Detroit Auto Show 2013
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Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLA

Sitzprobe: Mercedes-Benz CLA

Neuer CLAnz

14.01.2013

Wieder einmal hat Mercedes-Benz kräftig in der Buchstabensuppe gerührt und eine weitere neue Kombination herausgefischt. Neben dem großen Coupé CL und dem eleganten E-Klasse-Ableger CLS steht zukünftig der CLA in den Schauräumen der Daimler-Händler. Die Limousine, die auf der A-Klasse basiert, bringt neuen Glanz in das Stuttgarter Portfolio und soll all diejenigen ansprechen, die auf Stufenheck stehen, denen die C-Klasse aber zu spießig ist. Wir haben schon einmal Platz genommen.

Bereits beim ersten Anblick, am Vorabend seiner offiziellen Weltpremiere auf der North American International Auto Show in Detroit, vermag der CLA zu begeistern; dass er als stylische Alternative zur eher biederen C-Klasse dienen kann, bezweifelt keiner der Anwesenden. Mit 4,63 Metern Länge misst der CLA sogar ein paar Zentimeter mehr als die C-Klasse Limousine. Zahlreiche Kanten, Falze und Wölbungen im Blech aber bilden einen Abenteuerspielplatz, auf dem sich Lichtstrahlen austoben können. Das hebt den CLA optisch in eine ganz andere Liga und zukünftige Konkurrenten wie die Audi A3 Limousine oder ein entsprechendes 1er-BMW-Derivat müssen sich warm anziehen.

Zwischen A-Klasse und CLS

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLASeine Verwandtschaft zur A-Klasse leugnet der CLA nicht, der Blick ins Gesicht macht die Familienzugehörigkeit deutlich. Vor allem die Rückansicht schlägt dagegen die Brücke zum großen Onkel CLS, von dem der CLA das muskulöse Heck geerbt hat. Selten orientiert sich ein Serienauto außerdem so stark an einer Studie, wie der neue Benz am Concept Style Coupé, das 2012 auf dem Genfer Automobil Salon ausgestellt wurde.

So avantgardistisch das Äußere daherkommt, so bekannt ist der Innenraum. Anstatt alles neu zu gestalten, griff man beim Daimler in den A-Klasse-Baukasten; das schicke Cockpit des Kompaktklässlers steht aber auch der Limousine hervorragend. Tiefliegende Instrumente, runde Lüftungsdüsen und galvanisierte Oberflächen, die sich metallisch-kühl anfassen, erfüllen die sportlichen Erwartungen, mit denen man auf den eng geschnittenen Integralsitzen Platz nimmt.

Kein Raumwunder

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLAApropos eng: Dass der CLA nicht viel mehr Platz bieten kann als die C-Klasse, ist klar; im Gegenteil, die schicke Bauform schmälert sogar das Platzangebot. Das merken vor allem die Gäste auf der Rückbank, deren Mittelplatz sowieso nur als Notsitz ausgewiesen ist. Doch auch auf den straff gepolsterten Gangplätzen ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt - in alle Richtung, denn während an den Knien der Vordersitz drückt, kommt einem von oben das stark abfallende Dach entgegen, erst recht wenn das optionale Panoramadach geordert wurde.

Auch in der ersten Reihe geht es recht eng zu. Hier herrscht zwar hinter den rahmenlosen Türen ein in Sachen Bein- und Ellbogenfreiheit für die Kompaktklasse übliches Raumangebot, doch Sitzriesen kommen, wie hinten, schnell mit dem Dach in Berührung. Der Kofferraum wiederum ist relativ geräumig. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt, doch dürften knapp 430 Liter in das Gepäckabteil passen, das sich durch umklappen der Rückbank erweitern lässt. Das Beladen erschwert allerdings die recht kleine Öffnung.  

Gute Bedienung, gute Qualität

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLADie ergonomische Anordnung von Schaltern und Hebeln und die intuitive Bedienbarkeit aller relevanten Systeme im CLA unterscheidet sich ebenso wenig von der A-Klasse wie das farbige Multifunktionsdisplay zwischen den Instrumenten oder der an einen Tabletcomputer erinnernde Bildschirm für das Multimediasystem. Auch im CLA erfolgt die Steuerung über einen griffigen Dreh-Drück-Knubbel.

Zwar gibt es im CLA weniger edles Holz, weniger Leder und weniger Aluminium als in den höheren Klassen, doch kommt auch im neuen Benz Wohlfühl-Flair auf und auch das erste Befühlen hinterließ einen guten Eindruck. Die saubere Verarbeitung trägt außerdem ihren Teil dazu bei, dass die Passagiere kaum Anlass zur Kritik finden. Stören dürften vor allem die wenigen Ablagen und, den Fahrer, die schlechte Übersicht; die scheint heutzutage allerdings schon fast zum guten Ton zu gehören.   

