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Galerie: Grenzbereich Mit dem Mini zum Kitesurfen

Grenzbereich: Mit dem Mini zum Kitesurfen

Drachenkampf

17.07.2013

Jahr für Jahr stürzen sich auf Sylt die besten und wagemutigsten Kitesurfer in die Brandung und lassen sich im Rahmen der Europameisterschaften von ihren über 20 Quadratmeter großen Drachen übers Meer ziehen. Hauptsponsor dieses Events ist Mini. Ob das zusammenpasst, und ob man sogar mit einem Mini – in unserem Fall ein Cabrio und ein Roadster – zu zweit zum Kiten fahren kann, ohne dass der Kofferraum aus allen Nähten platzt, haben wir getestet.

Schon vor der Fahrt von Hamburg nach Sylt zeigen sich deutliche Unterschiede im Konzept von Roadster und Cabrio: beim Dachöffnen. Bequem faltet sich in letzterem die Stoffmütze per Knopfdruck selbsttätig zusammen, während im Roadster das Verdeck entweder komplett von Hand geöffnet, zumindest aber auf jeden Fall manuell entriegelt werden muss.

Während das Cabrio außerdem – theoretisch – vier Leuten Platz bietet, ist der Roadster konsequent als Zweisitzer ausgelegt. Außerdem sitzt man im Roadster mit dem Hintern näher am Asphalt und erlebt somit ein noch direkteres Fahrgefühl als man es ohnehin von Mini kennt, was auch dem niedrigeren Leergewicht von rund 100 Kilogramm gegenüber dem Cabrio je nach Motorisierung und Ausstattung geschuldet ist.

Besseren Windschutz und eine bessere Übersicht nach vorne bietet allerdings das Cabrio. Die Windschutzscheibe ist deutlich steiler und höher als die des Roadsters, was einen besseren Überblick verspricht. Beim Blick in den Innenspiegel sieht man allerdings überwiegend das recht hoch aufliegende Verdeck, hier hat der Roadster wieder die Nase vorn.

Gut 1.000 Euro Unterschied

Galerie: Grenzbereich Mit dem Mini zum KitesurfenDer Roadster bedient eine sportlichere Zielgruppe, zudem sollen besonders Männer angesprochen werden. Dies wird auch an der Motorenpalette deutlich. Die 98 PS starke Variante One sowie der Cooper D mit 112 Diesel-PS werden für den Roadster gar nicht erst angeboten. Hier markiert der 122 PS starke Cooper für 22.600 Euro das untere Ende der Fahnenstange.

Das Cabrio ist in der gleichen Motorvariante ab 23.650 Euro erhältlich. Somit bleiben hier rund 1.000 Euro weniger, die in Kitesurf-Equipment investiert werden können. Schließlich kostet alleine die Grundausstattung für den Trendsport gerne mal mehrere tausend Euro.

Jede Menge Gepäck

Galerie: Grenzbereich Mit dem Mini zum KitesurfenDie Kite-Surf-Ausrüstung besteht zum einen natürlich aus dem Drachen und dem Board. Zusätzlich ist die so genannte Bar unersetzlich, die als Verbindung zwischen Fahrer und Kite dient und eine Steuerung ermöglicht. Außerdem benötigt man ein Trapez, welches sich der Fahrer um die Hüfte schnallt und an dem die Bar befestigt wird. Gerade bei frischeren Temperaturen sollte man zusätzlich einen Neoprenanzug mit dabei haben; insgesamt also eine ganze Menge Gepäck, ob das gut geht?

Wir fangen mit dem Cabrio an, dessen Fondrückenlehnen sich zum Glück umlegen lassen. Bei geöffnetem Verdeck stehen lediglich 125 Liter Stauraum zur Verfügung. Ist die hintere Sitzreihe umgeklappt, werden bis zu 660 Liter daraus – damit kann man schon eher arbeiten. Das gesamte Equipment lässt sich selbst bei geöffnetem Dach verstauen und es bleibt sogar noch Platz für ein wenig Proviant, mehr aber auch nicht.

Bastellösung

Galerie: Grenzbereich Mit dem Mini zum KitesurfenGanz anders sieht die Sache beim Roadster aus, obwohl das Öffnen der Heckklappe zunächst überrascht: Mit 240 Litern ist der Gepäckraum beim Roadster fast doppelt so groß wie beim Cabrio – Zweisitzigkeit sei Dank! Dennoch muss selbst bei geöffneter Durchlade ein komplettes Set draußen bleiben, bis uns eine Idee kam Hinter Fahrer- und Beifahrersitz ist jeweils ein kleiner Spalt, der prädestiniert dafür scheint, ein Kiteboard darin zu platzieren.

Zugegeben, es sieht etwas ulkig aus, wie die Kiteboards in Überrollbügel-Marnier hinter den Sitzen hervorragen, allerdings passt so der komplette Rest der Ausrüstung problemlos in den Kofferraum. Fängt es dann jedoch zu regnen an, hat man ein Problem, denn das Verdeck geht definitiv nicht mehr zu und der Trip fällt früher als gewollt ins Wasser.

 
Fazit
 

Tammo Schäfer

So viel ist sicher: Sowohl Mini Roadster als auch Mini Cabrio sind fit für den Kitesurf-Ausflug. Aber bitte nur für einen oder maximal zwei Tage, denn viel mehr als die Ausrüstung passt in keines der beiden Autos.

Den cooleren Auftritt legt man sicherlich mit dem Roadster hin, wenn die Boards léger hinter den Rücksitzen hervorragen. Fängt es allerdings zu regnen an, gehen die Punkte an das Cabrio, denn dort kann man trotz der Kite-Ausrüstung an Bord einfach das Verdeck schließen und entspannt weiter Richtung Meer fahren.
 
 
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