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Galerie: Reportage 10 Jahre Smart

Reportage: 10 Jahre Smart

Herzlichen Glückwunsch

12.09.2008

Das haben sie ja wieder wunderbar hinbekommen, die Jungs beim Daimler. Ausgerechnet zum zehnjährigen Geburtstag der Marke Smart rollt auch deren einmillionstes Fahrzeug im französischen Hambach vom Band. Der richtige Zeitpunkt zum Gratulieren -  und für einen kleinen Rückblick.

Die Geschichte von Smart startet irgendwann in den 1970er Jahren. Johann Tomforde war seinerzeit Mercedes-Designer und entwickelte die Idee eines superkompakten Kleinwagens, der gerade mal 2,50 Meter messen sollte. Die Studie schaffte es allerdings nur aufs Papier, nicht mal einen Prototypen gab es. Und an eine Serienproduktion war erst recht nicht zu denken. Mercedes’ hohen Sicherheitsansprüche ließen sich nach damaligen Stand der Technik nicht in einem derart kleinen Auto umsetzen.

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartEin Konzeptfahrzeug erblickte erst zehn Jahre später, 1981, das Licht der Welt und war die Antwort auf die – aus heutiger Sicht eher unbedeutende – Ölkrise und die beginnende Parkplatznot in den Großstädten. Der neu entwickelte Sandwichboden rückt das NAFA, also das Nahverkehrsfahrzeug, wie die Studie genannt wurde, näher an die gängigen Sicherheits-Standards ran. Und bereits 1988 erprobte man in der NAFA-Studie einen Elektroantrieb. Der Dauerbetrieb scheiterte allerdings an der unzureichenden Akku-Kapazität.

Design-Auftrag

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartIm Jahr 1991 schließlich vergibt Mercedes den Auftrag für das Design eines ultrakompakten Stadtautos an Studenten des Art Center College of Design in Passadena, Kalifornien. Zwei Jahre später sind die ersten echten Smart-Vorläufer fertig: der EcoSprinter und der EcoSpeedster. Beide stießen bei den Verantwortlichen in Stuttgart auf so große Resonanz, dass man konkrete Pläne für den Bau des Zwergs schmiedete.

Fast zeitgleich dachte auch Nicolas G. Hayek, der Erfinder der Swatch-Uhren darüber nach, ein kleines Stadtauto auf den Markt zu bringen, dass mehr als Statement denn als Statussymbol dienen sollte. Bei der Suche nach einem erfahrenen Partner stößt Hayek auf Mercedes und 1994 gründeten beide die Micro Compact Car GmbH. Dort sollte die schwäbische Automobil-Expertise mit der schweizer Kreativität vereint werden. Noch im selben Jahr entstand auf Basis des EcoSpeedster der erste Prototyp des Smart City-Coupés und in Hambach begann der Bau des Smart-Werkes.

Schnellen Schrittes

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartIm Schnellschritt eilte die Entwicklung des Smarts voran. 1996 debütierten in Atlanta und Paris zwei weitere, seriennahe Studien. Und schon ein Jahr später feierte das fertige Smart City-Coupé seine Premiere auf der IAA in Frankfurt. Die Produktion in Hambach startete im Juli 1998, im Oktober begann der Verkauf des aufseheneregenden Zweisitzers.

Weitere Innovationen ließen nicht lange auf sich Warten: Auf der IAA 1999 stellte Smart sowohl eine Dieselversion als auch das Cabrio der Öffentlichkeit vor. Der Selbstzünder ging noch im selben Jahr an den Start und fuhr gleich den Weltrekord als sparsamstes Serienauto ein: 3,4 Liter verbraucht der Zweisitzer auf 100 Kilometer. Das kleinste Serien-Cabrio der Welt folgte im Jahr 2000.

Ganz ohne alles

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartNoch mehr Frischluft garantierte 2002 der Smart Crossblade, ein Sondermodell, dass die Kooperation zwischen Smart und Brabus begründete. Der Crossblade war auf 2.000 Einheiten limitiert und kam ohne Dach, Windschutzscheibe und Türen daher. Einer der stolzen Besitzer: Robbie Williams.

