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Die Restschuldversicherung (auch Restkreditversicherung) sichert ihren Autokredit und somit Sie als Kreditnehmer sowie Ihre Familie ab. Je nach Leistungsumfang tritt die Restschuldversicherung im Falle von Krankheit und daraus resultierender Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall ein. Manche Versicherungsgeber bieten ebenfalls einen Schutz im Falle von Arbeitslosigkeit an.
In der Regel wird eine Restschuldversicherung zusammen mit dem Autokredit abgeschlossen, ist jedoch kein obligatorischer Bestandteil eines Autokredites. Die Zahlungen für die Restschuldversicherung erfolgen für gewöhnlich monatlich zusammen mit der Rate für den Autokredit. Im Falle von Krankheit bzw. Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit übernimmt die Restschuldversicherung die Zahlung der fälligen Raten. Im Todesfall wird der komplette noch ausstehende Kreditbetrag übernommen. So kann der Kreditnehmer bzw. dessen Familie das finanzierte Fahrzeug in jedem Fall behalten.
Der Leistungsumfang der Restschuldversicherung kann wie bereits erwähnt je nach Anbieter variieren. Klassisch enthalten sind die Risiken Tod und Arbeitsunfähigkeit. In den letzten Jahren sind zusätzliche Bausteine wie z.B. die unverschuldete Arbeitslosigkeit hinzugekommen. Auch Schwerstkrankheiten, wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall sind im Leistungsportfolio einiger Anbieter enthalten.
Häufig steht die Restschuldversicherung aufgrund zu hoher Beiträge oder Zwangskopplung an den eigentlichen Autokredit in der Kritik. Tatsächlich beeinflussen die Kosten für die Restschuldversicherung die Gesamtkosten für den Autokredit. Daher ist es unerlässlich nicht nur Angebote für einen Autokredit zu vergleichen, sondern bei entsprechendem Interesse auch die Kosten der Restschuldversicherung zu vergleichen.
Ist der Abschluss des Autokredites zwingend mit einer Restschuldversicherung verbunden, so sind die Kosten für die Restschuldversicherung nach deutschem Recht in den Effektivzins mit einzurechnen. Meistens ist jedoch der Abschluss einer Restschuldversicherung freiwillig, wenn auch viele Kreditgeber sehr offensiv mit diesem zusätzlichen Produkt werben, mit dem Ziel weitere Deckungsbeiträge zu erwirtschaften.
Ein großer Vorteil der Restschuldversicherung ist, dass vor Abschluss keinerlei Gesundheitsprüfungen oder ähnliches vorgenommen werden. Jedoch gibt es beim Deckungsumfang der RSV Ausnahmen, die Sie beachten sollten. So sind bei den meisten Anbietern in den ersten beiden Vertragsjahren bereits bestehende und bekannte Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Auch Suchterkrankungen, Arbeitsunfähigkeit infolge von Schwangerschaft oder gar Selbstmord werden in der Regel nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt.
Der Abschluss einer Restschuldversicherung macht in vielen Fällen Sinn. Beispielsweise für den Fall, dass der Finanzierungsnehmer Familie hat und die einzige erwerbstätige Person im Haushalt ist. Denn die Versicherung gibt finanzielle Sicherheit und schützt vor unerwarteten Einkommensverlusten. Im Leistungsfall ist die Abwicklung in der Regel schnell und unbürokratisch und das Fahrzeug kann behalten werden. Dennoch gilt es wie bei der Finanzierung, verschiedene Anbieter zu vergleichen um ein günstiges Angebot mit einem guten Leistungsumfang zu bekommen.
