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Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo Dreitürer

Kurztest: Chevrolet Aveo Dreitürer

Stadtfloh für Singles

11.06.2008

Noch ein Aveo: Nachdem Chevrolet kürzlich den fünftürigen Kalos-Nachfolger präsentierte, folgt jetzt der Dreitürer. Der eignet sich vor allem für alleinstehende Städter, die ab und zu mal jemanden mitnehmen.

Wer viel allein unterwegs ist, braucht weniger Türen. Chevrolet komplettiert mit dem dreitürigen Aveo die Kleinwagen-Familie und bietet so eine interessante Variante für alleinstehende Städter. Wie der Fünftürer basiert auch der dreitürige Ableger weitgehend auf dem Vorgänger Kalos - und nicht auf der seit 2006 erhältlichen Aveo-Limousine. Neu ist der verstärkte Vorderwagen, der die Passagiere bei einem Frontalaufprall besser schützen soll.

Unter 10.000 Euro

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo DreitürerMit Einführung des Dreitürers sinkt der Einstiegspreis für den Aveo unter 10.000 Euro - wenn auch nur geringfügig. Dafür gibt es den Aveo 1.2 in der gut ausgestatteten Basisversion. Zum Serienumfang zählt unter anderem Zentralverriegelung, ein MP3-fähiges CD-Radio, elektrische Fensterheber vorne und die im Verhältnis 60:40 umklappbare Rückbank.

Die höherwertige LS-Ausstattung schlägt mit 1.500 Euro mehr zu Buche. Dafür gibt es zusätzlich eine Fernbedienung für die Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, 15-Zoll-Räder, einen Bordcomputer und die Option, für zusätzliche 1.000 Euro eine manuelle Klimaanlage zu ordern.

Top-Version mit Automatik

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo DreitürerAll diese Extras sowie ein paar weitere Schmankerl wie Nebelscheinwerfer, Aluräder und ein Multifunktions-Lenkrad bringt der stärkere Aveo 1.4 LT ab Werk mit. Sein Preis: 13.490 Euro. In unserem Testwagen war der 101 PS starke Vierzylinder zudem mit dem für 1.100 Euro Aufpreis erhältlichen Vierstufen-Automatikgetriebe gekoppelt.

Das 1,4-Liter-Aggregat beschleunigt den 3,92 Meter langen Aveo auf maximal 165 km/h. Allerdings arbeitet der Motor nahezu ausschließlich über hohe Drehzahlen, Drehmoment ist dem Vierzylinder weitgehend fremd. Erst bei 4.200 Touren liegen 131 Newtonmeter an der Kurbelwelle an.

Auf Trab

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo DreitürerAllerdings hält die vierstufige Automatik den Motor gut auf Trab. Der wendige Aveo kommt flott voran und kann vor allem im Stadtverkehr problemlos mithalten. Auch auf längeren Strecken macht der Chevrolet eine gute Figur, schwimmt souverän im Strom mit. Nervig nur, dass der Motor bei höheren Drehzahlen laut wird, und mehr nach Industriestaubsauger statt Auto klingt.

Den Verbrauch gibt Chevrolet mit 6,4 Litern je 100 Kilometer an. Gegenüber der handgeschalteten Version ist dies ein Plus  von einem halben Liter. Seltsam: Der Aveo 1.4 verfügt ab Werk über einen Bordcomputer. Der zeigt aber nur Reichweite und Fahrzeit an, nicht den Konsum.

Kein sportlicher Charakter

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo DreitürerObwohl Dreitürer in der Regel einen eher sportlichen Charakter aufweisen, ist das Fahrwerk des Aveo ausgesprochen weich und komfortabel ausgelegt. Selbst auf schlechten Straßen mit Schlaglöchern und Querfugen schont der Chevrolet die Insassen. Das dies zu Lasten der Fahrdynamik geht, ist klar.

Nicht nur das Fahrwerk, auch die teigige Lenkung steht einer ambitionierten Kurvenhatz entgegen. Sie gibt dem Fahrer nur wenig Rückmeldung und erfordert des öfteren Korrekturen. Hinzu kommt: Ein Stabililtätsprogramm ist für den Aveo nicht einmal gegen Aufpreis bestellbar. Wer zu flott in die Kurve fährt, muss mit dem Untersteuern des Fronttrieblers selbst klar kommen. Doch keine Angst, der Aveo ist gutmütig und lässt sich problemlos beherrschen.

Zu weiche Sitze

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo DreitürerGegen lange Strecken sprechen die Sitze. Sie fallen kleinwagentypisch schmal aus, sind zu weich gepolstert und bieten wenig Seitenhalt. Große Fahrer ärgern sich zudem über das nur in der Höhe justierbare Lenkrad. Was nützt das üppige Platzangebot und der weite Verstellbereich des Sitzes, wenn man dann nicht mehr ans Lenkrad kommt?

Der 2,48 Meter lange Radstand garantiert auch auf der Rückbank ausreichend Bewegungsspielraum, allerdings ist der Einstieg ein wenig eng. Wer öfter Passagiere mitnimmt, ist mit dem Fünftürer besser bedient. In das Gepäckabteil passen im Normalfall 220 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es 980 Liter. Die Van-artige Fahrzeughöhe (1,51 Meter) bringt eine hohe Ladekante mit sich.

Fazit

Ausreichend Platz und keine Probleme bei der Parkplatzsuche: Was will der Großstadt-Single mehr? Mit dem dreitürigen Aveo bietet Chevrolet eine günstigere Alternative für Alleinfahrer an. Der 1,4-Liter-Motor braucht hohe Drehzahlen, setzt den Kleinwagen dann aber flott in Bewegung. Und auch die vierstufige Automatik macht einen guten Job.

Galerie: Kurztest Chevrolet Aveo Dreitürer

 
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