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Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er

Sitzprobe: Der neue BMW 5er

Neue Größe

24.11.2009

Vier Monate vor der Markteinführung hat BMW den neuen 5er enthüllt. Ohne großes Theater fiel der Vorhang für die Limousine der oberen Mittelklasse im Forschungs- und Innovationszentrum, quasi der Geburtsstätte, in München. Und ähnlich gering war die Überraschung: Optisch lieferten 7er und 5er GT schon einen konkreten Ausblick und auch die Technik ist von den beiden bereits größtenteils bekannt.

Den nunmehr sechsten Fünfer bringt BMW mit der jetzt vorgestellten Generation auf die Straße. Und wieder einmal ist alles größer, alles besser. Mit 4,90 Metern misst der 5er soviel wie einst ein 7er und der Radstand von 2,97 Metern ist der längste im Segment. Das erlaubt kurze Überhänge und streckt die Limousine optisch, genauso wie die lange Motorhaube, das knackige Heck und die flach nach hinten abfallende Dachlinie.

Mehr Dynamik

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Die Designer um Adrian van Hooydonk haben viel getan, dem 5er einen dynamischen Auftritt zu verleihen. Nicht immer ohne Probleme: So stellte zum Beispiel der weit nach hinten gezogene Hofmeisterknick an den Fondtüren, der eine schmale C-Säule erlaubt, die Blechverformer vor große Hürden. Die schließlich aber, nicht zuletzt dank modernster, virtueller Entwicklungsmöglichkeiten, gemeistert wurden.

Das Ergebnis von rund 60 Monaten Entwicklungsarbeit allein in der Design-Abteilung kann sich sehen lassen. Der 5er folgt der von 7er und 5er GT vorgegebenen Marschrichtung, tritt selbstbewusst und stattlich auf. Details wie die weiße Augenbraue, die LED-Coronaringe als Tagfahrlicht oder die ebenfalls mit LED illuminierten Rückleuchten sind bekannt. Auch an den üppigen Nieren-Grill hat man sich mittlerweile gewöhnt, der beim neuen 5er sogar, wie in den 1960er Jahren, als sogenanntes Haifischmaul leicht nach vorne geneigt ist und noch mehr Dynamik in die Limousine bringt.

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Qualität gut, Platz normal

Einen guten Eindruck machte beim ersten befühlen der Limousine auch die Qualität. Waren bei der 5er-GT-Präsentation die Spaltmaße und Verarbeitung der Vorserienmodelle eher auf durchschnittlichem Niveau, hinterlässt der 5er schon in diesem frühen Stadium vor der Markteinführung einen soliden Eindruck.   

Der Superlativ „längster Randstand“ lässt ein großzügiges Platzangebot vermuten, und auch vom Raumwunder 5er GT ist man verwöhnt, doch sieht die Realität im Fünfer etwas anders aus. Auf dem Papier haben die Fondpassagiere 1,3 Zentimeter mehr Kniefreiheit als bisher, in der Praxis ist der Innenraum des 5er aber nicht mehr als durchschnittlich bemessen. Vor allem, wenn in der ersten Reihe große Passagiere reisen, wird es hinten eng.

Gute Sicht bei SonnenscheinGalerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er

Vorne freilich sitzt es sich bequem, wenngleich Fahrer und Beifahrer generell durch immer überbordendere Mittelkonsolen etwas eingeengt werden. BMW-üblich ist das Cockpit fahrerorientiert und Ablagen gibt es wenige, zum Einsatz kommen die ebenfalls aus 7er und 5er GT bekannten Blackpanel-Displays für das iDrive-System und die klassischen Rundinstrumente. Einer neuen Entspiegelungsfolie für das große Navi-Display ist es zu verdanken, dass man auf die bisher nötige, üppige Hutze darüber verzichten und trotzdem auch bei Sonnenschein was sehen kann.

Mit 520 Litern Kofferraumvolumen liegt der Neue auf dem Niveau des Vorgängers, das weit nach hinten gezogene Dach erlaubt einen allerdings nur kurzen Heckdeckel und damit eine kleine Öffnung zum Beladen. Zudem ist das Gepäckabteil eher lang als breit, was es schwer macht, an die hintersten Gegenstände ranzukommen. Zum Leergewicht von rund 1,7 Tonnen dürfen sich noch einmal großzügige 600 Kilogramm Zuladung gesellen.

Assistenten aller Art

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Wie seine beiden Vorbilder, so verfügt auch der neue 5er über allerlei technische Helferlein: Spurverlassens-Warner, Spurwechsel-Assistent, Nachtsicht-Gerät mit Personenerkennung, Verkehrsschilderkennung und Head-up-Display sind gegen reichlich Aufpreis erhältlich. Vom ActiveHybrid X6 hat der 5er die Surround-View-Funktion bekommen, quasi eine Vogelperspektive auf das Auto, dank der der Fahrer auf dem Display die Umgebung etwa beim Rangieren genau im Blick hat.

