Fahrsicherheit 2008
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Galerie: Reportage Opel OPC-Fahrtraining

Reportage: Opel OPC-Fahrtraining

Zum Eiligen-Schein

26.06.2008

Steilhangfahren mit über 200 Sachen, Rennsport-Feeling pur und wertvolle Fahrsicherheitstipps – all das bietet Opel in seinem OPC-Fahrtraining. Unter Anleitung von Rennsportprofis durften wir uns in zivilen Sportautos auf dem Opel-Testgelände Dudenhofen, einem Top-Secret-Areal, im Grenzbereich bewegen. Ein Abenteuer für Jedermann.

Opels Stark-Divsion, die OPC-Modellpalette, ist breit aufgestellt. Zwar eilt der Vectra mit schnellen Schritten aufs Altenteil zu, dafür stehen Meriva, Zafira, Astra und Corsa weiterhin gut im Saft. Die beiden Letztgenannten kommen mit 240 respektive 192 PS bei unserem Training zum Einsatz.  Fachkundig begleitet wird der Lehrgang von den erfahrenen DTM-Rennpiloten Manuel Reuter und Sascha Bert. Die beiden Profis haben sich einiges einfallen lassen, damit die Teilnehmer reichlich Nervenkitzel erleben und wertvolle Praxis-Tipps mit auf dem Weg bekommen.

Der Slalom-Test

Zunächst ist lockeres Warmfahren im Slalom-Parcours angesagt. Mit acht Fahrzeugen, Astra und Corsa im Mix, wedeln wir mehr oder weniger eng an Pylonen vorbei. Klingt einfach, setzt aber viel Feingefühl voraus¬, wenn man halbwegs zügig fahren will. Nach den ersten Runden fallen die Hemmungen und unter zunehmendem Reifengequietsche mehr Pylonen. Doch die sollen eigentlich stehen bleiben …

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingAlso hämmert uns Sascha Bert mit missionarischem Furor über die Funkgeräte ein: „Weniger ist mehr! So wenig wie möglich am Lenkrad drehen.“ Soll heißen: Kontrolliert und effizient fährt man mit Mini-Lenkmanövern. Die Räder sollen nach jedem Einschlag wieder gerade stehen. Wenn die Reifen quietschen, macht man einen Fehler. „Immer dorthin gucken, wo man hinfahren will.“ Soll heißen: Nicht der Slalom-Kegel ist mein Ziel, sondern der Weg herum. Auf diesen soll man sich konzentrieren. „Das Lenkrad schieben, nicht ziehen!“ Soll heißen: Mit den Armen den Oberkörper in die Sitzlehne drücken. Diese Position bietet unter anderem den Vorteil, dass man stärker von der Seitenführung der Sportsitze profitiert. „Möglichst eng mit dem Heck an den Pylonen vorbei!“ Soll heißen: Den Rückspiegel so einstellen, das man die Pylonen auch das Hinterteil im Blick hat. Wird das Heck eng an den Pylonen vorbeigeführt, bleibt der Wagen stabiler, ruhiger, schaukelt weniger auf. Wer diese Tipps umsetzt, sollte bei eingeschaltetem Stabilitätsprogramm ESP ohne zu bremsen mit Vollgas durch den Slalom kommen. Die Praxis des ungeübten Fahrers sieht allerdings anders aus.

Mit 200 im Steilhang

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingNach dieser Aufwärmübung gibt es was Exotisches zum abkühlen: Steilhangfahren! Dudenhofen verfügt über eine 4,8 Kilometer lange Rundstrecke mit maximal 38 Grad Schräglage. Sascha Bert führt den Corsa-Astra-Tross auf den Highspeed-Kurs. Mit steigender Geschwindigkeit wechseln wir die Spuren, bis wir mit mehr als 200 km/h auf der Linksaußen dicht an dicht dahinbrettern, die Hände locker am Lenkrad. Bei dieser Geschwindigkeit ist der Anpressdruck so hoch, dass man eigentlich ohne Hände am Lenkrad stundenlang weiterfahren könnte. Entsprechend ist dieser fraglos spektakuläre Tagesordnungspunkt keine fahrerische Herausforderung. Es kostet höchstens etwas Überwindung, auf die steile Spur zu wechseln und im extrem steilen Winkel auf die unteren Fahrspuren zu blicken. Dort tummeln sich ganz nebenbei einige getarnte Prototypen der nahen Opel-Zukunft.

