Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Toyota RAV4 Hybrid

Erster Test: Toyota RAV4 Hybrid

Gemütlicher Alltags(be)gleiter

19.01.2016

Toyotas Kompakt-SUV RAV4 wurde leicht überarbeitet. Neben den üblichen optischen Retuschen führen die Japaner mit dem Facelift auch in diesem Modell die Hybrid-Variante ein. Wer den RAV4 mit Doppelherztechnologie sein Eigen nennen will, muss mindestens 31.990 Euro hinlegen. Damit ist er in der Anschaffung knapp 8.000 Euro günstiger als der NX von der Nobeltochter Lexus. Wir haben den überarbeiteten RAV4 auf die Probe gestellt.

Mit einem niedrigen Verbrauch von gerade einmal 5,0 Liter Benzin pro 100 Kilometer fährt die überarbeitete, hybridisierte RAV4-Version mit mehr Komfort und Dynamik zum Händler und kann ab Frühjahr 2016 dort gekauft werden. Das Pärchen aus einem 155 PS starken, 2,5-Liter-Otto-Motor und einem 105-kW-E-Motor an der Vorderachse, stellt dem Kompakt-SUV zusammen 145 kW/197 PS Leistung zur Verfügung.

Doch das ist noch nicht das Ende der Hybrid-Fahnenstange, denn in dieser Konfiguration fährt der Japaner rein frontangetrieben vor. Wer auf Allradantrieb setzen will, der muss für einen zweiten, 50 kW starken E-Motor an der Hinterachse noch einmal 3.000 Euro oben drauf legen, erhält dafür aber bessere Traktion, ohne eine lästige Kardanwelle mitschleppen zu müssen.

Kleine Operationen

Galerie: Erster Test Toyota RAV4 HybridDass der Toyota RAV4 im Rahmen der Hybrid-Einführung auch optisch überarbeitet wurde, fällt vor allem an der Front auf, die das Facelift mit neuer Stoßstange und Voll-LED-Scheinwerfern zu erkennen gibt. Doch nicht nur äußerlich hat sich was getan: Der Innenraum wurde aufgehübscht und wirkt auf den ersten Blick hochwertig und präzise verbaut – allerdings findet man hier und da das gefürchtete Asiaten-Plastik. Profitieren kann der RAV4 von der neu verbauten Dämmung, mit der es innen noch ruhiger zugeht. Und das neue 360-Grad-Kamerasystem soll beim Einparken vor etwaigen Anbumsern bewahren. Die multimediale Darstellung erfolgt auf einem neuen, 7 Zoll großen Touch-Display.

Unter dem Blech wurden auch das Fahrwerk und die Lenkung überarbeitet. Letztere erschien uns während unserer Testfahrt allerdings zu leichtgängig und indirekt, ein wenig mehr Rückmeldung an den Fahrer hätten wir sehr begrüßt. Das Fahrwerk dagegen ist SUV-artig bequem und schluckt Bodenunebenheiten problemlos weg.

Der hat es nicht eilig

Galerie: Erster Test Toyota RAV4 HybridDas Anfahren ist für den Hybrid-RAV4 keine Herausforderung: Das Drehmoment des/der durchzugsstarken Elektromotors/en steht sofort parat und nimmt dem Verbrenner die Aufgabe mit dem höchsten Verbrauch ab. Das heißt, wenn genug Ladung vorhanden ist. Der Akku ist mit 1,59 kWh Kapazität nämlich recht klein und der Strom schnell aufgebraucht. Einmal in Fahrt, kann man mit dem SUV auch stromern, aber gerade einmal etwa zwei Kilometer weit – er ist eben kein Plug-In-Hybrid. Und damit wird klar, die Stärken des elektrisierten Kompakten liegen im Stadtverkehr. Dank der häufigen Rekuperation beim Bremsen, zum Beispiel an den Ampeln, lädt sich der Akku regelmäßig wieder auf.

Fahrer, die viele Kilometer auf der Langstrecke zurücklegen, sollten allerdings auf einen anderen Antrieb zurückgreifen. Dort ist das Sparpotential der Doppelherz-Technologie eher gering und wirklich eilig hat es der Japaner nicht; mit einem herkömmlichen Diesel kann er hier kaum mithalten. Den Hundertersprint schafft der Japaner zwar in 8,3 Sekunden angesichts eines Leergewichts von 1,7 Tonnen noch einigermaßen flott.

Doch muss sein Besitzer auf der Autobahn mit ansehen, wie die Mitbewerber an ihm vorbeieilen, denn der Japaner will nicht schneller als 180 km/h. Und wer auf einmal viel Leistung abfragt, muss sich den gequälten Motoren-Sound gefallen lassen – der an ein stufenloses Getriebe gepaarte Benziner heult auf und reißt die Mitfahrer aus dem Halbschlaf. Der Standardbenziner mit 151 PS (ab 27.990 Euro) oder der 143-PS-Diesel (ab 27.290 Euro), der neuerdings aus einer Kooperation mit BMW stammt, fühlen sich in diesem Revier eindeutig wohler.

Ausgestattet

Galerie: Erster Test Toyota RAV4 HybridWie im noch aktuellen Modell gibt es auch nach dem Facelift die vier Ausstattungsvarianten RAV4, Comfort, Edition und Executive. Die Einstiegsvariante bleibt allerdings den herkömmlichen Antrieben vorbehalten. Dafür kommt der Hybride in der Comfort-Version bereits ordentlich ausgestattet daher. Er verfügt serienmäßig über 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die erwähnten Voll-LED-Scheinwerfer, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, Tempomat, Rückfahrkamera und das Smart-Key-System.

Als elektrische Helferlein gesellen sich die Einparkhilfe für vorne und hinten und das Toyota Safety Sense System hinzu, welches über eine Fußgängererkennung, Spurwechselwarner, Verkehrszeichen-Erkennung und einen Fernlichtassistenten verfügt.

  • Technische Daten: Toyota RAV4 2.5 Hybrid Allradantrieb

Länge: 4,61 Meter, Breite: 1,85 Meter, Höhe: 1,68 Meter, Radstand: 2,66 Meter Leergewicht: 1.690 kg, Zuladung: 580 kg, Gepäckraum: 501 l bis 1.633 l.

Motor: 2,5-Liter-Reihenvierzylinder-Benziner, Elektromotor vorn mit 105 kW, hinten mit 50 kW/68 PS Leistung, Systemleistung: 145 kW/197 PS bei 5.700/min, Drehmoment: 206 Newtonmeter bei 4.400 bis 4.800/min (Benzinmotor), Elektromotor vorn/hinten: 270Nm/139 Nm, Beschleunigung 0-100 km/h: 8,3 s, Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h; Normverbrauch: 5,0 l/100 km, CO2-Ausstoß: 117 g/km.

Preis-Frontantrieb: ab 31.990 Euro

Preis Allradantrieb: ab 34.990 Euro

 
Fazit
 

Jan Menno Schmidt

Der Toyota RAV4 Hybrid hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck, wenn man einen bequemen und gemütlichen Alltags(be)gleiter will. Ambitionierte Fahrer müssen sich allerdings weiter umschauen: Für dieses Klientel ist der Kompakte definitiv nicht geschaffen. Seine Stärken liegen ganz klar in der Stadt und nicht auf der Autobahn. In der City allerdings punktet er mit der Doppelherztechnik, die ihn verbrauchstechnisch auf Dieselniveau bringt.
 
 
4
118

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

AutoWelten

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.