Rückrufe

04.11.2014

Defekte Airbags

In Deutschland dürften mehr als 100.000 Pkw mit defekten Airbags unterwegs sein. Das hat das Magazin „VDI Nachrichten“ auf Basis der HU-Statistik der Sachverständigenorganisation KÜS errechnet. Die Prüfer hatten im vergangenen Jahr bei rund 15.420 der während der Hauptuntersuchung (HU) begutachteten Autos Mängel am Airbag festgestellt. Das entspricht einem Anteil von 0,57 Prozent an allen geprüften Fahrzeugen. Hochgerechnet auf den gesamten Pkw-Bestand bedeutet das, dass jährlich eine sechsstellige Zahl von Autos ohne ordnungsgemäß funktionierende Luftsäcke unterwegs sind.

Defekte Airbags sind nicht ungefährlich. Audi musste zuletzt zahlreiche Fahrzeuge zurückrufen, bei denen der Verdacht bestand, das Sicherheitssystem würde bei einem Unfall nicht auslösen. Wegen eines fehlerhaften Beifahrer-Airbags werden weltweit zudem aktuell rund acht Millionen Autos zahlreicher Hersteller zurück gerufen, darunter Modelle von Honda, Toyota, Ford, Nissan und BMW. Die Luftsäcke des japanischen Zulieferers Takata können unter Umständen so heftig explodieren, dass sie die Fahrzeuginsassen verletzen. (sp-x)

30.09.2014

Opel Adam und Corsa: Lenkung

Wegen möglicher Probleme an der Lenkung ruft Opel europaweit 8.000 Pkw der Typen Adam und Corsa zurück. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionsmonat Mai 2014. Bei ihnen wurde ein von einem Zulieferer stammendes Bauteil montiert, das nicht den Spezifikationen des Autoherstellers entspricht. Im Extremfall könnte dadurch die Lenkung ausfallen.

Opel bittet, die entsprechenden Autos nicht mehr zu fahren und sofort den jeweiligen Händler zu kontaktieren. Parallel dazu informiert der Hersteller auch selbst alle betroffenen Halter. Die Fahrzeuge werden anschließend kostenlos abgeholt, das fehlerhafte Teil ausgetauscht. Das dauert rund 30 Minuten, das benötigte Ersatzteil ist laut Opel in der Regel vor Ort vorhanden.

Identifizierbar sind die betroffenen Autos über ihre Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN) sowie den Produktcode auf dem Kardangelenk im Fahrer-Fußraum. Der Hersteller hat unter www.opel.de/recall.html eine genaue Beschreibung hinterlegt. Alternativ gibt es eine Hotline unter 069 - 95307 551. (sp-x)

12.08.2014

Continental-Motorradreifen: Lauffläche

Wegen möglicher Schäden an Lauffläche und Gürtel tauscht Continental diverse Motorradreifen-Modelle um. Die freiwillige Aktion umfasst weltweit rund 170.000 Pneus aus den Produktionsjahren 2007 bis 2014. Bei den Reifen ist es laut Hersteller in „sehr wenigen Fällen“ zur Trennung des Gürtels oder zur Ablösung der Lauffläche und einem anschließenden Luftverlust gekommen. Damit zusammenhängende Unfälle sind dem Unternehmen nach eigener Aussage nicht bekannt.

Betroffen sind Reifen der Typen „Conti Sport Attack“, „Conti Sport Attack2”, „Conti Attack SM“, „Conti Race Attack Comp. Medium”, “Conti Race Attack Comp. Soft”, “Conti Race Attack Comp. Endurance” und “Conti Road Attack 2 GT W”, jeweils in den Dimensionen 120/70 ZR 17 und 120/70 R 17. Verkauft wurden sie sowohl in der Erstausrüstung als auch im Ersatzgeschäft. Die jeweiligen DOT-Seriennummern hat der Hersteller unter www.conti-moto.com/austausch gelistet. Betroffene Kunden werden gebeten, sich umgehend mit ihrem Reifenhändler in Verbindung zu setzen. Der Austausch erfolgt kostenlos.  (sp-x)

29.04.2014

Aston Martin: Gaspedalhebel

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin bearbeitet derzeit einen für seine Verhältnisse extrem umfangreichen Rückruf: Exakt 17.590 Fahrzeuge verschiedener Baujahre müssen in die Werkstatt, das entspricht dem Produktionsvolumen einiger Jahre. Bei den betroffenen Modellen kann möglicherweise der Gaspedalhebel brechen. 7.271 Autos berührt der Rückruf in Europa, rund 2.000 sind es nach noch unbestätigten Informationen in Deutschland. Zum Vergleich: Aston Martin verkaufte im vergangenen Jahr hierzulande ganze 359 Fahrzeuge.