Der rasante Aufstieg der jungen Marke schien bilderbuchmäßig. Doch die darauffolgenden Jahre sollten zwei nur wenig erfolgreiche Modelle hervorbringen. 2003 startete der Smart Roadster, ein flacher, puristischer Sportwagen der an die 1950er und 60er Jahre erinnern sollte. Ein Jahr später folgte mit dem Forfour eine viersitzige Version.

Kein Erfolg

Mit den beiden Modellen lehnten sich die Autobauer zu weit aus dem Fenster und wichen zu sehr vom ursprünglichen Konzept – ein kleines, sparsames Stadtauto zu bauen – ab. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurden beide Varianten wieder eingestellt

Doch das Jahr 2003 hielt nicht nur negative Schlagzeilen für Smart bereit. Ein umfangreiches Facelift brachte das Citiy-Coupé, das fortan auf den Namen Fortwo hört, auf den neuesten Stand. Wichtigstes Novum: Mit der Überarbeitung hielt das elektronische Stabilitätsprogramm ESP Einzug.

Ausblick

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartEinen ersten Ausblick auf die nächste Generation gab Smart 2005, ebenfalls auf der IAA, mit der Studie Crosstown. Pläne für eine Serienproduktion des von einem Benzinhybrid angetriebenen Crosstowns gab es damals nicht. Allerdings dachte man weiter intensiv über alternative Antriebe nach. Smart präsentierte eine Version mit Elektroantrieb, eine Erdgasvariante und einen Dieselhybrid.

Schließlich, im Jahr 2007, ging die zweite Generation an den Start und machte den Gerüchten über ein Ende der Marke den Garaus. Gleichzeitig wurde Smart komplett in die Daimler-Organisation integriert und ist nun als vollwertiges Mercedes-Benz-Cars-Mitglied auf Augenhöhe mit Mercedes, Maybach und AMG - Ein klares Bekenntnis der Stuttgarter zu ihrem Zwerg.

Zukunftsmusik

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartWas vor zwanzig Jahren mit der Elektro-NAFA-Studie begann, setzt Smart heute fort. In London läuft seit 2007 ein Pilotprojekt mit 100 Elektro-Smarts der alten Generation (…mehr). Erst vor wenigen Tagen wurde ein ähnlicher Testlauf in Berlin gestartet. Dr. Dieter Zetsche, der Vorstand der Daimler AG, nutzte das Jubiläum in Hambach, um die nächste Generation des Smart ed – das steht für electric drive – zu enthüllen. Schon Ende nächsten Jahres soll der Stromflitzer in Kleinserie auf den Markt kommen, bis 2012 sollen die Stückzahlen in den fünfstelligen Bereich vordringen.

Doch die Zukunft beginnt schon heute: Ab Oktober 2008 wird der Smart Fortwo mit 61- und 71-PS-Benziner nur noch als Micro-Hybrid, das heißt mit Start-Stopp-Automatik verkauft. Sobald das Auto steht, geht der Motor automatisch aus und spart so Treibstoff. Löst man die Bremse, springt das Aggregat automatisch wieder an.

Neue Ufer

Galerie: Reportage 10 Jahre SmartNeben der Entwicklung neuer Techniken arbeitet Smart an der Erschließung weiterer Märkte. Nach der erfolgreichen Einführung des Kleinen in den USA strebt man in Stuttgart als nächstes die Eroberung des chinesischen Marktes an. Im April 2009 sollen dort die ersten Fahrzeuge in Kundenhand gegeben werden. Schon jetzt erregt der Zweisitzer in den Showrooms im Reich der Mitte großes Aufsehen. Ein ähnlich positiver Start wie in den USA scheint also vorprogrammiert.

Grund zur Freude haben die Verantwortlichen bei Daimler aber schon jetzt. Nach einer schwarzen Null im vergangenen Jahr wird Smart das Geschäftsjahr 2008 zum ersten Mal in der Firmengeschichte mit einem deutlichen Gewinn abschließen. Herzlichen Glückwunsch!

 

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