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Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz V-Klasse

Sitzprobe: Mercedes-Benz V-Klasse

Prachtbau

24.10.2013

Vermutlich auf dem Genfer Autosalon 2014 wird Mercedes die neue V-Klasse präsentieren. Einige Monate bevor die ausladenden Hüllen offiziell fallen, hat uns der schwäbische Autobauer zu einer ersten Sitzprobe geladen. Und wir waren verblüfft, mit wie viel Prunk die weiterhin sehr nutzwertige Großraumlimousine ausstaffiert werden kann.

Das imposanteste Schmuckstück des Lieferwagens mit Pkw-Komfort ist das Armaturenbrett, welches in vielen Aspekten dem der neuen C-Klasse gleicht. Auch hier gibt es ein schwungvolles, fast frei schwebendes und skulptural anmutendes Armaturenbrett, bei dem die Bedienelemente nicht mehr kleinteilig in uninspirierten Rechtecken hier und dort willkürlich verstreut wurden. Vielmehr wirkt der Arbeitsplatz extrem aufgeräumt, alles ist elegant abgerundet und mit viel Chrom, Holz und Leder abgeschmeckt. Mit der Nutzfahrzeug-Aura vergangener Tage hat das nichts mehr gemein.

Riesenbildschirm wie in der neuen C-Klasse

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz V-KlasseAuffällig ist das 8,4-Zoll-Farbdisplay, welches freischwebend und edel anmutend zentral am oberen Ende der Mittelkonsole thront. Dort wo sich bei den Versionen mit manuellem Schaltgetriebe der Gangwahlhebel befindet, befindet sich die schicke Bedieneinheit für das Multimedia-Navi-Infotainment-System. Das massiv wirkende Teil aus Aluguss und glatten Hochglanzoberflächen ist nicht nur ein Handschmeichler der gehobenen Kategorie, er bietet zudem noch eine durchdachte Funktionalität. So dient die glatte und glänzende Oberfläche als berührungsempfindliches Touchpad, welches auf Fingerzeig und Wischgesten reagiert.

Für das Navisystem gibt es unter anderem die Möglichkeiten, die Adresse mit dem Zeigefinger malend zu buchstabieren oder mit einer Zweifinger-Wischgeste auf dem Touchpad in der Kartenansicht rein- oder rauszuzoomen. Unterstützend oder alternativ kann man sich wie gehabt auch per Dreh-Rückstellknopf, der sich direkt unterhalb vom Touchpad befindet, durch die Menüs hangeln oder Eingaben machen. Bedientasten am Lenkrad und die Sprachsteuerung Linguatronic runden das redundante Bediensystem ab.

Prima Klima

Für wohnliches Nobelambiente sorgen noch feines Nappaleder für die Sitzbezüge und ein den ganzen Fahrgastraum dezent illuminierendes LED-Ambientelicht. Die bisher per Fußpedal mechanisch aktivierbare Feststellbremse wurde durch eine elektromechanische Version ersetzt, die nun über einen kleinen Knopf aktiviert wird. Ein sportliches Lenkrad und die in Halbröhren steckenden Rundinstrumente des Kombiinstruments sorgen für ein modern sportives Ambiente.

Für besonderes Wohlbehagen soll in der kommende V-Klasse noch eine neue Klimaautomatik namens Thermotronic sorgen, die eine Reihe von ausgeklügelten Funktionen bietet. Zum einen gibt es grundsätzlich die drei Belüftungsmodi Focus, Medium und Diffuse, bei denen die Intensität des Luftstrahls aus den Düsen variiert. Außerdem gibt es noch einige praktisch Zusatzfunktionen:

  • Eine automatische Vorkühlung (gut bei heißen Tagen im Sommer).
  • Ein Beschlagsensor, der ein Beschlagen der Scheiben verhindern soll.
  • Ein Tag- und Nachtmodus, der für eine sensible, tageszeitabhängige Temperaturfeinjustierung sorgt.
  • Ein Sonnensensor, der im Fahrzeug abhängig vom Sonnenstand die Klimatisierung anpasst.
  • Sowie eine Tunnelidentifikation (über das GPS des Navis), der bei Tunneleinfahrten automatisch die Umluftklappen schließt.

Neuer Klappentrick

Galerie: Sitzprobe Mercedes-Benz V-KlasseAnsonsten setzt die neue V-Klasse auf der Plattform des Vorgängers auf, die allerdings laut Mercedes für die Neuauflage stark modifiziert wurde. Insofern ist es bei dem großzügigen Platzangebot geblieben und auch einer flexiblen Bestuhlung in drei Reihen. Wobei die hintere Reihe wahlweise aus zwei Sitzen oder einer Sitzbank mit drei Plätzen bestehen kann. Die Einzelsitze lassen sich wie gehabt auf Schienen in Längsrichtung verschieben oder drehen sowie etwas fummelig und mit Kraftaufwand aus- und wieder einbauen.

Eine Neuerung bietet die Nutzung des Kofferraums. Gegen Aufpreis und optisch edel inszeniert gibt es eine Heckklappe, die sich einerseits voll elektrisch öffnen und schließen lässt und die andererseits noch die Möglichkeit bietet, separat die Heckscheibe zum Beladen aufzuklappen. Wer also nur kleines Gepäck wie eine Handtasche hinten einladen will, kann diese praktische Option nutzen. Und dann verschwindet die Tasche nicht in den Tiefen des Kofferraums, sondern liegt dank eines flexibel justierbaren Zwischenbodens auf Höhe der Fensterunterkante.

Viele neue Helfer

Ein weiterer Innovations-Schwerpunkt sind neue Sicherheitssysteme. So gibt künftig folgende Helfer neuerdings für die V-Klasse:

  • Ein Totwinkel-Warner
  • Ein Seitenwind-Assistent, der automatisch den Wagen bei starkem Seitenwind durch Bremseingriffe in der Spur hält und schneller reagiert als dies ein Fahrer könnte.
  • Ein Spurhalte-Assistent, der vor dem Verlassen der Spur warnt, allerdings nicht gegenlenkt.
  • Eine Verkehrszeichen-Erkennung.
  • Ein Müdigkeitswarner mit Aufmerksamkeits-Level-Anzeige.
  • Ein Abstandstempomat.
  • Ein Kollisionsverhinderer.
  • Ein aktiver Parkassistent, der nahezu vollautomatisch in Quer- und Längsparklücken einparkt. Letztere müssen lediglich um einen Meter länger als das Fahrzeug selbst sein.
  • Eine 360-Grand-Surround-Kamera-Ansicht, dank derer man beim Einparken selbst in engsten Lücken noch überall die Übersicht behalten kann.

Weitere Einsichten in die V-Klasse gönnt Mercedes noch nicht. Weder über Antriebe, das Außendesign oder die Preise wird etwas verraten. Auch beim Marktstarttermin bleibt es noch etwas unkonkret: Nach der Messepremiere im März werden wohl noch ein paar Wochen bis Monate ins Land ziehen, bis man sich an der neue Pracht der V-Klasse wird erbauen können.

 
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