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Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara Facelift

Kurztest: Suzuki Grand Vitara Facelift

Neue Kraft

08.10.2008

Zwanzig Jahre ist es her, dass der erste Suzuki Vitara das Licht der Welt erblickte. Die dritte Generation des mittlerweile in Grand Vitara umgetauften SUV läuft seit 2005 vom Band und wurde jetzt, im Jubiläumsjahr, aufgehübscht und mit zwei neuen Motoren bestückt.

Auffällig sind die Neuheiten am Suzuki Grand Vitara nicht. Mit dem Facelift bekommen alle Modelle außer dem 1,6-Liter-Benziner serienmäßig Scheiben- statt Trommelbremsen an der Hinterachse. Kleine optische Veränderungen außen (Stoßfänger, Grill, Außenspiegel) und innen (Klimasteuerung, Bordcomputer) sollen den Japaner moderner wirken lassen, fallen aber nur dem Kenner auf.

Zwei neue Kraftwerke

Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara FaceliftViel wichtiger ist, was sich unter der Motorhaube getan hat. Mit dem neuen 2,4-Liter-Benziner schickt Suzuki das bisherige Zweiliter-Aggregat in Rente. Der Hubraumzuwachs bewirkt ein Leistungsplus um 26 PS auf 166 Pferdestärken. Das Drehmoment stieg fast um ein Viertel auf 225 Newtonmeter.

Zwar liegt die maximale Kraft bei für einen Benziner vergleichsweise niedrigen 3.800 Touren an. Darunter hat der Vierzylinder aber seine Probleme, den mehr als eineinhalb Tonnen schweren Suzuki in die Gänge zu bekommen. Gerade im Gelände wünscht man sich unten rum mehr Durchzug.

Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara FaceliftDenn: In der Praxis bedeutet das viel Schaltarbeit, um das Aggregat bei Laune zu halten. Die kann der Fahrer entweder über ein etwas hakeliges Fünfgang-Getriebe selbst erledigen oder einem antiquierten Vierstufen-Automaten überlassen. Die Höchstgeschwindigkeit variiert abhängig von Getriebe und drei- oder fünftüriger Ausführung zwischen 170 und 185 km/h. Für den Sprint von Null auf Tempo 100 gibt Suzuki Werte zwischen elf und zwölf Sekunden an.

Kaum Mehrverbrauch

Trotz der signifikanten Leistungssteigerung blieb der Verbrauch nahezu auf dem Niveau des Vorgängers. Die Schalter gönnen sich 8,8 (Dreitürer) beziehungsweise 9,0 Liter (Fünftürer), die Automatikversionen liegen bei 9,4 respektive 9,7 Litern je 100 Kilometer.

Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara FaceliftEinen Verbrauch von unter zehn Litern wird man mit dem zweiten neuen Aggregat im Suzuki Grand Vitara wohl kaum realisieren. In einem Sondermodell zum zwanzigjährigen Jubiläum verbauen die Japaner einen 232 PS starken Sechszylinder mit 291 Newtonmeter Drehmoment. Vorerst ist die Edition „20 Jahre“ auf 750 Einheiten limitiert, bei entsprechender Nachfrage wird man aber sicher nachlegen.

Das Sondermodell wird nur mit einem Fünfgang-Automatikgetriebe ausgeliefert, mit dem nach gut neun Sekunden die 100-km/h-Marke erreicht ist. Doch obwohl der V6 deutlich stärker ist als der 2,4-Liter schafft auch er nur gerade so Tempo 200. Dafür konsumiert er umso mehr. Der angegebene Verbrauch von 10,6 Litern wird in der Praxis wohl problemlos um zwei Liter überschritten.

Allradantrieb Serie

Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara FaceliftWie alle anderen Grand Vitara-Modelle sind auch die beiden neuen Aggregate serienmäßig mit permanentem Allradantrieb gekoppelt. Per Drehregler lässt sich die Kraftverteilung sperren, eine Gelädeuntersetzung sorgt auch in schwierigen Situationen für Weiterkommen. Der V6 hat außerdem ab Werk eine Bergabfahrhilfe, die ihn kontrolliert vom Hügel runter rollen lässt.

Erhältlich ist der neue 2,4-Liter-Benziner zwischen 24.000 Euro für den Dreitürer als Handschalter in der Basisversion „Club“ und 33.500 Euro für den fünftürigen „Comfort+“ mit Automatik. Der nahezu komplett ausgestattete V6 ist nur in einer Version erhältlich und geht für 36.000 Euro über den Ladentisch.

Fazit

Suzuki bringt mit dem Facelift die Grand Vitara-Reihe wieder auf den neuesten Stand. Optisch gab es kaum Verbesserungsbedarf, dementsprechend klein Fallen die Retuschen aus. Der neue 2,4-Liter-Vierzylinder ist ein adäquater Ersatz für das alte Zweiliter-Aggregat, er bietet mehr Leistung bei nahezu unverändertem Verbrauch. Allerdings ist auch er nicht wirklich durchzugsstark. Hier punktet der neue V6, der dafür deutlich mehr verbraucht.

Galerie: Kurztest Suzuki Grand Vitara Facelift

 
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