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Reportage: VW Park Assist Vision

Reportage: VW Park Assist Vision

Selbstparker-Passat

25.04.2008

Fernbedienungen sind was Feines – auch bei Autos. Per Knopfdruck lassen sich Türen entriegeln, Kofferräume öffnen und beim ersten Regentropfen das Cabriodach lässig vom Bistrotisch aus schließen – das ist praktisch und cool. Doch angesichts dessen, was VW auf der Hannover-Messe demonstrierte, wirken solche Mätzchen ziemlich angestaubt. Die weltgrößte Industriemesse wurde zur Premierenbühne für einen autonom parkenden Passat.

Auf dem VW-Stand in Hannover wurde für die praktische Demonstration eine alltägliche Verkehrsszene aufgebaut. Eine Limousine und ein Kompaktvan stehen akkurat in Parklücken quer zur Fahrbahn. Zwischen ihnen passt noch ein weiteres Automobil. Nun fährt ein mit Wolkenkratzern beklebter Passat namens Paul vor, gelenkt von einem Fahrer. Quer vor der Parklücke stoppt er den Wagen und steigt bei laufendem Motor aus.

Wie von Geisterhand

Reportage VW Park Assist VisionDen Funkschlüssel hält der Fahrer nun demonstrativ nach oben und drückt einen Knopf. Plötzlich nimmt Paul wie von Geisterhand wieder Fahrt auf, zieht zunächst langsam schräg nach vorne. Dann bleibt er stehen, die Stellung der Vorderräder ändert sich, der Wagen setzt zurück in Richtung Parklücke. Nochmals hält Paul an, der Winkel ist noch nicht steil genug. Also wieder kurz nach vorne und zurück rangieren. Nun zieht der Wagen sauber und peinlich genau in die Demonstrations-Parklücke. Schöne neue Welt.

So ganz neu ist der Park-Assistent bei VW übrigens nicht. Für Serienmodelle wie dem Touran ist diese Technik bereits seit einiger Zeit bestellbar. Doch ist dieses verfügbare System allein für Parklücken längs zur Fahrbahn ausgerichtet und autonom läuft hier eigentlich gar nichts. So muss der Fahrer noch kuppeln, Gas geben und bremsen. Immerhin das Lenken übernimmt die Technik.

Einfache Technik

Reportage VW Park Assist VisionBeim Paul-Passat hingegen braucht man nur noch die Parklücke auswählen und vor dem Aussteigen den Wahlhebel des DSG-Getriebes auf P stellen. Zwei kleine Kameras links und rechts in den Außenspiegelgehäusen vermessen die Parklücke. Ein Rechner wertet die Video-Signale aus und steuert Lenkung und Antrieb. Mittels elektromechanischer Servolenkung, elektronischer Parkbremse, DSG und der vom Standgas gelieferten Motorkraft rangiert er auf dem zuvor berechneten Kurs rückwärts in die Parklücke. Zwei weitere Kameras an Front und Heck sowie die Ultraschallsensoren der Einparkhilfe überwachen diesen Vorgang und stoppen den Wagen falls nötig. Sollte in dieser Situation die Technik versagen, kann auch der Fahrer den Vorgang per Fernbedienung jederzeit unterbrechen.

Könnte in Serie gehen

Bei der praktischen Demonstration in Hannover konnte Paul überzeugen. Ein kritischer Moment war während der Vorführung zumindest nicht erkennbar. Der technische Aufwand hält sich zudem in Grenzen und ist kaum sichtbar. Obwohl praxistauglich und machbar, ist es dennoch ungewiss, ob der autonome Parkassistent jemals in Serie gehen wird. In etwa fünf Jahren könnte es soweit sein. Wobei dann noch eine Reihe rechtlicher Fragen geklärt werden müssen.

Praktisch wäre ein Selbsteinparker schon, könnte er doch das Einparken in besonders enge Lücken übernehmen. Statt sich nach dem Einparken durch einen kleinen Türspalt zu quetschen und eventuell dabei noch das Nachbarauto zu beschädigen, steigt man einfach vorher aus, den Rest erledigt das Auto. Vor dem Einsteigen lässt man sein Auto wiederum ganz einfach per Fernbedienungsbefehl vorfahren. So ein Paul ist schon praktisch.

Reportage VW Park Assist Vision

 
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