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Glaubwürdigkeit des Verkäufers

Ist der Verkäufer mit weißem Hemd und Krawatte seriös und der andere, der gerade mit ölverschmiertem Overall aus der Werkstatt kommt, weniger aufrichtig? So simpel ist die Sache garantiert nicht.

Keine Faustregel

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, wird sich bestimmt auch auf seine Menschenkenntnis und sein Bauchgefühl verlassen. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Schließlich gibt es keine einfache Faustregel, nach der schwarze Schafen sicher aussortiert werden können.  Sehen Sie den Kontakt zum Anbieter am besten als eine Art Indizienkette, die Sie Schritt für Schritt zur richtigen Beurteilung führt.

Zeitfaktor

AutoScout24 startet gemeinsam mit dem ADAC und mobile.de die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“.
Unter www.sicherer-autokauf.de finden sich zahlreiche Hinweise und Tipps. Gewarnt wird unter anderem vor Betrugsmethoden; der „Musterkauf“ zeigt, wie ein Autokauf via Internet idealer- weise vonstatten gehen sollte. Wer befürchtet, an einen Betrüger geraten zu sein, findet in der Rubrik „Erste Hilfe“ konkrete Unterstützung.

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Ein seriöser Anbieter wird sich immer Zeit für Sie nehmen und Ihre Fragen in Ruhe beantworten. Reagiert ein Verkäufer schon bei der ersten Frage genervt, möchte er Sie von weiteren Fragen abhalten. Und das wird seine Gründe haben.

Probefahrt

Dreht Ihr potentieller „Geschäftspartner“ gleich zu Beginn der Probefahrt das Radio laut, möchte er womöglich unliebsame Fahrgeräusche übertönen. Als vertrauensbildende Maßnahme taugt das ebenso wenig wie der Hinweis nach einer kurzen Fahrstrecke, dass es jetzt wohl Zeit wäre umzukehren.

Offenheit

Den absolut makellosen Gebrauchtwagen gibt es sicher nur ganz selten. Deshalb gewinnt ein Verkäufer an Glaubwürdigkeit, wenn er - vor allem - ungefragt auch offen über Mängel redet. Sicher ist es in erster Linie seine Aufgabe, auf die Vorzüge des Gebrauchten hinzuweisen. Aber Ehrlichkeit sollte im Gebrauchtwagenhandel das oberste Gebot sein.

Gutachten

Ein seriöser Anbieter wird bereitwillig eine Hebebühne freimachen, wenn Sie das Fahrzeug von unten begutachten wollen. Oder keine Einwände haben, wenn Sie mal kurz zur DEKRA oder zum TÜV fahren wollen. Er wird auch dann nicht den Kopf schütteln, wenn Sie vorschlagen, ein neutrales Gutachten einzuholen.

Umfeld

Achten Sie auch auf das Umfeld. Ähnelt das Gelände eines Sandplatz-Händlers eher einem besseren Schrottplatz, werden Sie wohl kaum die „einzige Perle“ im Angebot entdeckt haben. Selbstverständlich gibt es aber auch unter den Händlern, deren Autos unter freiem Himmel stehen, sehr gewissenhafte Anbieter, die einen Teil ihres Kostenvorteils an die Kunden weiter geben.

Vertrag

Letztendlich wird ein seriöser Anbieter Sie nicht zu einem schnellen Abschluss drängen und dann, wenn die Entscheidung gefallen ist, einen ordentlichen Vertrag vorlegen.

Tipp
  • Ein gutes Zeichen ist, wenn der Verkäufer Ihre Fragen ernst nimmt
  • Erkennen Sie Ablenkungsmanöver wie ein aufgedrehtes Radio während der Probefahrt
  • Schauen Sie nicht nur auf das auserwählte Fahrzeug, sondern beurteilen Sie auch das Umfeld

 
 

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