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Galerie: Sitzprobe Opel Astra

Sitzprobe: Opel Astra

"Das Auto"

26.06.2009

Opel will ab Herbst 2009 den Platzhirsch VW Golf die Krone streitig machen und mit dem neuen Astra das Kompaktsegment aufmischen. Die Voraussetzungen für einen großen Coup scheinen gut, hat der Rüsselsheimer Autobauer mit der Mittelklasse-Limousine Insignia doch eindrucksvoll demonstriert, was er drauf hat. Wir haben im neuen Kompakt-Hessen schon mal Platz genommen.

Wenn es einen gut funktionierenden Werbespruch gibt, dann den von VW. „Das Auto“. Knapper und treffender kann man ein Produkt kaum platzieren. Doch die Idee ist geklaut, denn Opel nutzte diesen Claim bereits vor Jahrzehnten für den Kadett B (1965-1973). Zu Recht, denn den gab es in zwölf verschiedenen Varianten und auch im Rennsport war er bei 238 Renneinsätzen meist erfolgreich unterwegs. 2,6 Millionen dieses „Autos“ wurden verkauft. Während der Kadett B die Deutschen bewegte, war man bei VW noch damit beschäftigt, den Golf zu erdenken.

Generationen

Aus dem Kadett wurde nach fünf Generationen (1962-1991) der Astra, der mit über vier Millionen Fahrzeugen zum bisher meist gebauten Opel-Modell avancierte. Sowas verpflichtet.

Opel AstraAuch der Erfolg des Insignia verpflichtet und die harten Verhandlungen mit US-Regierung, dem Mutterkonzern und der großen Koalition. Entsprechend selbstbewusst lautet die Positionierung für den neuen Astra vierter Generation: Ein neues Niveau in der Kompaktklasse soll er definieren.

Zunächst wird der kommende Astra deshalb Ausstattungsmerkmale erhalten, die normalerweise ein oder zwei Klassen höher erwartet werden: Adaptives Kurvenlicht, ergonomisch ausgezeichnete Sitze, adaptives Fahrwerk und automatische Verkehrsschild-Erkennung, um einige zu nennen. Doch neben diesen technischen Gimmicks wird es vor allem das Design sein, mit dem der neue Astra Kunden überzeugen soll, denn die suchen nach einer emotionalen Alternative zum Wolfsburger Biedermeier.

Emotionen

Opel AstraDie Vorgaben dazu enthielten zunächst gewachsene Dimensionen: 17 Zentimeter mehr Außenlänge und sieben Zentimeter mehr Radstand versprechen einen stämmigeren Auftritt, der durch großzügige 19-Zoll-Räder mit 235er-Reifen noch unterstrichen wird.

Die Heckansicht – laut Designer Uwe Müller die prägendste Ansicht eines Autos – kann ebenfalls beeindrucken: Skulptur und Präzision waren schon beim Design des Insignia prägende Begriffe, Linien und Kantenverläufe des Astra nehmen diese Vorlage auf. Fugen und Sicken sind aufeinander abgestimmt, Luft-Abrisskanten in den Rückleuchten fügen sich auch noch haptisch ins Bild. Die Leuchtgrafik mit dem markanten Sichelelement des Tagfahrlichts und die invers gezeichnete Seitensicke des Astra wurden mit dem Insignia erstmalig bei Opel eingeführt.

Ansichten

Opel AstraDie Front gibt sich flotter als die des braven Vorgängers, der flache Kühlergrill mit Chromspange und die kühn blickenden Scheinwerfer ziehen die Front optisch in die Breite. In der Seitenansicht fällt der modische Aufwärts-Knick der Heckfenster ins Auge, die zwar die Übersichtlichkeit einschränken, jedoch ihren Ursprung bereits im Kadett Coupé der 60er Jahre haben. Den Kühlergrill ziert nicht die allgegenwärtige Wabenform, sondern ein eigenständiges Rechteck-Design. Es sind diese Details, auf die die Opel-Designer besonderen Wert legen und auf die sie stolz sind.

Qualitäten

Opel AstraSolche Detailverliebtheit findet sich auch im Innenraum wieder, der im Gegensatz zum Äußeren weniger der Prahlerei als dem Wohlfühlen verpflichtet ist. Gestaltung und Haptik folgen wiederum dem vom Insignia eingeschlagenen Weg, was in der Kompaktklasse kein Nachteil sein wird. Lenkrad und Instrumente, Schalthebel und Türgiffe stammen direkt aus der Mittelklasse, Schalter und Knöpfe sollen sich im Serien-Astra genauso satt anfühlen. Auch ein Lichtdesign findet sich im Astra-Innenraum, denn neben der je nach Fahrzustand wechselnden Instrumentenbeleuchtung finden sich außerdem noch Lichtquellen am Mitteltunnel und unter den Türöffnern.

Vier Ausstattungslinien wird es im Astra geben: Auf die Einstiegsvariante Essential folgt die Volumenversion Enjoy mit den Innenraumfarben Blau, Rot und Schwarz. Gehobene Ansprüche bezüglich Dynamik und Komfort sollen die Sport- (Stoff- oder Ledersitze) und Cosmo- (Ledersitze) Varianten mit Klavierlackoberflächen befriedigen. Dass nebenbei noch die wichtigsten Dinge des t4glichen Bedarfs (von der Wasserflasche über das Handy und die unvermeidlichen Handschuhe) sinnvoll untergebracht werden können, versteht sich – für Opel zumindest – von selbst.

Fazit

Opel AstraDie Erwartungen an das neueste und wichtigste Volumenmodell der Rüsselsheimer sind hoch, beim Kunden wie beim Hersteller selbst. Patzer darf man sich in der jetzigen Markt- und der speziellen Unternehmenssituation nicht erlauben. Wenn die Verarbeitungsqualität des neuen Astra  die vom Design geschürten Erwartungen ebenso erfüllen wie das bereits beim Insignia gelungen ist, hat der Astra gute Karten.

Wie man uns bei seiner Präsentation (es handelte sich noch um ein Designmodell ) wissen ließ, will man auch beim dreitürigen GTC und der Kombiversion im Design nicht nachlassen - und eigene, nochmals schnittigere Varianten, präsentieren. Doch Gemach: Erstmal wird der Fünftürer auf der IAA im September 2009 der breiten Öffentlichkeit als fertiges Auto gezeigt. Und dann drehen wir auch den Zündschlüssel um.

Opel Astra

 
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