Bei einem Bruch des Gaspedalhebels kehrt laut Hersteller die Drosselklappe in die Leerlaufstellung zurück, was bedeutet, dass ein Beibehalten der Fahrzeuggeschwindigkeit oder ein Beschleunigen nicht möglich sind. „Ein Kontingent von Gaspedalhebeln“ sei unter Verwendung der falschen Spezifikation für die Werkstoff-Zusammensetzung hergestellt worden, heißt es vom Traditionshersteller.

Das allerdings über sechs Jahre: Betroffen sind alle Sportscar-Modelle aus dem Produktionszeitraum vom 11. November 2007 bis 31. Dezember 2013, mit Ausnahme des neuen Vanquish Coupé und Vanquish Volante. In der Werkstatt wird die Gaspedal-Baugruppe ausgetauscht, bei Fahrzeugen mit Linkslenkung wird zusätzlich der Bereich des Fußraum-Scheuerblechs überprüft und bei Bedarf nachgearbeitet. Etwa eine Stunde müssen die Kunden dafür veranschlagen. Die betroffenen Halter werden von Aston Martin angeschrieben. (sp-x)

16.04.2014

BMW 1er, 3er, 5er, 6er, 7er, X3, X5, X6, Z4: Verschraubung am Motor

Wegen einer möglicherweise fehlerhaften Verschraubung am Motor ruft BMW nun auch in Deutschland Fahrzeuge mehrere Baureihen zurück. Betroffen sind 10.800 Pkw der Modelle 1er, 3er, 5er, 6er, 7er, X3, X5, X6 und Z4 mit Sechszylinder-Benziner, jeweils aus dem Produktionszeitraum zwischen September 2009 und November 2011.

Bei den Fahrzeugen kann in seltenen Fällen eine Schraube an der Abdeckung der Ventilsteuerung brechen. In der Folge würde Öl austreten und der Motor sicherheitshalber automatisch auf das Notlaufprogramm umschalten. Der Fahrer merkt das am Leistungsverlust und am Aufleuchten der entsprechenden Warnlampe. Die betroffenen Kunden werden nun vom Hersteller angeschrieben. In der Werkstatt werden die vier möglicherweise betroffenen Schrauben vorsichtshalber getauscht, sollte bereits ein Bruch vorliege, wird die gesamte Ventilsteuereinheit ersetzt. Weltweit sind 489.000 Fahrzeuge betroffen, der Großteil davon in den USA. (sp-x)

02.04.2014

Fahrradhelme von Uvex und Limar: Helmschloss

Zwei Fahrradhelm-Modelle der Hersteller Uvex und Limar weisen Sicherheitsmängel auf. Das ist das Ergebnis eines Tests, den der TÜV Süd durchgeführt hat. 14 Helme wurden dabei auf ihre Dämpfungseigenschaften bei einem Aufprall sowie auf die Stabilität der Riemen, des Helmschlosses und des Gurtsystems überprüft.

Beim Modell Limar „685“ (59,95 Euro) riss der Gurtanker aus dem Helm heraus, beim Modell „City 9“ (89,95 Euro) des Herstellers Uvex brach der Gurtanker durch. Dadurch könnte der Schutz vom Kopf rutschen, so die Prüfer.

Limar prüft derzeit, um welche Chargennummern es sich handelt und nimmt die betroffenen Modelle vom Markt. Wer ein solches Modell gekauft habe, könne es zurückbringen, so der Hersteller. Bei eigenen Tests der aktuellen Produktionen seien keine Fehler aufgetreten, man werde dies aber von einem unabhängigen Institut prüfen lassen. Auch Uvex teilte mit, umfassende Untersuchungen durchzuführen.

