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Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto Show

Bericht: Live von der L.A. Auto Show

PS-Kracher, Preziosen und ein paar Stromer

30.11.2012

Eigentlich könnte das sonnenverwöhnte Los Angeles das Paradies für Motorroller oder andere flinke Lückendurchstoßer sein, doch in den oft verstopften Straßen der Pazifik-Metropole regiert das Auto wie wohl an keinem anderen Ort der Welt. Diese Besessenheit von den zudem meist überdimensionierten Blechkisten kann man auch auf der aktuellen Los Angeles Auto Show erleben, auf der wir bei einem Streifzug zum 105. Geburtstag dieser Messe 105 Bild-Impressionen mitgebracht haben.

Die Los Angeles Auto Show gehört trotz der Nähe zu Hollywood zu den weniger glamourösen Messen ihrer Art, es geht hier auf den Pressetagen fast schon beschaulich zu. Dennoch haben viele Hersteller quasi zum Jahresabschluss noch einige Weltpremieren mitgebracht und lassen sich zudem noch diverse spannende Ikonen des amerikanischen Autobaus bewundern. Allerdings sind es nicht die einheimischen Marken, die hier den Ton angeben als vielmehr die in den USA sehr erfolgreiche Konkurrenz aus Europa, Japan und Korea.

Eine stattliche Zahl an Weltpremieren können die deutschen Hersteller vorweisen. Die großen Knaller stammen mit dem neuen Porsche Cayman und VW Beetle Cabriolet aus dem in den USA momentan im Aufwind befindlichen VW-Konzern. Ebenfalls einiges aufgefahren hat Mercedes mit sogar drei Weltpremieren: Bei der futuristischen Studie Ener-G-Force handelt es sich um einen phantasievollen Ausblick auf eine G-Klasse für das Jahr 2025. Ebenfalls kreativ ist die mit Hermes-Flügeln verzierte Studie Smart forjeremies des Modedesigners Jeremy Scott. Flügel zeigt auch der SLS in der besonders scharfen Black-Series-Version, wenn seine Türen geöffnet werden. Schließlich bietet BMW noch einen konkreten und ansprechenden Ausblick auf seine nahe Elektroauto-Zukunft mit der Studie i3 Coupé.

Starke Briten

Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto ShowBesonders kraftstrotzend präsentieren sich hingegen die britischen Hersteller. So hat Aston Martin auf einem recht bescheiden inszenierten Stand die nichtsdestotrotz spektakuläre Neuauflage des über 570 PS starken Vanquish dabei. Nur unwesentlich schwächer ist mit 550 PS die neue Top-Version der Mittelklasselimousine XF, die mit Zusatzkürzel R-S und riesigem Heckspoiler zur Jagd nach AMGs und Ms bläst. Schließlich hat VW-Tochter Bentley noch seinen sogar extremer bespoilerten Rennwagen GT3 dabei, der mit über 600 PS in die Rennsaison 2013 durchstarten wird.

Wesentlich bescheidener geht es leistungsmäßig bei den Japanern weiter, die dafür aber mit einigen handfesten Modellneuheiten aufwarten. Die wohl aus deutscher Sicht wichtigste Premiere feiert Toyotas Kompakt-SUV Rav4, der deutlich gewachsen den Insassen mehr Platz und mit einem hochvariablen Allradantrieb auch mehr Fahrspaß auf der Straße bieten soll. Ebenfalls in einer neuen Generation hat Subaru noch den Forester dabei, dessen Top-Version mit nunmehr 230 PS schon bald auch nach Deutschland kommen wird. Nicht für den deutschen Markt ist hingegen das neue Flaggschiff von Hondas Nobelmarke Acura: Mit LED-Scheinwerfern, Allradlenkung, viel Komfort und einem über 300 PS starken V6-Motor wird der RLX allein anspruchsvollere Amis verwöhnen.

