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Galerie: Erster Test Porsche 911 Turbo

Erster Test: Porsche 911 Turbo

Steigerung in Sicht

28.01.2016

Porsche hat dem 911 Turbo eine Frischekur verpasst. Mindestens 174.669 Euro müssen jetzt in den Boliden investiert werden. Dabei hat sich mit dem Facelift, das schon den inzwischen ebenfalls turbogetriebenen Ex-Sauger-Elfern wiederfahren ist, auf den ersten Blick gar nicht viel geändert: Optisch unterscheidet sich der sogenannte Phase-II-Turbo von seinen Vorgängern durch überarbeitete Scheinwerfer und Rückleuchten, einen neuen Heckdeckel und leicht modifizierte Schürzen und Endrohre. Wie gehabt ist er mit 1,88 Metern der breiteste Elfer, schließlich brauchen die 305er Pneus an der Hinterachse ebenso Platz wie der Luftkanal.

Serienmäßig an Bord ist, neben dem Sport-Chrono-Paket, das unter anderem eine Boostfunktion mit 50 Extra-Newtonmeter und einem neuen Sportmodus für das ESP bereitstellt, auch die Hinterachslenkung. Das neue 36-Zentimeter-Lenkrad liegt gut in der Hand, der Fahrmodusschalter (Normal, Sport, Sport Plus und Individual) ist griffgünstig direkt am Volant angebracht, ebenso die Schaltpaddel.

Kraft voraus

Galerie: Erster Test Porsche 911 TurboSo viel Spaß die Kurvenhatz mit dem Turbo auch macht, noch mehr Freude kommt auf der langen Start-und-Ziel-Geraden auf. Hier kann der äußerst bissig auf Gasbefehle reagierende 3,8-Liter-Boxer sein ganzes Temperament in die Waagschale werfen. Und das heißt: 540 PS im normalen Turbo, 580 PS im – stets vollausgestattet mindestens 202.872 Euro teuren – Turbo S. Das sind jeweils 20 Pferdchen mehr als bisher.

Das Plus an Leistung verkürzt die Sprintzeit um 0,2 Sekunden, die Hundertermarke fällt im Turbo nach 3,0 Sekunden, im Turbo S sogar nach 2,9. Damit ist das S-Modell der erste Elfer, der eine Zwei vor dem Komma schafft. Auch in Sachen Höchstgeschwindigkeit zeigt sich das S-Modell deutlich erstarkt, satte zwölf km/h schafft er mehr und muss nun erst bei Tempo 330 die Segel streichen; zehn Sachen weniger schafft der Basis-Turbo, der damit immerhin um fünf Zähler zulegen konnte.

  • Technische Daten

Porsche 911 Turbo/Turbo S:

Zwei-plus-zweisitziges Coupé (Cabriolet), Länge: 4,51 Meter, Breite: 1,88 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 1,98 Meter), Höhe: 1,30 Meter, Radstand: 2,45 Meter, Kofferraumvolumen: vorne 115 Liter, hinten 260 (160 beim Cabrio) Liter

Antriebe:

911 Turbo (Cabriolet)

3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer-Benziner, 397 kW/540 PS, maximales Drehmoment: 710 Nm bei 2.250-4.000 U/min, 0-100 km/h: 3,0 s, Vmax: 320 km/h, Durchschnittsverbrauch: 9,1 Liter (9,3 Liter), CO2-Ausstoß: 212 g/km (216 g/km), Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: F, Preis: ab 174.669 (187.759) Euro

911 Turbo S (Cabriolet)

3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer-Benziner, 427 kW/580 PS, maximales Drehmoment: 750 Nm bei 2.250-4.000 U/min, 0-100 km/h: 2,9 s, Vmax: 330 km/h, Durchschnittsverbrauch: 9,1 Liter (9,3 Liter), CO2-Ausstoß: 212 g/km (216 g/km), Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: F, Preis: ab 202.872 (215.962) Euro

Nicht ohne Alltagshelferlein

Galerie: Erster Test Porsche 911 TurboSerienmäßig an Bord ist bei beiden Modellvarianten, die übrigens für jeweils rund 13.000 Euro extra auch als Cabrio erhältlich sind, der Allradantrieb. Die Entwickler haben jedoch nicht ausschließlich die Rennstrecke im Kopf gehabt. Schließlich soll und kann der Elfer im Normalmodus auch ganz handzahm betrieben werden. Alltags-Turbo-Fahrer dürfen sich daher zukünftig über ein neues Infotainmentsystem mit Onlinezugang freuen, das auch Apple-Car-Play unterstützt; Android Auto ist derzeit nicht in der Planung, da die meisten Porschefahrer, so eine interne Untersuchung, ohnehin ein iPhone in der Tasche haben. Erstmals gibt es außerdem eine Multikollisionsbremse, die Folgeunfälle bei einem Crash verhindern soll und einen Totwinkel-Warner, der allerdings nur bis 250 km/h arbeitet. (as/sp-x)

 

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