Gewährleistung:
Das müssen Sie beim Verkauf von Gebrauchten beachten.

Als gewerblicher Verkäufer von gebrauchten Pkw an Endkunden unterliegen Sie den Bestimmungen des Sachmängelhaftungsrechts – auch bekannt unter dem Namen Gewährleistungsrecht. Hier finden Sie einige interessante Informationen darüber, welche Rechte, Pflichten und Gestaltungsmöglichkeiten Sie diesbezüglich haben.


Sie haften 2 Jahre für Sachmängel.

Grundsätzlich haften Sie als Verkäufer 2 Jahre für Sachmängel – und zwar ab dem Zeitpunkt der Lieferung. Keine bindende Wirkung haben vertragliche Regelungen wie "Gekauft wie gesehen" oder "Verkauf unter Ausschluss der Gewährleistung".

Nutzen Sie Gebrauchtwagen-Verkaufsbedingungen.

Die 2-Jahresfrist können Sie in bestimmten Fällen vertraglich auf ein Jahr heruntersetzen z. B. durch Gebrauchtwagen-Verkaufsbedingungen.

Sie können zweimal nachbessern.

Möchte ein Käufer vom Kauf zurücktreten, haben Sie in der Regel das Recht, zweimal nachzubessern. Erst wenn die Sachmängel nach zwei Reparaturversuchen in Ihrer Werkstatt (bzw. der mit Ihrem Einverständnis beauftragten Werkstatt) nicht behoben sind, kann der Käufer das Fahrzeug zurückgeben.

Im Streitfall: Schiedsstelle anrufen.

In Streitfällen können Sie sich an die Schiedsstelle der Kfz-Innung wenden – vorausgesetzt Sie sind Innungsmitglied. Diese vermittelt kostenlos bei Meinungsverschiedenheiten. Wichtig: Für Mitglieder der Kfz-Innung ist der Schiedsspruch bindend, für den privaten Käufer steht weiterhin der Rechtsweg offen.
Jetzt informieren

Tipp

Die Werbung mit sogenannten "Selbstverständlichkeiten" ist wettbewerbsrechtlich nicht zulässig. Sie sollten deswegen die gesetzliche Gewährleistung nicht extra in Ihren Inseraten auf AutoScout24 erwähnen. Sonst setzen Sie sich der Gefahr einer Abmahnung durch Konkurrenten oder Verbände aus.

Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und stellt keine rechtliche Beratung dar.