Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Bei der Dreier-Reihe von BMW ist es schwierig, kein passendes Modell zu finden. Neben der klassischen Limousine haben die Bayern den Kombi (Touring), das sportive Coupé und für Oben-Ohne-Fans das Cabrio im Programm. Zudem sind ein intelligenter Allradantrieb und drei verschiedene Getriebearten verfügbar. Als Krönung gibt es die Sportskanone M3 - ebenfalls als Coupé, Cabrio und Limousine. Somitt kann der Kunde zwischen rund 60 Karosserie-Motor-Antriebsmöglichkeiten die passende aussuchen. Der AutoScout24-Kaufberater zeigt Ihnen, welcher Dreier der beste für Sie ist.
Sie haben die Wahl: Zwischen 115 und 420 PS gibt es in der BMW Dreier-Reihe insgesamt 13 Leistungsversionen, sechs Benziner und sieben Diesel. Allerdings gibt es die volle Motorenfülle lediglich bei der Limousine, bereits beim Touring fehlt beispielsweise der Basis-Diesel und das M-Modell, beim Coupé und Cabriolet zudem die Motoren unter 170 PS.
Die Karosseriewahl
Vor der Wahl des Motors und des Antriebs sollte man sich aber erst einmal im Klaren über die Karosserie-Variante sein. Zugegeben, wirklich viel Raum bietet keines der Dreier-Derivate. Tendenziell ist das Platzangebot mit dem eines geräumigen Kompakt-Fahrzeugs vergleichbar. Das ist aber wenig verwunderlich, betrachtet man die Abmessungen des Dreiers: Denn mit 4,53 Meter Länge ist die Limousine zwei Zentimeter kürzer als ein VW Jetta und nur drei Zentimeter länger als ein Renault Mégane Grandtour oder ein Peugeot 308 SW. Die direkte Konkurrenz a la Audi A4 besitzt da mittlerweile ein Längenplus von 17 Zentimetern. In der Breite liegt die Kompakt-Klasse sowieso schon auf dem Niveau der Mittelklasse. Kurios: Coupé und Cabriolet sind mit 1,78 Metern fast vier Zentimeter schmaler als Limousine und Touring, gleichzeitig aber gut fünf Zentimeter länger.
Die Limousine
Gut 38 Prozent der deutschen Dreier-Käufer entscheiden sich für das Stufenheck. Damit stehen sie in der Weltrangliste der Dreier-Limousinen-Verkäufe hinten an. Denn in Europa wählen durchschnittlich 44 Prozent der 3er-Käufer die Limousine, weltweit sind es gar mehr als 56 Prozent.
Als klassische Stufenheck-Limousine hat der Dreier seit dem Facelift im Herbst 2008 deutlich an Kontur gewonnen. So wurde die Motorhaube neu modelliert, die Stoßfänger modifiziert und die Blinkleuchten rundherum mit LEDs bestückt – unabhängig ob der Käufer nun Halogen-Scheinwerfer oder das aufpreispflichtige Bi-Xenonlicht wählt. Vorne ragt das massige Armaturenbrett weit in den Innenraum, hinten drückt’s schnell an Knien und Kopf. Dennoch lassen sich vier Erwachsene kommod auch über längere Strecken transportieren. In das Heck passen 460 Liter Gepäck.
Großer Vorteil der Limousine: Sie gibt es mit sämtlichen Motor-Varianten vom neuen 316d mit 115 PS bis hinauf zum 420 PS starken M3. Nicht weniger als 13 Leistungs-Varianten kann BMW hier den Kunden anbieten. Hinzu kommen fünf Versionen, die mit dem Allrad-Antrieb xDrive kombinierbar sind. Bei 28.400 Euro beginnt das BMW 3er-Vergnügen; die 318i Limousine stellt derzeit die günstigste Möglichkeit dar, BMW-Mittelklasse zu fahren.