Koreaner mit Fokus auf den US-Markt

Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto ShowEbenfalls den Amerikanern vorbehaltene Fahrzeuge zeigt Hyundai: Neben der Serienversion eines gestreckten und damit siebensitzigen Santa Fes haben die Koreaner noch eine Faltdach-Studie des Veloster dabei, die sich spontan zum Pick-up umbauen lässt. Der sportliche Surfbrett-Transporter soll sogar Serienpotenzial haben. Konzern-Tochter Kia zeigt hingegen die Neuauflage des wenig aufregenden Kleinwagens Forte.

Beim Fiat-Chrysler-Konzern steht vor allem der kleine und in den USA überraschend erfolgreiche Cinquecento mit diversen Modellerweiterungen im Mittelpunkt. So kommt auch der bei uns bereits eingeführte Minivan 500L in die USA, ihm zur Seite gestellt wurde außerdem ein erstmalig vorgestellter Robust-Ableger namens 500L Trekking. Als dritte 500-Neuheit und ebenfalls in einer Weltpremiere zeigen die Italiener die batterieelektrische Version 500 E, die allerdings nur in den USA, nicht aber in Europa zu haben sein wird.

Obszönes und Beschauliches bei den Amis

Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto ShowBei den Konzernschwestern Dodge/Chrysler/Jeep geht es hingegen beschaulich zu. Unter anderem steht ein Sondermodell des Wrangler Rubicon auf der Messe. Spektakulärer sind hingegen einige Studien des Haustuners Mopar, wie zum Beispiel eine extrem geländtaugliche Langversion des Jeep Wrangler oder ein mächtig geschärfter und optisch verfeinerter Dodge Challenger.

Ford lässt neuheitentechnisch erstaunlich wenig Muskeln spielen. Zumindest im Schatten der zahlreichen V8-Monster scheint der durchaus quirlige Fiesta ST mit seinen 200 PS (US-Version) fast unscheinbar. Immerhin größer und mit mehr Platz für Passagiere ausgestattet ist der neue Transit Connect. Größenmäßig zwischen Fiesta und Transit bewegt sich der C-Max Energi, der mit seinem Hybridantrieb besonders zurückhaltend mit dem Sprit umgehen soll.

Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto ShowDie luxuriöse Ford-Tochter Lincoln stellt in Los Angeles einige Fahrzeuge ihrer äußerst glorreichen Vergangenheit vor. Alt aber doch zum Niederknien sind umwerfende Ikonen wie der 1956er Continental Mark II, der allein schon die Strapazen der Reise nach Los Angeles rechtfertigt. Die einzige Messe-Neuheit, der geliftete MKZ, vermag diese historische Faszination der Marke Lincoln allerdings nicht mehr transportieren.

Kleiner Stromer als Feigenblatt

Galerie: Bericht Live von der L.A. Auto ShowEtwas enttäuschend war auch der Auftritt des weltgrößten Herstellers General Motors mit seinen diversen Marken. Zwar haben Luxus-Ableger wie Buick oder Cadillac mächtig aufgefahren, und die Reisen-SUVs von GMC schinden allein durch ihren meist überdimensionierten Zuschnitt mächtig Eindruck, doch als einzig echte Modellneuheit hat Chevrolet das kleinste Modell, den Spark, in einer batterieelektrischen Version vorgestellt, die sich äußerlich nicht einmal von einem konventionell betriebenen Spark unterscheidet.

Und der Spark EV ist damit Teil des Feigenblatts dieses im Grunde wieder einmal PS-lastigen Spektakels, das eigentlich seit Jahren krampfhaft ein Nachhaltigkeits-Image verbreiten will. 2012 hatte man allerdings den Eindruck, als sei der Grüne Mobilitäts-Hype selbst bei der Los Angeles Auto Show zu einer Normalität zurückgekehrt, der auf eine durchaus ernst gemeinte, doch weiterhin auf den großen Erfolg wartende Randerscheinung zurückgestuft wurde.

 
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