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Galerie: Kurztest Seat Ibiza Cupra

Kurztest: Seat Ibiza Cupra

Balearen-Bolide

09.07.2009

Gerade erst hat Seat den neuen 1.6 TDI mit Common-Rail-Technik im Ibiza eingeführt, schon spielen die Spanier ihren nächsten Trumpf aus: Während der Kleinwagen mit dem neuen Diesel eher auf Sparsamkeit getrimmt wurde, tritt er ab September 2009 auch im Sportdress an. Wir haben den Ibiza Cupra bereits getestet.     

Was bei VW GTI heißt, nennen die Spanier Cupra, denn nur die sportlichsten Modelle dürfen sich mit der Abkürzung für „Cup Race“ schmücken. In Bälde wird diese Auszeichnung einem weiteren Seat verliehen, dann nämlich hält ein 180 PS starker Turbo-Benziner Einzug im Ibiza und adelt den Kleinwagen so zum Cupra.

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraErhältlich ist der Cupra ausschließlich als Zweitürer, dem die Designer einen schicken Trainingsanzug verpasst haben. So liegt die Karosserie zehn Millimeter tiefer als beim Ibiza Sport, für den sich bislang übrigens rund ein Viertel aller Käufer entschieden hat. Außerdem gibt sich der kleine Renner an einem trapezförmigen, mittig positionierten Auspuffendrohr und einer aggressiveren Frontschürze zu erkennen. Im Innenraum fallen die Sportsitze mit tadellosem Seitenhalt - und trotzdem hohem Komfort -, ein weiß statt rot beleuchtetes Armaturenbrett und das unten abgeflachte Lenkrad auf.    

GTI-Motor

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraAngetrieben wird der Ibiza Cupra von dem aus dem VW-Konzern bekannten 1.4 TSI, der es dank doppelter Aufladung mit Kompressor und Turbo auf die bereits erwähnten 180 PS bringt. Das gleiche Aggregat soll ab 2010 auch den Polo GTI befeuern, dürfte dort aber noch ein paar Pferdestärken mehr entwickeln.

Dabei gilt schon der kaum 1,2 Tonnen schwere Seat keineswegs als untermotorisiert. In 7,2 Sekunden wuchtet das Vierzylinder-Triebwerk den Ibiza über die 100-km/h-Marke und schiebt ihn munter weiter an bis auf Tempo 225. Die geschmeidige Kraftentfaltung wird untermalt von kernigem Sound, zumindest bis etwa 5.000 Umdrehungen. Danach klingt das Aggregat eher angestrengt und rau - und legt auch auch merklich weniger Temperament an den Tag.

Nur mit DSG

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraDoch ein kurzer Zug an den Schaltpaddeln am Lenkrad genügt, schon legt das serienmäßge Siebengang-Direktschaltgetriebe (DSG) in Windeseile den nächst höheren Gang ein und es geht flott weiter. Denn die vollen 250 Newtonmeter werden im breiten Drehzahlband zwischen 2.000 und 4.5000 Umdrehungen auf die Kurbelwelle gehievt. Mit einem manuellen Getriebe ist der Cupra allerdings selbst auf Wunsch nicht erhältlich.

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraDie Kraftübertragung auf die Straße erfolgt auch im Cupra ausschließlich über die Vorderachse..Nur auf nassen Straßen oder schlechtem Asphalt drehen die 17-Zöller mit 215/40er-Bereifung mitunter durch, werden aber unverzüglich vom übrigens in allen Ibizas serienmäßigen ESP eingebremst. Die elektronische Differentialsperre XDS bremst zudem eine durchdrehendes Rad ein und kommt so einer höheren Kurvengeschwindigkeit zu Gute.   

Unterstützt wird eine ambitionierte Fahrweise von der direkten, präzisen Lenkung, dank der sich der Cupra zielgenau um die Ecke manövrieren lässt. Und seine fest zupackende Bremse bringt den kleinen Sportler bei Bedarf auch wieder schnell und sicher zum Stehen.

Trotzdem komfortabel

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraErfreulich, dass die Entwickler trotz aller Sporltichkeit den Ibiza nicht zu straff ausgelegt haben. Zeichneten sich die drei Vorgänger-Cupras vor allem durch übertriebene Härte aus, ist man in der neuesten Auflage durchaus komfortabel unterwegs und selbst gröbere Schnitzer im Asphalt werden sauber ausgebügelt.

Und noch etwas hat sich gegenüber den Vorgängern deutlich geändert: der Verbrauch. Nach europäischer Norm konsumiert der Kleine nämlich nur noch 6,4 Liter Super Benzin auf 100 Kilometer und ist damit auch der sparsamste Cupra aller Zeiten. Wenngleich jedem Käufer bewusst sein sollte, dass er diesen Wert in der Praxis nie erreichen wird. Der Ibiza mach einfach zu viel Spaß, als dass man das Gaspedal nur streicheln wollte.

Auch als Bocanegra

Galerie: Kurztest Seat Ibiza CupraWer den Cupra sein Eigen nennen will, muss mindestens 23.190 Euro zum Händler mitnehmen. An Bord sind unter anderem eine komplette Sicherheitsausstattung, ein Tempomat, elektrisch einstellbare Außenspiegel,  Nebelleuchten, Klimaanlage, Audio-Anlage mit Aux-Eingang, elektrische Fensterheber rundum und Bordcomputer.

Wer 800 Euro mehr investieren will, kann auch die auf europaweit 1.000 Einheiten limitierte Bocanegra-Ausstattung ordern, die dem Cupra vor allem dank einer schwarz eingefärbten Schnauze einen noch aggressiveren Auftritt verleiht und auch im Innenraum mit einigen optischen Schmankerln wie etwa den rautenförmig abgesteppten Sitzbezügen aufwartet.

Fazit   

Seat brachte den Ibiza auf Basis des neuen Polos gut ein Jahr vor dem Wolfsburger Pendant auf dem Markt und ist nun auch bei der Starkversion wieder Erster. Als spanischer GTI bietet der Cupra in seiner vierten Auflage nicht nur sportliche Qualitäten und jede Menge Spaß, sondern endlich auch hohen Fahrkomfort.    

Galerie: Kurztest Seat Ibiza Cupra

 
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