Einen Rückschluss vom Preis auf die Sicherheit ist nach Erkenntnissen der Prüfer nicht möglich. Das Testfeld reichte von einem Kopfschutz vom Discounter für 9,90 Euro bis zu Modellen für 90 Euro. Alle anderen Helme im Test wiesen keine Sicherheitsmängel auf. (sp-x)

26.03.2014

Triumph Trophy, Trophy SE: Motorsteuergerät

Wegen Fehlfunktionen des Motorsteuergeräts ruft Motorradhersteller Triumph in Deutschland knapp 2.400 Bikes zurück. Bei den Modellen Trophy, Trophy SE (Baujahre 2013 und 2014) sowie Tiger Explorer, Tiger Explorer XC (2012 bis 2014) kann der Motor unvermittelt während der Fahrt ausgehen. Kunden die diese Motorräder gekauft haben, sollten sie unbedingt kurzfristig in die Werkstatt bringen. Dort wird das Motorrad überprüft und gegebenenfalls das Motorsteuergerät ausgetauscht, was etwa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt. (sp-x)
27.02.2014

VW Caddy: Heckklappenhalterung

Volkswagen beordert seine Caddy in die Werkstatt: An Fahrzeugen der seit 2003 gebauten Modellreihe (dritte Generation) kann die Halterung der Heckklappe beschädigt sein, wodurch sie unvorhergesehen zufallen könnte. Betroffen sind die Hochdachkombis mit Heckklappe aus dem Bauzeitraum November 2003 bis Januar 2013. Weltweit sind das rund 589.000 Caddy, in Deutschland 284.000 Exemplare.

Kugelbolzen, an denen die Gasdruckdämpfer der Klappe am Fahrzeug befestigt sind, können vorgeschädigt sein. Um ein unvorhergesehenes Zufallen der Heckklappe infolge eines Ablösens des Kugelbolzens zu vermeiden, wird im Rahmen einer weltweiten Rückrufaktion vorsorglich eine neue Halterung des Gasdruckstoßdämpfers montiert. Der Werkstattaufenthalt hierfür dauert zwischen einer halben und anderthalb Stunden. Die betroffenen Fahrzeughalter werden informiert.

Der VW Caddy wird seit mehr als 30 Jahren gebaut, aktuell in der dritten Generation. Der Hochdachkombi wird vor allem von Handwerkern und Lieferdiensten genutzt, neben der Karosserievariante als Kastenwagen wird der Caddy aber auch als Pkw mit bis zu sieben Sitzen angeboten.

24.02.2014

Auto-Babyschale

Wegen sicherheitstechnischer Mängel ruft der Restposten-Händler Thomas Philipps eine Auto-Babyschale zurück. Das Unternehmen warnt davor, den Sitz im Fahrzeug zu benutzen. Auch außerhalb des Autos bestehe Gefahr, da sich der Haltegriff lösen könne. Der Verkauf ist bereits gestoppt. Erkennbar sind betroffene Produkte an der Artikelnummer EAN 2005072684002. Kunden erhalten bei Rückgabe den Kaufpreis von 29,95 Euro erstattet. (sp-x)

14.11.2013

VW Tiguan, Amarok: Sicherung

Wegen unterschiedlicher Probleme ruft VW in Deutschland rund 160.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind das Kompakt-SUV Tiguan sowie der Pick-Up Amarok.

Beim Tiguan kann es zu Problemen mit der Fahrzeugbeleuchtung kommen. Durch eine defekte Schmelzsicherung könnte unter Umständen einer der beiden Schaltkreise ausfallen und dadurch einzelne Lichtfunktionen außer Kraft setzen. Rund 147.000 Fahrzeuge mit Herstellungsdatum zwischen Anfang 2008 und Mitte 2011 sind betroffen. Deren Halter werden von Volkswagen angeschrieben und in die Werkstatt gebeten. Der Austausch der Sicherung soll dort nur wenige Minuten in Anspruch nehmen.

Außerdem hat die VW-Nutzfahrzeugtochter festgestellt, dass an einzelnen Amarok-Modellen die Kraftstoffleitungen im Motorraum undicht werden können. Sie ruft daher in Deutschland exakt 12.359 Fahrzeuge zurück. Betroffen sind Modelle mit dem 2.0-TDI-Motor, die seit Markteinführung bis Ende Juni dieses Jahres vom Band liefen. Bei ihnen könne unter Umständen Dieselkraftstoff austreten.

Um Schäden an den Kraftstoffleitungen zu vermeiden, soll ein Scheuerschutz eingebaut werden, was laut Hersteller in der Werkstatt maximal eine Stunde dauert. Alle Halter betroffener Modelle werden über das KBA angeschrieben. Den Besitzern der Fahrzeuge entstehen keine Kosten.

Weltweit muss VW über eine Million Fahrzeuge zurückrufen: Insgesamt 800.000 Tiguan sowie 239.000 Amarok. (sp-x)

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Pariser Autosalon 2014

Wir werfen einen Blick auf die Neuheiten vom Auto Salon in Paris.

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