland X schon vor der Übernahme der Rüsselsheimer durch PSA als Gemeinschaftsprojekt mit Peugeot entwickelt. Mit eigenständigem Opel-Außen- und Innendesign setzt sich das deutsche Pendant vom Konzernbruder Peugeot 3008 ab.

Ab Januar legen die Rüsselsheimer nach

Zur Markteinführung Ende Oktober standen nur zwei Motoren für das SUV zur Wahl, ein 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 96 kW/130 PS und ein 1,6-Liter-Selbstzünder mit 88 kW/120 PS. Beide Aggregate sind alternativ statt mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe auch mit einer Sechsgang-Automatik erhältlich. Ab Januar legen die Rüsselsheimer nun mit dem Zweiliter-Diesel eine Schippe drauf. Den steuert übrigens wie die anderen Motoren beim Grandland X Peugeot bei.

Der 170 PS starke Selbstzünder mit SCR-Kat dürfte vor allen Dingen Vielfahrer ansprechen, die etwas mehr als die bislang angebotenen Motorendurchschnittskost goutieren. Die technischen Daten lassen schon einmal hoffen. 400 Nm, ein Spitzentempo von 214 km/h, von 0 auf 100 km/h in 9,1 Sekunden und ein Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern klingen in der Theorie nicht schlecht. Und in der Praxis?

Nach Start schon reichlich Kraft vorhanden

Bei ersten Testfahrten auf schnellen Autobahnabschnitten und kurvigen Taunusstraßen durfte der Motor sein Temperament und seine Durchzugskraft unter Beweis stellen. Da das Drehmoment ab 2.000 Umdrehungen anliegt, ist gefühlt kurz nach Start schon reichlich Kraft vorhanden. Und nicht nur gefühlt. Innerorts ist entspanntes Cruisen angesagt, mit Erreichen der Autobahn treibt der Tritt aufs Gaspedal die Pferdchen vom sanften Traben zum Galopp an. Tempo 100 ist schnell erreicht; danach geht es mit stetigem Vorwärtsschub Richtung 180 km/h. Mehr ließ die Verkehrslage nicht zu. Das Schöne: Da geht noch was. Auch die Beschleunigung zwischen Tempo 160 und 180 verläuft ohne Murren oder Anstrengung und der Motor agiert dabei sehr leise. Die Achtgang-Automatik wechselt derweil unaufgeregt die Gänge. Geht es etwas fahraktiver auf kurvigen Straßenabschnitten zu, bleibt die Automatik bei ihrem unauffälligen Gebaren. Keine Verzögerung beim Rauf- oder Runterschalten.

Der Grandland X ist zudem angenehm sportlich-komfortabel abgestimmt. Man kann mit ihm schnell um die Kurven eilen, man muss es aber nicht tun. Als Reiseauto für lange Strecken dürfte sicherlich der Wunsch nach entspannt-zügigem Vorwärtskommen im Vordergrund stehen. Ob sich der Normverbrauch realisieren lässt, muss dagegen erst in einem Alltagstest überprüft werden. Apropos Alltag: Bis zu zwei Tonnen dürfen hier an den Haken genommen werden. Allerdings verfügt das Fahrzeug bislang nur über Frontantrieb, der auf Wunsch durch eine elektronische Traktionskontrolle aufgepeppt werden kann.

Die Wahl wird aufwendiger

Wer sich für den starken Diesel interessiert, muss mindestens 37.320 Euro für das gut ausgestattete Komfortniveau Innovation investieren. Hier gehören unter anderem das adaptive LED-Licht, Rückfahrkamera, zahlreiche Assistenten sowie die langstreckentauglichen Ergonomiesitze zum Serienumfang.

Wenn das Geschäftskundenbudget noch mehr hergibt und es schnell gehen soll: Die Ausstattungslinie Ultimate (ab 42.610 Euro in Verbindung mit dem 2.0 Diesel) richtet sich Vielfahrer und an Ungeduldige, die sich nicht entscheiden können. Diese Ausstattungsversion bündelt die wichtigsten Komfort- und Sicherheitsfeatures. Weitere Konfigurationen sind nicht möglich. Damit können die Produktionszeiten knapp gehalten werden. Kunden müssen sich nur noch für einen Motor entscheiden.

Diese Wahl wird zukünftig aufwendiger. 2018 dürfte ein weiterer Motor Einzug im Grandland X halten. Der 121 kW/165 PS starke Otto aus dem Peugeot 3008 wird sicherlich das Benzinerangebot nach oben abrunden. Der angekündigte Plug-in kommt aber erst 2019. Dann lässt sich auch „Allrad“ umsetzen. Die E-Motoren des Plug-in werden zusätzlich die Hinterachse antreiben, so dass zumindest bis Tempo 120 oder 130 Allrad möglich sein wird. (sp-x/em/jms)