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Artikel veröffentlicht am: 17.12.2008

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Studie: Volvo S60 Concept

Vision der Neuversion

2010 kommt die Neuauflage des Volvo S60. Noch deutlich vor diesem Termin verraten die Schweden mit einem spannenden und verspielten Vorab-Konzept viel von der künftigen Serienversion. Premieren-Bühne ist die Detroit Motor Show Anfang Januar 2009. Wir sagen Ihnen, was vom S60-Ausblick in Serie geht und was Studie bleiben wird.

Sicher ist, dass die S60-Neuauflage dynamischer daherkommt. Die sportlichere Aura wird vor allem von einer stark coupéhaften Silhouette geprägt. Die bereits mit der Studie präsentierte, elegant gestreckte Dachlinie wird auch in sehr ähnlicher Weise das viertürige Serienmodell entsprechend akzentuieren.

Ein weiteres optisches Detail mit besten Chancen auf Verwirklichung ist die nach hinten aufsteigende Schulterlinie. Auch die Front mit charaktervollen Luftöffnungen in der Schürze, mächtigem Kühlergrill, gepfeilter Motorhaube und weit in die Flanke reichenden Scheinwerfer-Einheiten hinterlassen einen bereits seriennahen Eindruck.

Show-Türen

Das Heck der S60-Studie schmücken bogenartige Rückleuchten, die sich zusammen mit einer Stufe im Kofferraumdeckel ebenfalls als heiße Serien-Kandidaten empfehlen. Die in die Heckschürze integrierten dreieckigen Auspuffendrohre werden hingegen nur schöner Schein bleiben.

Ebenfalls reines Showelement ist das riesige Glasdach. Zwar gibt es bereits viele Serienmodelle mit großem Panoramadächern, doch eine von Front- bis Heckscheibe durchgehende Variante wird es auch künftig im Serienbau nicht geben. Ebenso sind der Verzicht auf B-Säulen und die an den C-Säulen angeschlagenen und über einen raffinierten Mechanismus weit nach hinten öffnenden Fondtüren klassische Luxuslösungen für Bühnenautos.

Innere Werte

Dafür sorgen Glasdach und Türenkonzept für einen besonders guten Einblick in das schicke Innere des S60 Concept. Dieses wurde mit viel Holz, Metall und edlem Leder klassisch aufgehübscht und beeindruckt zudem mit einer futuristischen Atmosphäre. Unter anderem das vielfarbig beleuchtete Rundinstrument im Armaturenträger, das Drehzahlmesser und Tacho vereint, bleibt wohl nur dem Concept vorbehalten. Ebenfalls nur ein verspieltes Design-Experiment ist die zwischen beiden Sitzreihen durchgehende Mittelkonsole aus Kristallglas. Der Serien-S60 wird mit derartigen Extravaganzen die Insassen leider nicht verwöhnen.

In der S60-Studie stecken neben durchsichtigen auch unsichtbare Innovationen, die schon bald in Volvo-Serienmodellen verfügbar sein werden. Dazu gehört eine Weiterentwicklung des City-Safety-Assistenten, der beim neuen XC60 bereits zur Serienausstattung gehört. In der S60-Studie wurde seine Funktionalität erweitert. Grundsätzlich überwacht City-Safety über Radar und Kamera den Bereich vor dem Fahrzeug, warnt den Fahrer vor gefährlichen Hindernissen und kann den Wagen vor einem Aufprall selbsttätig stoppen. Beim XC60 geht dies bei Geschwindigkeiten bis 15 km/h und größeren Hindernissen. In der S60-Studie kann das System zudem Fußgänger als Hindernisse erkennen und eine Kollisionsverhinderung bis 20 km/h gewährleisten. Bei Geschwindigkeiten darüber verringert das System immerhin die Aufprallgeschwindigkeit.

Seriennaher Sparmotor

Schließlich verfügt die S60-Studie noch über einen seriennahen Antrieb. Hierbei handelt es sich um einen 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung. Immerhin 180 PS soll der Vierzylinder damit mobilisieren aber nur rund fünf Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrennen, was umgerechnet in CO2 119 Gramm pro Kilometer bedeutet. (mh)