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Schulterblick: Opel

Schulterblick: Opel

Zurück auf Los

04.09.2009

Das Gezerre um Opel geht in die nächste Runde: Der Mutterkonzern GM spielt auf Zeit, der Bundesregierung geht die Zeit aus, Barack Obama hält sich raus und Fiat ist wieder interessiert. Und jetzt meldet sich auch noch Brüssel, um EU-Recht zu verteidigen.
Die Ausgangslage um Opel ist so offen wie nie.

Seit Wochen ist die Nachrichtenlage um Opel wieder an einem Siedepunkt angelangt, Auto-Experten geben sich für Interviews und Statements den Telefonhörer in die Hand, die Kommentarseiten der Leitmedien sind wieder vom Thema Opel bestimmt.

Um die aktuelle Situation zu verstehen hilft ein Blick in die Medien, denn die Informationslage ist komplex.

Die FAZ unterstellt jedem bisher bekannten Interessenten an Opel Investitionsunlust, alle seien sie an Fabriken, Ingenieuren und Märkten interessiert, jedoch nicht daran, Opel tatsächlich zu sanieren. Und tatsächlich scheint die „Bieter“ (Magna, RHJI, Fiat und GM selbst) nur die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Kreditgarantie von 4,5 Milliarden Euro zu interessieren. Aufschlussreich auch der Überblick zur Opel-Treuhand Gesellschaft. „Das hat Opel nicht verdient“, FAZ-online vom 30.8.2009.

Die Frankfurter Rundschau vermeldet einen deutlichen Einspruch des EU-Industrie-Kommissars Günther Verheugen, nach dem deutsche Staatshilfen für Opel nicht an den Erhalt deutscher Standorte gekoppelt sein dürfen. Das bringt die Kanzlerkandidaten Merkel und Steinmeier in Bedrängnis, die die Sicherung der Opel-Werke (und damit möglichst vieler Stellen) als Hauptgrund für ihre Magna-Präferenz nennen. „Nun redet bei Opel auch Brüssel mit“, FR-online vom 31.8.2009

Die Welt versucht einen Blick hinter die Kulissen bei GM zu werfen, nachdem Opel Aufsichtsrat Armin Schild eine Opel-Lösung bis zur IAA (Start am 17. September) fordert. Doch leicht ist es nicht, den Managern aus Detroit ins Blatt zu sehen: Offensichtlich gibt es im GM-Verwaltungsrat keine klare Linie. „Machtkampf bei GM blockiert Verkauf von Opel“, Welt-online vom 29.8.2009

Bundeskanzlerin Angela Merkel hätte nicht mit GM planen sollen, so weit es Ihre Beliebtheit in Sachen Opel angeht, vermutet die Zeit im Wirtschaftsaufmacher. Vielleicht hätte sie sich mit dem Opel-Treuhand Chef abstimmen sollen (siehe folgenden Beitrag). „Merkels Panne“, Zeit-online vom 27.8.2009

Außerdem fragt die Zeit in einem Interview mit Fred Irwin, dem Chef der Opel-Treuhand, nach, wer denn überhaupt die Zukunft von Opel entscheidet. Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland fordert mehr Flexibilität der deutschen Regierung und bekräftigt die neutrale Rolle der US-Amerikanischen in der Causa Opel. Jedoch: „Eine Insolvenz von Opel will niemand“, Zeit-online vom 27.8.2009

Die Zeit ahnte es vor den anderen: Dass GM durch die Blitzsanierung Opel  behalten will. Zwar über den Umweg RHJI, doch mit dem Ziel, das heute als veritable Option gehandelt wird. „Erst raus, dann rein“, Zeit-online vom 23.7.2009

Nach all dem Wirrwarr um die unterschiedliche Interessenslage hilft eine Lektüre bei Spiegel-online: Die Strippenzieher hinter den Kulissen werden in einem Mehrteiler vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass nicht nur die in den Medien so allgegenwärtigen Namen wie Henderson, Guttenberg oder Steinmeier zu merken sind, sondern auch bisher so unbekannte Namen wie Manfred Wennemer und Dirk Pfeil, Edward Whitacre und Ron Bloom. Nicht zu vergessen John Smith, der auch der Opel-Treuhand zugehört. „Wer im Opel-Poker die Strippen zieht“, Spiegel-online vom 28.8.2009

Google-News zum Thema Opel:

http://news.google.de/news/search?um=1&ned=de&hl=de&q=opel&cf=all

 

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