Gegen die Uhr und sich selbst

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingDen hohen Nervenkitzel gibt’s dann beim anschließenden Wettkampf auf einem 400-Meter-Pylonen-Rundkurs. Trotz Kürze (25 Sekunden Fahrzeit) bietet diese Strecke eine gewisse Würze. Doch echtes Rennfeeling kommt erst mit der Adrenalin-fördernden Wirkung der Stoppuhr auf. Eigentlich paradox: Sobald es um die Wurst geht, machen die meisten Fahrer mehr Fehler. Kommt das Wettbewerbsmoment hinzu, sind die Zeiten deshalb oft schlechter als noch im lockeren Training. Wenn die Stoppuhr tickt, ist die Spannung unermesslich. Subjektiv fahren wir voll am Limit. Doch selbst die beste Fahrzeit unterbietet am Ende Sascha Bert noch um zwei Sekunden. Auf einer solchen Mini-Strecke sind das Welten.

Reuter zeigt’s allen

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingEbenfalls Weltklasse demonstriert uns anschließend Manuel Reuter auf einem 900-Meter-Rundkurs. Diese kleine Strecke wurde speziell für die OPC-Trainings und bietet eigentlich alles, was normale Rennstrecken auch bieten. Lediglich eine lange Gerade fehlt. Wir dürfen nur geführt auf den durchaus anspruchsvollen Kurs, vorneweg fährt Sascha Bert. Während er sich locker und routiniert bewegt, müssen wir uns anstrengen, ihm dicht zu folgen. Wir fahren am Limit. Doch der Grenzbereich des Autos liegt wo anders. Dies demonstriert uns Manuel Reuter mit einem Astra OPC. Für zwei Runden dürfen wir bei ihm auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Mit effizienten Bewegungen manövriert er den Astra ohne elektronische Helfer in andere Sphären. Obwohl es sich um einen Fronttriebler handelt, zirkelt er den Wagen in spektakulärer Weise immer wieder im Heckdrift durch Kurven. Wir geraten als Beifahrer ins Schwitzen, während Manuel Reuter gelassen und entspannt seine Kunststücke demonstriert. Der Showeffekt ist groß, auch wenn diese Art der Fortbewegung nicht die Schnellste ist. Wenn es um Zeit geht, würde Reuter nicht im Heckdrift durch Kurven fetzen.

Bremsen will gelernt sein

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingEbenfalls viel Quietschen und Qualm provozieren wir bei den abschließenden Bremsübungen. Hier sollen wir nach einer Vollbremsung aus 90 km/h einem Hindernis ausweichen. Die Kunst besteht zunächst darin, maximale Bremsleistung zu erzeugen und kurz danach möglichst effizient auszuweichen. Dank ABS kommt es zu keinem Blockieren der Räder. Mit durchgetretener Kupplung und Bremse schiebt der Wagen auf das Pylonen-Hindernis zu. Kurz vor dem „Aufprall“ gilt es, die Bremse zu lösen und mit minimalem Lenkeinschlag an dem Hindernis vorbei zu zirkeln. Klingt eigentlich einfach, doch in der Praxis machen wir typische Fehler: Der Tritt auf die Bremse ist nicht kräftig genug, der Blick bleibt starr auf dem Hindernis und man rauscht hinein, oder die Lenkbewegungen sind zu heftig. Nach vielfachem Üben können wir alle Tipps mehr oder weniger gut umsetzen.

Galerie: Reportage Opel OPC-FahrtrainingUnd so lernen wir auch die typischen Fehler der meisten Autofahrer kennen. Es wird nicht richtig gebremst, falsch ausgewichen, falsch gelenkt. Die Panik führt viele in das Hindernis und nicht daran vorbei. Und vor allem lernen wir: Diese Dinge kann man nicht theoretisch vermitteln, man muss sie praktisch üben – wieder und wieder. Wer dies tut, ist mit Sicherheit sicherer unterwegs.

Fairer Preis

Entsprechend hat Opel mit dem OPC-Training auch den Anspruch, den Teilnehmern sicheres Autofahren zu vermitteln, und zwar sehr viel intensiver als dies Fahrschulen können. Natürlich hat die Veranstaltung auch einen gewissen Werbecharakter. Als Nebeneffekt lassen sich Teilnehmer von den sehr sportlichen Opel-Modellen begeistern. Doch man lernt tatsächlich, bekommt viel Fahrspaß und einige ganz und gar nicht alltägliche Einblicke. Für den Tagestermin verlangt Opel pro Teilnehmer 480 Euro. Die Autos werden gestellt. Am Schluss gibt es noch den Eiligen-Schein in Form einer OPC-Fahrtraining-Urkunde. Und natürlich bleiben einige unvergessene Eindrücke. Mehr erfahren Sie unter: http://www.opel-opc.de.

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