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Galerie: Kaufberater Kia Ceed

Kaufberater: Kia Ceed

Auf dem Prüfstand

13.04.2015

Shuma, Sephia, Cerato – die ersten Kompaktmodelle von Kia sind in Deutschland längst vergessen. Etabliert hat sich die Marke im hierzulande wichtigsten Segment erst 2006 mit dem ersten Ceed. In der aktuellen, zweiten Generation muss sich die Baureihe auch vor deutschen Konkurrenten wie Ford, Opel und VW nicht mehr verstecken. Neben Optik und Technik sprechen vor allem die niedrigen Kosten für den Koreaner. Eine Kaufberatung.

Kurzcharakteristik

Der Ceed ist mehr Europäer als Koreaner. Bei Abmessungen, Bedienung, Verarbeitungsqualität und Antrieb orientiert er sich eng an der einschlägigen Konkurrenz. Eigene Akzente setzt er mit gelungen-dynamischem Design und – im leichten Kontrast dazu - seiner vergleichsweise komfortablen Fahrwerksauslegung. Ein gewichtiges Kaufargument ist die siebenjährige Garantie (bis 150.000 Kilometer) – Bestwert auf dem deutschen Markt. Zu den Schwächen des Ceed zählen seine mäßige Rundumsicht und – je nach Geschmack – das wenig sportliche Fahrverhalten.

Karosserieversionen

Galerie: Kaufberater Kia CeedAuch bei den Modellvarianten orientiert sich Kia an europäischen Konventionen. Meistverkaufte Ausführung ist der klassische Fünftürer mit Steilheck, knapp gefolgt vom geräumigen Kombi Sportswagon. Verkaufsanteile von weniger als zehn Prozent hat der Pro Ceed genannte Dreitürer. Der Radstand ist bei allen Mitgliedern des Trios identisch, was bei Fünf- und Dreitürer zu einem vergleichbaren Platzangebot für Passagiere und Gepäck führt. Anders als bei den meisten Konkurrenten ist der Dreitürer jedoch nicht als preiswerte Fünftürer-Alternative für Paare und Singles konzipiert, sondern als höherpositioniertes Modell mit Coupé-Charakter. Entsprechend fehlen bei ihm die Einstiegsmotoren und –ausstattungslinien des Fünftürers. Dieser wiederum ist das alltagstauglichere Modell, was nicht nur an den zwei Fondtüren liegt, sondern auch an den kürzeren vorderen Portalen, die das Ein- und Aussteigen in engen Parklücken leicht machen. Wer wirklich Platz braucht, wählt den Kombi, dessen Raumgewinn auf das Konto eines langen hinteren Überhangs und eines höheren Daches geht. Beides macht den SW zwar nicht eben zum Schönling, schafft aber Raum für 528 Liter beziehungsweise 1642 Liter (umgeklappte Rückbank) Gepäck – Top-Werte im Wettbewerbsvergleich.

Motoren

Beim Antrieb gibt es vor allem gute Hausmannskost. Basismotor bei Fünftürer und Kombi ist ein 1,4 Liter großer Benziner mit 100 PS (ab 14.990 Euro), der für den Alltag im Stadtverkehr noch ausreicht, bei voller Beladung oder zügigem Überholen aber schnell an seine Grenzen kommt. Deutlich flotter und kaum durstiger ist der 1,6-Liter-Benziner mit 135 PS (ab 18.690 Euro). Beide Triebwerke verzichten auf Turboladung, benötigen daher hohe Drehzahlen zur vollen Kraftentfaltung, was sich negativ auf den Verbrauch auswirkt. Für Vielfahrer ist daher der 1,6-Liter-Diesel (128 PS, ab 20.090 Euro) die beste Wahl, der zudem subjektiv den kraftvollsten Eindruck macht. Zumindest, wenn man den kürzlich eingeführten 1,6-Liter-Turbobenziner außen vor lässt, der mit seinen 204 PS in Golf-GTI-Dimensionen vordringt. Er ist allerdings dem besonders sportlich gestalteten GT-Modell von Drei- und Fünftürer vorbehalten und entsprechend kostspielig (ab 23.190 Euro). Alle vier Motoren treiben die Vorderachse an und sind serienmäßig an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt. Für den Diesel gibt es gegen Aufpreis eine Sechsstufen-Wandlerautomatik (950 Euro), für den mittleren Benziner ein Doppelkupplungsgetriebe mit identischer Stufenzahl (1200 Euro).

Ausstattung

Galerie: Kaufberater Kia CeedInsgesamt sieben Ausstattungslinien gibt es für den Ceed, drei davon (GT Cup, GT Track und GT Challenge) sind aber dem sportlichen GT-Modellen vorbehalten. Die Basis-Linie bei Fünftürer und Kombi heißt „Attract“, ist aber mehr Lockangebot als befriedigende Option. Nicht nur für den Wiederverkaufswert wichtige Extras wie Klimaanlage, Metalliclack oder Bluetooth-Freisprechanlage fehlen und sind auch nicht hinzubuchbar. Ordentlich bestückt ist der Ceed im nächsthöheren Niveau „Edition 7“ (plus 1800 Euro), das es dann auch für den Dreitürer gibt. Für weitere 990 Euro Aufpreis ist auch das „Emotions-Paket“ an Bord, das einige Design-Extras (16-Zoll-Felgen, Außenspiegel in Wagenfarbe) und ein paar nette Komfort-Posten (Sitzheizung, Parksensoren hinten) bietet. Noch ein wenig mehr Extras als „Edition 7“ plus „Emotions-Paket“ gibt es in der Linie „Vision“ (weitere 1600 Euro), die auf Wunsch dann auch mit einem Navi ausrüstbar ist (1000 Euro im Paket). Oberhalb davon hat Kia noch die Linie „Spirit“ eingezogen, die viele serienmäßige Extras bietet und als einzige alle Optionen auf der Preisliste nutzbar macht – bis hin zu Teilledersitzen und einem Panorama-Glasschiebedach. Moderne Assistenzsysteme sind mit Ausnahme eines Spurverlassenswarners aber auch für das Top-Modell nicht zu bekommen – hier haben die Koreaner noch eine Lücke zu schließen.

 
Fazit
 

Für Preisbewusste: Kia Ceed 1.4 CVVT Edition 7 – der kleine Motor reicht zur Not, die zweite Ausstattungslinie sollte es aber schon sein. Preis: ab 16.790 Euro.
 

Für Vielfahrer: Kia Ceed Sportswagon 1.6 CRDi 128 Vision plus Navi – sparsamer Diesel, Platz für Gepäck und ein paar Extras, die das Leben auf der Autobahn angenehmer machen. Preis: ab 23.890 Euro.

Für Spaßfahrer: Kia Pro Ceed GT 1.6 T-GDI GT Cup – starker Motor und die Basis-Ausstattung aus dem GT-Programm machen den Dreitürer zum günstigen GTI-Konkurrenten. Preis: ab 23.190 Euro. (as/sp-x)

 
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