IAA 2011
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Galerie: Prototyp Mini Cóupé

Prototyp: Mini Cóupé

Und noch einer

09.06.2011

Die Mini-Familie wächst und wächst, nach Cabrio, Clubman und Countryman steht jetzt das zweisitzige Coupé in den Startlöchern. Bis es im Oktober auf den Markt kommt, dauert es zwar noch ein wenig, doch durften wir uns bereits jetzt von den Qualitäten des jüngsten Sprosses überzeugen – mit noch leicht getarnten Prototypen.

Nein, besonders praktisch ist ein Mini eigentlich nie. Und ein Coupé auch nicht. Was passiert also, wenn man beides kombiniert? Immerhin kommt zur Überraschung vieler dabei der Mini raus, der das größte Kofferraumvolumen aller vorweisen kann. 280 Liter passen hinter die beiden Sitze und damit fast die Hälfte mehr, als in den normalen Mini. Da sag noch einer, ein Coupé wäre nichts für den Alltag.

Galerie: Prototyp Mini CóupéDoch keine Angst, bei aller Vernunft durften die Designer auch ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen und haben einen Blickfang kreiert, der sich deutlich im Straßenalltag abheben wird. Auch von seinen Brüdern: Die traditionell ziemlich senkrecht stehende Windschutzscheibe ist beim Coupé 13 Grad flacher, das Dach ist drei Zentimeter tiefer. Das klingt nach nicht viel, lässt das Coupé aber deutlich satter auf der Straßen stehen. Einziges Manko: die antiquierte Antenne rechts hinten, die will nicht so recht zum neuen Mini passen.

Gleiches Cockpit

Galerie: Prototyp Mini CóupéBei den Abmessungen hat sich nichts geändert, das Coupé ist genauso groß wie der normale Mini. Beziehungsweise das Cabrio, das als Basis diente. Und auch am Cockpit durften die Designer nichts ändern. So findet man auch im Coupé das große, küchenuhrähnliche Zentralinstrument, die Retro-Kippschalter aber leider auch die nicht besonders hochwertigen Materialien.

Verzichtet wird beim Coupé nicht nur auf die Rückbank, sondern auch auf die bei den anderen Modellen verfügbaren Basismotoren – das würde schließlich nicht zum Wagen passen, so die offizielle Mini-Meinung. Leistungsmäßig geht es also mit dem 122 PS starken Cooper los, gefolgt vom Cooper S mit 184 Pferdestärken und dem Top-Modell John Cooper Works, der aus dem 1,6-Liter-Motor satte 211 PS holt und 280 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt.

Mit Diesel und Automatik

Galerie: Prototyp Mini CóupéImmerhin: Mini bietet das Coupé auch mit einem Dieselmotor an, aber auch hier nicht mit dem Einstiegsaggregat. Einziger Selbstzünder ist der Cooper SD mit 143 PS. Über genaue Verbrauchswerte gibt Mini momentan noch keine Auskunft, aber dürften die Konsum-Werte nicht sonderlich von denen der anderen Minis abweichen. Bis auf den Top-Benziner sind übrigens alle Motoren auch mit einem Automatikgetriebe erhältlich.

Für unsere erste Testfahrt auf dem österreichischen Wachauring stand, wie sollte es anders sein, natürlich der John Cooper Works zur Verfügung. Dass der Sprintwert von 6,4 Sekunden nicht übertrieben ist, merkt man schnell, wenn an aufs Gas tritt; die angegebenen 240 km/h Topgeschwindigkeit konnten wir allerdings mangels gerader Strecke nicht ausfahren; wir wollen es Mini aber glauben.

Erstmals mit Ausfahr-Spoiler

Galerie: Prototyp Mini CóupéWas man spürt: Der Mini ist äußerst knackig und lässt sich mit dem ach schon so häufig zitierten Go-Kart-Feeling flink um die Kurve scheuchen. Gegenüber seinen Brüdern hat das Coupé dickere Stabilisatoren an der Hinterachse, einen tieferen Schwerpunkt und wiegt es 25 Kilogramm mehr. Dazu kommt, erstmals bei Mini, ein ausfahrbarer Heckspoiler, der bei Maximalgeschwindigkeit immerhin für 40 Kilogramm Last auf der Hinterachse sorgt.

Ob man die Optimierungen nun tatsächlich im Alltag spüren kann, oder ob man sie vielleicht nur im direkten Vergleich erfährt, sei dahin gestellt. Fakt ist: Das neue Mini Coupé ist eine Spaßmaschine par excellence. Und um den Spaß weiter zu steigern, gibt es zwei Tasten: Die Sporttaste, die Gasannahme und Lenkung schärft und den DSC-Schalter, über den sich das ESP in einen sportlicheren Modus versetzen oder ganz abschalten lässt. Allerdings steigt damit freilich auch das Risiko.

Fast ein Schnäppchen

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Was der neue Fahrspaß kosten soll, verrät Mini auch noch nicht. Man spricht allerdings von einem Aufschlag von 1.500 bis 2.000 Euro gegenüber dem Normalen; demnach läge der Preis bei rund 22.000 Euro. Das ist zwar nicht wenig, aber für eine große Portion Extravaganz kann man schließlich auch mal tiefer in die Tasche greifen.

Und nachdem Mini davon ausgeht, dass viele Kunden zwar von einem Audi TT oder Porsche Boxster träumen, diesen sich aber sich nicht leisten können, ist das Coupé im Vergleich ja schon fast ein Schnäppchen. Aber bevor sie zuschlagen, gibt es noch eins zu Bedenken: Schon im nächsten Frühjahr kommt der Roadster, und der vereinbart Fahrspaß mit Open-Air-Feeling.

Galerie: Prototyp Mini Cóupé

 
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