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Galerie: Erster Test BMW 330e

Erster Test: BMW 330e

Sportlich elektrisiert

02.02.2016

Mit dem neuen BMW 330e, dem 3er mit Doppel-Herz-Technologie, erweitern die Bayern nun auch diese Baureihe um ein Plug-In-Hybrid-Modell. Wer in Zukunft sportlich unterwegs sein, und dabei die Umwelt nicht außer Acht lassen will, für den scheint der Neue im Bunde die optimale Lösung zu sein. Was ihn ausmacht und wie er sich fährt, haben wir für Sie getestet.

Viele von uns kennen das: Man wohnt etwas außerhalb, am Stadtrand, doch die Dienststelle ist mitten in der City. Den täglichen Weg zur Arbeit bestreiten die meisten selbstverständlich mit dem Automobil und nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da diese oft zu stark frequentiert sind und zu selten fahren – und ganz gewiss auch nicht mit dem Fahrrad, denn wer will schon verschwitzt in der Arbeit ankommen? Dass die Feinstaubbelastung in den Innenstädten daher immer höher wird, verwundert niemanden.

Galerie: Erster Test BMW 330eDie Lösung heißt Elektroauto – allerdings verfügen die reinen E-Fahrzeuge immer noch nicht über eine repräsentative Reichweite, und das schreckt viele Kunden ab. Aber die Stadt würde davon profitieren, wenn zumindest ein Teil der Strecke emissionsfrei gefahren wird. Realisieren lässt sich das – ein Fahrzeug auf der Langstrecke effizient und im Stadtverkehr emissionsfrei zu fahren – mit einem Plug-In Hybrid. Und wenn dann noch reichlich Fahrdynamik dazu kommt, ist das Paket nahezu perfekt. So wie beim neuen BMW 330e.

Drei Eigenschaften des 330e

„Fahrdynamisch, elektrisch lokal unterwegs und effizient auf der Langstrecke“, so preisen die Bayern den neuen Plug-In-3er an. Fahrdynamisch, so bemerkten wir auf den ersten Metern, ist vor allem das sportliche Ansprechverhalten beim Anfahren, sei es im elektrischen oder im herkömmlichen Modus. Aber auch, wer schneller unterwegs ist und beispielsweise auf der Autobahn flott überholen möchte, kann sich den Extra-Boost des E-Motors zunutze machen. Dieser steht jederzeit in den Startlöchern und unterstützt den Verbrenner stetig mit zusätzlichen 100 Newtonmeter Drehmoment. Einmal das Gaspedal durchgedrückt und die elektrische Hilfe gibt noch eine extra Schippe an Power hinzu. Zu dem dynamischen Auftritt passt auch die Lenkung, die sehr direkt auf die Befehle des Fahrers reagiert und in der hindernisreichen Innenstadt angenehm leichtgängig arbeitet. Das fahrdynamische Gesamtpaket können wir an dieser Stelle bereits durchwinken.

Das rein elektrische Fahren erprobten wir mit dem 3er in der Münchner Innenstadt und bewegten uns auf leisen Sohlen durch den wuseligen Stadtverkehr. Wer noch nie mit einem Stromer unterwegs war, der kann sich das Antriebsgeräusch des E-Motors so vorstellen, wie das Aufladen eines Foto-Blitzes. Und den Ampelsprint stellt man sich am besten wie einen kleinen Katapultstart vor: Der E-Motor steuert seine Kraft aus dem Stand weg bei und schiebt den heckangetriebenen 3er schon mit Nachdruck an, während die anderen Verkehrsteilnehmer noch den ersten Gang einlegen.

Fein abgestimmt

Galerie: Erster Test BMW 330eVor allem auf der Langstrecke kommt dann der Benziner ins Spiel. Die feine Abstimmung zwischen Verbrennungs- und E-Motor ist für die Bayern definitiv kein Hexenwerk. Hier profitieren sie von der herkömmlichen Entwicklung und den Erfahrungen mit reinen Elektro-Fahrzeugen wie i8 und i3. Das System im 3er setzt sich zusammen aus dem bereits zwei Mal beim „International Engine of the Year Award“ ausgezeichneten Vierzylinder-Twin-Turbo-Otto mit 184 PS und 290 Newtonmeter Drehmoment und dem 65 kW/88 PS starken Elektromotor mit einem Drehmoment von 250 Newtonmeter. Damit stehen dem 330e insgesamt 252 PS zur Verfügung; die Zusammenarbeit beider Antriebe koordiniert die Elektronik tadellos. Mit dieser Verschmelzung beider Technologien schafft der Mittelklässler den Hundertersprint binnen 6,1 Sekunden.

Der E-Motor schafft im Idealfall eine rein emissionsfreie Reichweite von 40 Kilometern und kann eine Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h leisten. Nutzt man diese Möglichkeit aus, und fährt danach nicht allzu stürmisch weiter, kommt man auf den ersten hundert Kilometern auf einen Normverbrauch von 2,1 Litern, den wir bei unserer Runde um gut einen Liter übertroffen haben. Auf längeren Distanzen, wo man nicht die Möglichkeit hat, den Stromspeicher unterwegs aufzuladen, steigt der Durst freilich an und dürfte sich der 330e etwa auf der Strecke München–Hamburg im Mittel wohl auch sechs bis sieben Liter nehmen.

 
Fazit
 

Jan Menno Schmidt

Wer jetzt denkt, dieser neue Trend mit den Plug-In-Hybriden koste bestimmt Unsummen, der irrt. So ist der 330e mit seinem Einstiegspreis von 43.500 Euro zwar gut 3.000 Euro teurer als ein gleich starker Benziner, dafür allerdings fast 4.000 Euro günstiger als ein vergleichbarer Diesel. Dafür schluckt der neue 3er, wenn man die E-Reichweite ausnutzt, deutlich weniger Sprit. Und: Trotz der im Kofferraum verbauten Batterien, die eine Gesamtkapazität von 7,6 Kilowattstunden aufnehmen können und innerhalb von drei Stunden an der Haushaltssteckdose geladen sind, leidet der 3er, was das Ladevolumen betrifft, nicht. Bis zu 370 Liter gehen in das Gepäckabteil der elektrisierten Limousine und die Rücksitze lassen sich wie gewohnt im Verhältnis 40:20:40 umlegen.
 

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