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Galerie: Reportage Land Rovers 60ster

Reportage: Land Rovers 60ster

Inder-Geburtstag

16.04.2008

Für Land Rover ist 2008 sowohl ein Jahr der Rückbesinnung als auch des Umbruchs. Denn gleichzeitig zum 60sten Geburtstag wechselte auch der Besitzer. Nach BMW (1994 – 2000) und Ford (2000 – 2008) hat nun der indische Tata-Konzern bei Land Rover das Sagen. Grund genug, einen Blick zurück und nach vorne zu werfen.

Das erste Drittel der Land-Rover-Geschichte gehört allein dem Defender. Die Gelände-Ikone wurde übrigens erst 1990 Defender getauft und war bis dahin Marke und Modell in einem. Als Landwirtschafts-, Expeditions- und Armeefahrzeug eroberte der pragmatische Allradler nach dem zweiten Weltkrieg nahezu den gesamten Globus. Als Unverwüstlicher arbeitete er sich zur automobilen Legende hoch. Und dank seiner modularen Bauweise wurden auf Defender-Basis viele Spezialversionen gebaut, die seinen Kult zusätzlich befeuerten. Ob Löschwagen, Truppentransporter, Parademobil der Queen, langer Sechstürer oder Kettenfahrzeug – der Landy übernahm viele Jobs in vielen Formen.

Pro Jahrzehnt eine Baureihe

Galerie: Reportage Land Rovers 60sterEs dauerte mehr als 20 Jahre, bis der Defender einen Bruder bekam. 1970 stellte sich breitschultrig der luxuriöse Range Rover an seine Seite. Fast 20 weitere Jahre blieb das Duo für sich, bis sich 1989 mit dem Discovery eine dritte Baureihe dazwischen drängte. Als kompetenter Offroader machte er – zumindest für die damalige Zeit – auch auf der Straße eine gute Figur. 1997 brachte Land Rover mit dem Freelander als einer der ersten Hersteller einen Kompakt-SUV auf den Markt. Der Mitbegründer eines neuen Segments wurde zugleich Land Rovers Stückzahlen-Rekordler.

Unter Ford-Regie verkürzte sich die Neuheiten-Schlagzahl bei Land Rover drastisch: 2002 startete die dritte Range-Generation, 2004 kam der neue Discovery, 2005 folgte der Range Rover Sport und 2006 wurde der neue Freelander vorgestellt. Heute umfasst die stark modernisierte Modellpalette fünf Baureihen. Trotz recht unterschiedlicher Charaktere dieser fünf Modelle ist der gemeinsame Nenner weiterhin ein gerüttelt Maß an Geländetauglichkeit. Und es ist diese Kompetenz, die den Kultstatus der Marke begründet und den Fahrzeugen ihre Abenteuer-Aura verleiht.

Land Rover verkauft Träume

Galerie: Reportage Land Rovers 60sterTrotz dieser übergreifenden Gemeinsamkeit fahren sich die Land-Rover-Modelle sehr unterschiedlich. Dem Defender merkt man Alter und Bestimmungszweck deutlich an. Der puristische Geländewagen ist ein beinhartes Arbeitstier eines vergangenen Technik-Zeitalters. Robustheit und Geländetauglichkeit zählen aber noch immer zu seinen Stärken. Der oft verklärte Blick auf den Defender ist bei der Kaufentscheidung allerdings unangebracht. Viele potenzielle Käufer wollen sich mit ihm den Traum erkaufen, spontan auch bis nach Timbuktu fahren zu können. Die Praxis sieht allerdings meist nüchterner aus. Das Leben auf asphaltierten Straßen ist für den Offroadkauz jedoch keine artgerechte Haltung. Hier sind andere Landys gefragt. Für den zivilen Einsatz stehen viel Luxus (Range Rover), viel Platz (Discovery), eine sportliche Auslegung (Sport) oder auch eine gesoftete Allzweckwaffe zu humanen Preisen (Freelander) zur Wahl.

Sonderedition zum 60sten

Das 60ste Firmenjubiläum nahm Land Rover Deutschland übrigens zum Anlass, Freelander, Defender, Discovery und Range Rover Sport jeweils in einer „Edition 60yrs“ aufzulegen. Besondere Lederausstattungen und serienmäßige Komfortmerkmale zeichnen diese streng limitierten Editionen aus. Optisch sind sie an kleinen Jubiläumsemblemen erkennbar.

Was die Zukunft bringt

So bewegt die Vergangenheit, so unkonkret ist Land Rovers Zukunft. Der Verkauf an den indischen Mischkonzern Tata sorgte im März für viele Schlagzeilen in den Wirtschaftsteilen und löste einen regelrechten Inder-Wahn unter Motorjournalisten aus. Doch auf die Fragen der Journaille über die Zukunftspläne von Tata gibt es wenig konkrete Antworten. Vorläufig bleibt wohl alles beim Alten.

Galerie: Reportage Land Rovers 60sterSicher ist deshalb: Bei den aktuellen Land-Rover-Modellen wird künftig an der Effizienz-Schraube gedreht. Neben Gewichtseinsparungen sollen auch Hybrid-Versionen kommen. Über Modellwechsel oder neue Baureihen ist hingegen nichts zu erfahren. Ob die Anfang 2008 vorgestellte Studie LRX kommt, vermag derzeit bei Land Rover niemand bestätigen. Der schnittige Dreitürer wäre ein spannender Schritt in die Zukunft und auch ein attraktives Mobil. Doch derzeit verschleiert dichter Nebel den Blick auf Land Rovers Zukunft. Die Briten fahren in diesen allerdings unerschrocken hinein und sehen sich gut gerüstet für neue Abenteuer.

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