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Galerie: Prototyp Audi A7 h-tron und VW Passat HyMotion

Prototyp: Audi A7 h-tron und VW Passat HyMotion

Volkswagen kann's auch

26.11.2014

“Wir wollen nur beweisen, dass wir es auch können”, betont Audis Wasserstoffexperte Friedrich Wilhelm und beantwortet damit die Frage nach einer Serienfertigung der nun auf der Los Angeles Autoshow gezeigten Brenstoffzellen-Prototypen. Auch wenn Toyota mit dem Mirai jetzt das erste Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt gebracht hat und Mercedes-Benz schon seit langem an der B-Klasse F-Cell herumdoktort: Im Volkswagenkonzern sieht man derzeit noch keinen Handlungsbedarf.

Schließlich gäbe es faktisch noch keine Infrastruktur, so der Audi-Experte weiter. Zwar sind manche Regionen wie etwa Kalifornien etwas weiter, doch selbst dort kommt man mit einem Wasserstoffauto nicht wirklich weit; von der Situation in Deutschland ganz zu schweigen. Nicht einmal zwei Dutzend Tankstellen gibt es in der Bundesrepublik, und zieht man diejenigen auf Privatgelände ab, reichen zwei Hände zum Zählen…

Der Appell der Techniker ist klar formuliert: Die Regierung muss eingreifen, nur so ließe sich zügig eine ausreichende Infrastrukur schaffen. Und dann wären Audi und VW auch schnell dabei, entsprechende Modelle auf den Markt zu bringen. Denn: Die Brennstoffzelle funktioniert, wie der Konzern am Beispiel von Passat und A7 in Los Angeles demonstriert hat; und einen entsprechenden Golf-Variant-Protoypen haben die Ingenieure auch noch in der Werkstatt stehen.

Zwei Motoren für Audi, einer für VW

Galerie: Prototyp Audi A7 h-tron und VW Passat HyMotion Das “Energie-Paket” aus Wasserstofftank und Brennstoffzelle ist bei beiden Fahrzeugen das gleiche, allerdings geht der Strom beim Passat HyMotion nur an einen E-Motor mit 100 Kilowatt/136 PS an der Vorderachse. Der h-tron getaufte A7 hat zwei Elektroantriebe, an jeder Achse einen, und kommt so nicht nur auf 231 PS (170 kW) Leistung, sondern verfügt gleichzeitig über Allradantrieb; schließlich will man auch mit der neuen Technik den Kernwert der Marke nicht verraten.

Dementsprechend tritt der mit 540 Newtonmeter Drehmoment gesegnete Audi auch etwas flotter an; E-Auto typisch hängt er beim Ampelstart die meisten anderen Verkehrsteilnehmer spielend ab. Und der Fahrer merkt kaum, dass der Strom, den er verfährt, gerade erst erzeugt wird. Ein wenig Surren und Klacken beim Start, schon erscheint die Ready-Anzeige im Powermeter (das anzeigt wieviel Leistung gerade abgefrufen wird oder ob Rekuperationsenergie zurück in die Batterie fließt) und der Audi rollt lautlos vom Parkplatz.

Wasserstoff-Plug-in-Hybrid als Übergangslösung

Bis zu 500 Kilometer kommt der A7 mit einer Wasserstoff-Tankfüllung, ehe er für ein paar Minuten wieder an den Zapfhahn muss. Alternativ lässt sich der als Plug-in-Hybrid ausgelegte Audi auch an der Steckdose laden - dafür hat er eine Batterie mit 8,8 Kilowattstunden Kapazität an Bord, die genug Strom für 50 Kilometer aufnimmt; so soll auf kurzen, innerstädtischen Strecken der rare Wasserstoffvorrat geschont werden. Der Passat besitzt zwar auch einen solchen Stromspreicher, doch fällt der deutlich kleiner aus; Audi geht allerdings davon aus, dass de Wasserstoff-Hybridversion eher eine Übergangslösung sein wird.

Zumindest solange, bis eine flächendeckende Versorgung mit Tankstellen hergestellt ist. Und das wird noch ein wenig dauern. Circa 1.000 Zapfsäulen sind nötig, um kaum mehr weiße Flecken auf der Landkarte zu haben. Einer wohlwollenden Schätzung zufolge sollen bis 2023 etwa 400 davon bereit stehen. Es wird also noch mindestens ein bis zwei Autogenerationen dauern, bis der h-tron Antrieb bei Audi offiziell in der Preisliste stehen wird.

 
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