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Kurztest: Volvo Powershift

Kurztest: Volvo Powershift

Schweden-Doppel

17.07.2008

Lange Zeit hatte nur der VW-Konzern ein Doppelkupplungsgetriebe im Portfolio, mittlerweile haben andere Hersteller nachgezogen. Unter anderem setzen BMW, Porsche und Ford bereits auf die Technik, die manuelle Gangwechsel überflüssig macht. Jetzt bietet auch Volvo ein so genanntes Powershift-Getriebe an.

Für Volvo kommt die Einführung des Powershift-Getriebes gleich doppelt recht. Zum einen positionieren sich die Schweden damit auf dem aktuellen Stand der Technik. Zum anderen gibt es mit dem Doppelkupplungsgetriebe endlich eine Automatikversion für den Zweiliter-Diesel im C30, S40, V50 und dem C70.

Noch Potential

Kurztest Volvo PowershiftBis dato war der durchzugsstarke 136-PS-Vierzylinder mit maximal 320 Newtonmeter Drehmoment ausschließlich mit manuellem Sechsganggetriebe kombinierbar - was den ein oder anderen Käufer abgeschreckt haben dürfte. Der Diesel ist nun das erste und vorläufig einzige Aggregat, dass mit Powershift gekoppelt wird. Apropos Drehmoment: Das Powershift-Getriebe verkraftet bis zu 450 Newtonmeter, eine Kopplung mit weiteren Volvo-Motoren scheint also sicher.

Ab sofort kann also für 1.950 Euro Aufpreis das Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden, dass dem Fahrer die Gangwechsel abnimmt. Wie bei der manuellen Box stehen auch hier sechs gut abgestimmte Fahrstufen zur Verfügung. In Sachen Schaltgeschwindigkeit stellt das System, dass unter anderem auch beim Mutterkonzern Ford zum Einsatz kommt, selbst den besten Schalter in den Schatten.

Seidenweich

Kurztest Volvo PowershiftBeim Komfort hingegen braucht sich das von Getrak entwickelte Getriebe nicht hinter einem konventionellen Wandlerautomaten verstecken. Zielsicher und unmerklich jongliert Powershift mit den Gängen und wählt mit der jeweils geöffneten Kupplung bereits das nächste Zahnrad vor.

Wer möchte, kann auch manuell die Gänge wechseln. Allerdings nur über den großen Wählhebel in der Mittelkonsole, Schaltwippen am Lenkrad sind nicht vorgesehen. Insofern überlässt man die Arbeit besser dem Powershift-System.

Sparmeister

Kurztest Volvo PowershiftIm Gegensatz zu einer Wandlerautomatik schaltet das Doppelkupplungsgetriebe im Stand in den Leerlauf. Folglich rollt das Auto nicht mehr von allein nach vorne, sobald der Fahrer die Bremse löst. Der Vorteil: Spritersparnis! Fahrer eines Automatikwagens könnten bis zu einen halben Liter je 100 Kilometer einsparen, würden sie an der Ampel von D auf N schalten.

In ihrer Effizienz schlagen die Powershift-Modelle sogar die handgeschalteten Versionen, da sie darauf getrimmt sind, den optimalen Schaltzeitpunkt zu erkennen. Den Durchschnittskonsum gibt Volvo beim C30 mit rund sechs Litern an, beim C70 sind es wenige Zehntelliter mehr.

Fazit

Warum noch selber schalten? Das Doppelkupplungsgetriebe nimmt dem Fahrer die Arbeit gekonnt ab. Wer nicht gerade des Schaltens wegen ein manuelles Getriebe möchte, bekommt mit Powershift die perfekte Alternative. Das Getriebe kombiniert die Vorteile von Handschalter und Automatik und ist hinsichtlich Geschwindigkeit und Komfort kaum zu toppen. Der Aufpreis von 1.950 Euro liegt in etwa auf dem Niveau von konventionellen Automaten, das Doppelkupplungsgetriebe ist aber deutlich sparsamer.

 
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