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Galerie: Erster Test Ford Fiesta ST

Erster Test: Ford Fiesta ST

Frecher Drei-Käse-Hoch

18.05.2018

Wer gerne flott unterwegs ist, wird beim Gedanken an Dreizylinder-Motoren schnell dankend abwinken. Das kann ja keinen Spaß machen! Und in der Tat, oft sind die kleinen Dreier mit wenig Wumms ausgestattet und brauchen gefühlt eine Ewigkeit, bis sie in die Puschen kommen. Das es auch anders gehen kann, beweist Ford mit dem Fiesta ST, den wir jetzt für Sie getestet haben.

Zugegeben: Auf den ersten Blick liest es sich ein wenig befremdlich, wenn ein kleiner 1,5-Dreizylinder-Benziner mit 200 PS ausgestattet ist. Ganz richtig, in Worten: ZWEIHUNDERT. Und genau so unglaublich geht es weiter. In nur 6,5 Sekunden spurtet die Tachonadel des neckischen Kleinwagen an 100 km/h vorbei und schreitet munter weiter, bis bei 232 km/h dann doch einmal Schluss ist.

Der sonst so brave

Galerie: Erster Test Ford Fiesta STDoch zurück auf Startposition. Den Ford Fiesta gibt es mittlerweile seit 1976 und er zählt zu den beliebtesten Kleinwagen in Deutschland. Die nunmehr achte Auflage ist von ursprünglich kleinen Abmaßen auf stattliche vier Meter in der Länge und 1,78 Meter in der Breite gewachsen. Der Kofferraum fasst mindestens 292 Liter und lässt sich durch umlegen der Rücksitze auf, für diese Klasse ordentliche, 1.093 Liter, erweitern – das ändert sich auch in der ST-Version nicht. Außerdem gibt es auch den schnellen „Kölsche Jung“ – er wird immer noch am Rhein gefertigt – entweder als Drei- oder Fünftürer.

Galerie: Erster Test Ford Fiesta STWer sich mit den normalen Fiestas nicht begnügen will, muss mindestens 21.100 Euro für die zwei Buchstaben S und T am Heck investieren. Dafür bekommt man aber schließlich ordentlich Spaß und, wie Ford es gerne kommuniziert, einen halben Sechs-Zylinder – wenn das mal kein Wort ist!

Der Uhu-Flitzer

Galerie: Erster Test Ford Fiesta STStartet man per Knopfdruck den Drei-Käse-Hoch, erwacht dieser mit einem urigen Sound zum Leben. Ein weiterer Tastendruck genügt, und der Kleine wechselt in den noch satter klingenden Sportmodus. Bereits auf den ersten Metern steht fest, der Ford Fiesta ST schreit förmlich danach, dass man ihm die Sporen gibt. Für diese Größe mehr als ausreichende 290 Newtonmeter Drehmoment sorgen für den nötigen Vortrieb an der Vorderachse. Positiv: Trotz der vielen Kraft scheint der Kleinwagen keineswegs überfordert. Selbst bei voller Leistungsabfrage sprintet er ohne Durchdrehen der Räder los, nichts scheint ihn aus der Ruhe zu bringen.

Galerie: Erster Test Ford Fiesta STDie Lenkung ist so hervorragend abgestimmt, dass es für den Fahrer eine Leichtigkeit ist, flott durch Kurven zu pfeilen. Diese feine Abstimmungen und das straff ausgelegten Fahrwerk animieren – ebenso wie das neckische Frotzeln aus den Endrohren, wenn man mit dem kanckigen Sechsgang-Handschalter zurückschaltet – den Fiesta-ST-Fahrer regelrecht dazu, Kurve um Kurve stets ein bisschen flotter zu nehmen. Die Reifen verlieren dabei, wie mit Uhu bestrichen, nie den benötigten Halt und der Lenker bleibt jederzeit Herr der Lage.

Galerie: Erster Test Ford Fiesta STDass bei dieser Gangart der angegebene Durchschnitts-Verbrauch von sechs Litern Benzin nicht einzuhalten ist, versteht sich von selbst. Doch der ST kann auch sparsam. Wer frühzeitig hochschaltet und darauf verzichtet, sich in den engen, aber nicht unbequemen Sportsitz drücken zu lassen, der kann den angegebenen Normalverbrauch durchaus realisieren. Aber muss man dafür dann einen Fiesta ST kaufen?  

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Wer auf der Suche nach einer kleinen Renn-Semmel ist, der wird beim Ford Fiesta ST auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Für mindestens 21.100 Euro bekommt man nicht nur 200 PS, sondern auch noch einen halben Sechszylinder. Hier stimmt wirklich alles, was der sportive Fahrer sich nur wünschen kann: Eine präzise Lenkung, ein hervorragend abgestimmtes Fahrwerk, einen ordentlichen Sound für die Ohren und neben all der Sportlichkeit, einen alltagsfähigen Kleinwagen, der es faustdick hinter den Ohren hat. So macht ein Dreizylinder auf jeden Fall Spaß. Doch ein wenig Geduld ist leider noch gefragt, denn der kleine Drei-Käse-Hoch kommt erst im Sommer.
 
 

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