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Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5

Praxistest: Daihatsu Materia 1.5

Auffallen zum kleinen Preis

06.12.2007

Wer im Straßenverkehr auffallen will, muss nicht zwangsweise zum Porsche greifen, es gibt auch günstigere Hingucker: Der Daihatsu Materia erregt mit seiner futuristischen Optik Aufsehen. Doch damit nicht genug: Der japanische Minivan überzeugt nicht nur durch sein Design, sondern auch mit viel Platz auf wenig Raum. Und das alles zu einem bezahlbaren Preis.

Dass die Kastenform raumeffizient ist, weiß jeder Fahrzeughersteller. Doch kaum einer setzt das Konzept so konsequent um wie Daihatsu beim Minivan Materia: Senkrecht stehender Kühlergrill, senkrechte Windschutzscheibe und - richtig - senkrecht abfallendes Heck. Dazu die waagerechte Dachlinie, fertig ist der Schuhkarton.

Kein Kubikzentimeter Raum wir durch unnötige Design-Schnörkel verschenkt. Damit setzt der japanische Kleinwagen-Hersteller seine Firmenphilosophie eindrucksvoll fort: üppiges Platzangebot bei geringen Abmessungen.

Auch im Fond reichlich Platz

Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5Auf nur 3,80 Meter Länge finden bis zu fünf Passagiere komfortabel Platz. Der große Radstand von über zweieinhalb Metern garantiert auch auf der Rückbank ausreichend Beinfreiheit. Und mit 1,64 Meter Höhe stoßen auch Sitzriesen nicht am Dach an. Die Sitze sind - vorne wie hinten - schlicht, bieten aber guten Sitzkomfort auf. Auf ausgiebigen Reisen erweist sich das Gestühl allerdings als ein wenig zu weich.

Futuristisch wie das Äußere mutet auch das gut verarbeitete Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5Cockpit des Materia an. Das Armaturenbrett schwingt sich in weitem Bogen von links nach rechts, mittig ist der Instrumententräger platziert. Witzig: Im Materia 1.5 sind die Lautsprecher in den Türen blau beleuchtet. Die Bedienung der serienmäßigen (!) Klimaanlage sowie des ebenfalls standardmäßig verbauten CD-Radios ist simpel und logisch. Zahlreiche Ablagefächer bieten Platz für.

Stauraum für die Shopping-Tour

Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5Je nach Bedarf lässt sich die 60:40 geteilte Rückbank um 16 Zentimeter der Länge nach verschieben und in der Rückenneigung verstellen. So stehen bei maximaler Beinfreiheit für die Fondpassagiere 181 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Klappt man die Bank um und schiebt sie ganz nach vorne, erweitert sich der Stauraum auf 619 Liter. Und gut 550 Kilogramm dürfen in den Materia gepackt werden. Völlig ausreichend für ein Stadtauto.

Für 15.790 Euro gibt’s den Materia mit einem 103 PS starken Vierzylinder. Aus eineinhalb Liter Hubraum entwickelt der Benziner ein maximales Drehmoment von 132 Newtonmeter bei 4.400 Umdrehungen pro Minute. Genug, um nach gut zehn Sekunden Tempo 100 zu erreichen. Danach wird die Kraftentfaltung etwas zäher, nach einigem Anlauf erreicht der Japaner eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h.

Hängt gut am Gas

Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5Vor allem im hektischen Großstadtverkehr freut man sich über die direkte Gasannahme des unter Volllast munter surrenden Motors. Flink setzt sich der Materia aus dem Stand in Bewegung, der kurz übersetze erste Gang tut sein Übriges. Das Fünfgang-Schaltgetriebe zählt gewiss nicht zu den exaktesten, ist aber leichtgängig und durchaus akzeptabel. Wer partout nicht schalten will, bekommt für 1.200 Euro eine Vierstufen-Automatik.

In der Stadt mit holprigen Straßenbahnschienen, Kopfsteinpflaster und Gullideckeln, arbeitet das weiche, komfortorientierte Fahrwerk tadellos und entschärft Unebenheiten vorbildlich. Dass es dafür bei flotter Kurvenfahrt nicht so gut mithält, ist kein Wunder. Die zu schnelle Gangart quittiert der Daihatsu in Kurven mit deutlichem Untersteuern. Schade, dass Daihatsu für das Stabilitätsprogramm VSC 650 Euro Aufpreis verlangt. Und diese Option nur zusammen mit dem größeren 1,5-Liter-Motor gewährt.

Normalbenzin reicht aus

Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5Wer den Daihatsu auf der Autobahn nicht allzu sehr antreibt, erzielt einen Durchschnittsverbrauch mit einer Sechs vor dem Komma. Im Stadtgetümmel gönnt sich der kleine Japaner gerne auch mal neun Liter und mehr. Ein kombinierter Verbrauch von knapp unter acht Litern je 100 Kilometer ist realistisch. Vorteil: Dem Daihatsu Materia genügt das günstige Normalbenzin.

Neben dem Stabilitätsprogramm und der Automatik umfasst die Aufpreisliste nur noch Kopfairbags für 450 Euro und die Perleffektlackierung zum Preis von 390 Euro. Wer seinen Materia nicht im serienmäßigen Weiß ordert, hat die Wahl zwischen sieben Farben, darunter so auffallende Töne ein giftiges Mambagrün oder leuchtendes Pazifikblau.

Fazit

Viel Platz, gute Ausstattung und extravagante Optik: Der Daihatsu Materia überzeugt innen wie außen. Sein 1.5er-Motor gefällt durch spontanen Antritt und guten Durchzug im unteren Drehzahlbereich. Ob sich der Aufpreis von 1.000 Euro gegenüber dem nur zwölf PS schwächeren 1.3er lohnt? Ja, denn nur für das größere Aggregat bietet Daihatsu das Stabilitätsprogramm VSC an. Und das sollte auch in einem Kleinwagen immer an Bord sein. Galerie: Praxistest Daihatsu Materia 1.5

 
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