BMW-Premiere feiern der automatische Einparkassistent, der den Wagen selbsttätig in eine für von ihm als groß genug empfundene Parklücke lenkt und der Auffahrwarner mit autonomer Bremsfunktion, der im Stadtverkehr Unfälle vermeiden soll. Beides sind allerdings keine Neuheiten im Automobilbau und bereits bei Mitbewerbern erhältlich. Ebenfalls nicht neu ist die mitlenkende Hinterachse, die es nun auch im Fünfer gibt und bei der die Räder um bis zu 2,5 Grad mit um die Kurve lenken.

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Kein Vier-Zylinder-Benziner

Seine Markteinführung Ende März 2010 bestreitet der 5er mit vier Benzinern und zwei Diesel-Motoren - ebenfalls alles gute Bekannte. Topmodell ist der turbogeladene Acht-Zylinder im 550i mit 407 PS, darunter rangieren drei Reihen-Sechs-Zylinder. Der 306 PS starke 535i ersetzt den Achtender im 540i und spart bei gleicher Leistung über zehn Prozent Sprit; sein Verbrauch liegt laut EU-Norm bei 8,4 Litern. Im 523i und 528i kommt jeweils der gleiche Drei-Liter-Motor zum Einsatz, entweder mit 204 oder 258 PS Leistung. Ein Vier-Zylinder ist bei den Benzinern noch nicht angekündigt, dürfte aber Ende 2010 folgen.

Auch die beiden Diesel bauen auf ein und demselben Aggregat auf, ebenfalls mit drei Liter Hubraum. Im 530d werden dem Triebwerk 245 PS und 540 Newtonmeter, im 525d 204 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment entlockt. Mit 6,2 beziehungsweise 6,3 Litern liegen beide beim Verbrauch nahezu gleich auf. Optional gibt es für den 530d das BluePerformance-Paket mit Stickoxid-Katalysator (1.190 Euro), dass ihn bereits jetzt für die kommende Euro-6-Norm rüstet.

Stopp-Start kommt Ende 2010

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Sparsamer geht‘s mit dem für das dritte Quartal 2010 angekündigten Vier-Zylinder-Selbstzünder 520d. Aus seinen zwei Litern Hubraum holt er für eine Sprintzeit von acht Sekunden ausreichende 184 PS und 380 Newtonmeter. Als Handschalter ist er mit einer Stopp-Start-Automatik ausgerüstet, wodurch sich ein Normverbrauch von nur fünf Litern realisieren lässt. Freilich sind auch alle anderen unter dem Stichwort EfficientDynamics bekannten Spritsparmaßnahmen wie Energierückgewinnung in der neuen Fünfer-Reihe verwirklicht.

Bis auf den 550i kommen alle Fünfer ab Werk mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe. Für das Top-Modell sieht BMW standardmäßig die neue Acht-Gang-Automatik vor, die in allen anderen Varianten gegen Aufzahlung erhältlich ist. Der bisher verbaute Sech-Stufen-Automat hat im 5er endgültig ausgedient. BMW bietet jetzt auch im Fünfer die Fahrdynamik-Control an, die dem Fahrer erlaubt, per Tastendruck Einfluss auf Fahrwerk, Lenkung und Automatik zu nehmen. So soll der 5er im Sportmodus dynamischer denn je und handlich wie ein Dreier sein und im Komfort-Betrieb sanft dahin gleiten.

Nicht unter 40.000 Euro

Galerie: Sitzprobe Der neue BMW 5er Günstigster Fünfer ist bei der Markteinführung der 523i für 41.900 Euro, der 525d kostet ab 44.700 Euro - das sind rund 2.000 Euro mehr als für das aktuelle Modell. Wenn Ende 2010 der 520d erhältlich ist, sinkt der Einstiegspreis auf 39.950 Euro. Nach oben überschreitet man mit dem 535i ganz knapp die 50.000er-Marke, spart allerdings gegenüber dem jetzt angebotenen 540i durch den Verzicht auf zwei Zylinder rund 6.000 Euro. Für den Acht-Zylinder werden 20.000 Euro mehr fällig, genau gesagt 70.500 Euro. Dagegen ist der stärkste Diesel im 530d mit 49.300 Euro fast ein Schnäppchen.

Zum Serienumfang zählen die gängigen Ausstattungen wie Klimaautomatik, Regensensor, 17-Zoll-Räder oder Tempomat, eine Sitzheizung gibt es dagegen nur beim Topmodell gratis. Für die Automatik verlangt BMW 2.200 Euro, die Hinterachs-Lenkung kostet 1.750 Euro, der neue Auffahr-Warner 1.550 Euro und das Nachtsichtgerät 2.000 Euro. Richtig günstig ist der Einpark-Assistent, den es schon für 550 Euro gibt und auch die Verkehrsschilderkennung steht nur mit 320 Euro auf der Rechnung - vorausgesetzt, man hat das Navigationssytem für 3.000 Euro geordert.

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