Der Kombi
Wer mehr Kofferraum benötigt, greift zum Touring. So heißen BMW-Kombis seit Jahrzehnten. In Deutschland ist der Touring der beliebteste Dreier und stellt mit rund 43 Prozent fast die Hälfte aller Dreier-Verkäufe dar. Vergleicht man diese Zahl mit Europa (31 Prozent) und dem Weltmarkt (16,2 Prozent) wird einmal mehr klar, Deutschland ist Kombiland Nummer eins.
Dabei bietet der Gepäckraum unter dem ausziehbaren Rollo in Normalstellung erst einmal den gleichen Platz, wie die Limousine. Wer aber dachhoch belädt und die Rücksitzlehne umklappt, schafft bis zu annähernd 1.400 Liter in den Gepäckraum. Das sind zwar 200 Liter weniger als in einen Golf Variant passen, dafür ist der Touring aber hübsch.
An den Passagiereigenschaften ändert das Kombiheck indes nichts. Lediglich bei Bestellung des riesigen Panorama-Glas-Schiebedachs schrumpft die Kopffreiheit bei geschlossener Jalousie um einige Zentimeter. Preislich beginnt der Touring bei 30.050 Euro.
Das Cabriolet
Anders als Limousine und Touring kamen weder das Coupé noch das Cabriolet in den Genuss des Facelifts. Das liegt vor allem an der schon von Anfang an eigenständigen Front und der deutlich differenzierten Heck-Partie. So muss bei beiden Modellen auch auf die lichtstarken LED-Blinker verzichtet werden. Zudem sind die Rückleuchten und die Außenspiegel noch immer im älteren Design.
Dennoch entscheiden sich in Deutschland knapp neun Prozent aller Dreier-Käufer für das Oben-Ohne-Modell, was in etwa den europäischen Verkaufszahlen und auch dem Weltmarkt-Geschmack entspricht. Kein Wunder, so sieht das Dreier-Cabriolet doch trotz Hardtop gut aus, was im Hartklappdach-Segment eher selten der Fall ist.
Obwohl das Cabriolet mit knapp 4,60 Metern das längste Modell der Baureihe ist, geht es im Fond des Viersitzers äußerst beengt zu. Die hinteren Sitze sollten daher als Not-Lösung für kurze Strecken angesehen werden. Selbst für Kinder wird es aufgrund der steil stehenden Rückenlehne schnell ungemütlich. In den Kofferraum passen bei geschlossenem Verdeck 350 Liter Gepäck, bei geöffnetem Klappdach schluckt das Heck nur noch 210 Liter, die zudem durch einen Mini-Schacht beladen werden müssen.
Als Sicherheitsdetail dienen zwei ausfahrbare Überrollbügel vor dem Verdeckkasten. Diese schießen innerhalb von Sekundenbruchteilen bei einem drohenden Überschlag heraus und schützen zusammen mit dem verstärkten Windschutzscheibenrahmen die Insassen. Das Cabriolet gibt es mit acht Motoren zwischen 170 und 420 PS. Für den Drei-Liter-Bi-Turbo-Benziner (335i) und den M3 gibt es ein Sieben-Gang-Doppel-Kupplungs-Getriebe (DKG). Das Cabriolet ist die einzige Version, die nicht mit dem Allradantrieb xDrive kombiniert werden kann. Bei 41.100 Euro beginnt derzeit das Vergnügen, einen offenen Dreier zu pilotieren.
Das Coupé
Für die sportlichsten BMW-Fahrer eignet sich das Dreier-Coupé wohl am besten. Hier können die Kunden aus neun potenten Motoren den für sie besten heraussuchen, haben die Wahl zwischen Handschalter, Automatik und Sport-Automatik (DKG) und können bei fünf Aggregaten sogar den Allradantrieb wählen. Der Innenraum bietet vier Erwachsenen gute Platzverhältnisse, in den Kofferraum passen mit 440 Liter zudem genügend Gepäckstücke. Das 170 PS starke 320i Coupé macht den eleganten Einstieg in diese Modell-Variante für 33.600 Euro möglich.
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