Ganz schön schnittig

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLADass die Designer beim CLA nicht nur auf ein schickes, sondern auch auf ein möglichst aeordynamisches Blechkleid geachtet haben, bescheinigt der CW-Wert. Mit 0,23 setzt sich der Benz momentan an die Spitze aller Serienautomobile. Neben niedrigen Windgeräuschen im Innenraum sorgt dieser Umstand vor allem für weniger Verbrauch; zusätzlich sind alle vier zum Marktstart im April 2013 verfügbaren Motoren mit einer Stopp-Start-Automatik ausgerüstet. So erfüllen alle Aggregate schon jetzt die erst ab 2014 geltende Euro-6-Abgasnorm.

Der 122 PS starke Basisbenziner im CLA 180 (ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turbo) konsumiert so nur 5,4 Liter. Er ist derzeit auch das einzige Aggregat, das in der noch weiter den Verbrauch senkenden Blue-Efficiency-Edition geordert werden kann. An der Leistung ändert sich dabei nichts, doch sinkt der CW-Wert dank einer noch einmal verbesserten Aerodynamik um 0,01 Zähler und der Verbrauch damit auf glatte fünf Liter. Der Preis bleibt gegenüber dem normalen CLA 180 unverändert bei 28.976,50 Euro - allerdings erkauft man sich mit dem Effizienz-Paket eine etwas langsamere Beschleunigung und die elektronische Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf ökologisch korrektere 190 km/h. Sonst sind 210 Sachen drin.

Viel Drehmoment

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLAVom gleichen 1,6-Liter-Benziner wird auch der CLA 200 (31.862 Euro) angetrieben, und auch er kommt wie die beiden 180er mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Hier stehen allerdings 156 PS bereit und das Drehmoment wächst um 50 Zähler auf 250 Newtonmeter. Verbrauch (5,5 Liter) und Vmax (230 km/h) steigen ebenfalls an, während die Sprintzeit um 0,7 Sekunden (sogar 1,3 gegenüber dem CLA 180 BlueEfficiency Edition) auf 8,6 Sekunden sinkt.

Vorläufiges Top-Modell ist der CLA 250, dessen zwei Liter großer Vierzylinder 211 PS mobilisiert und mit 350 Newtonmeter Drehmoment genauso viel Kraft entwickelt, wie der zu Beginn einzige verfügbare Diesel im CLA 220 CDI (170 PS). Der Top-Benziner spurtet allerdings in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 und läuft Tempo 240, der Selbstzünder schafft nur 230 km/h und brauch für den Sprint 8,2 Sekunden . Mit 4,2 Litern Diesel je 100 Kilometer ist er aber deutlich sparsamer als der 6,1 Liter Benzin schluckende CLA 250. Mit 37.990 Euro ist der CDI außerdem etwas günstiger als das 38.675 Euro teure Spitzenmodell. Beide kommen mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aus dem Werk in Ungarn, für CLA 180 und 200 ist es optional erhältlich (2.165 Euro).

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AMG in den Startlöchern

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLABereits in den Startlöchern steht, neben einem 108- und 136-PS-Diesel (CLA 180 und 200 CDI) auch schon der CLA 45 AMG, der über 350 PS leisten soll und uns als Prototyp bereits vom Beifahrersitz aus begeistert hat. Während der AMG serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet ist, steht die 4Matic bei den stärker motorisierten Fronttrieblern optional zur Verfügung. Eine elektrohydraulische Lamellenkupplung verteilt dann die Kräfte zwischen den beiden Achsen und sichert so die Traktion und sorgt für hohe Fahrstabilität im Grenzbereich. Ebenfalls fahrdynamisch vorteilhaft ist das optionale, straffer abgestimmte und 15 bis 20 Millimeter tiefer gelegte Sportfahrwerk.

Zwei Sachen dürfen freilich auch beim CLA nicht fehlen: zahlreiche Assistenzsysteme und Internetzugang. In Sachen Sicherheit unterstützen der Müdigkeitswarner und ein Notbremsassistent jeden CLA-Fahrer, Abstandstempomat, Spurhalteassistent und Tot-Winkelwarner, automatisches Fernlicht und Einparkassistent gibt es nur gegen Aufpreis.

Sicherheit und Internet

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz CLAAn der Online-Front hatte die nahtlose Integration des iPhones in das Anzeige- und Bedienkonzept oberste Priorität, erstmals inklusive der Sprachbedienung Siri und der Echtzeit-Positionsfreigabe Glympse. So lässt sich der aktuelle Standort exakt an ausgewählte Freunde übermitteln. Facebook, Twitter, Internetradio, Echtzeit-Verkehrsmeldungen und Google-Streetview ergänzen die Internetfunktionen - natürlich alles gegen Aufpreis.

Zumindest eine Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber, Lichtautomatik und ein CD-Radio sind immer an Bord. Daneben gibt es die beiden Ausstattungslinien Urban und AMG sowie drei Pakete (Exklusiv, AMG Exklusiv und Night), mit denen die Käufer ihrem CLA optisch und auch die Ausstattung betreffend eine eigene Note verpassen können. Darüber hinaus erfüllt die Aufpreisliste alle weiteren Wünsche. Preise von um die 50.000 Euro dürften so allerdings keine Seltenheit sein.  

 
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