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Galerie: Sitzprobe Opel Insignia

Sitzprobe: Opel Insignia

Innenansichten

05.06.2008

Ein Zündschlüssel so groß wie eine Damenhandtasche? Nein, dieser Riesenmutant gehört nicht zu einem Auto aus „Gullivers neuen Reisen“. Vielmehr stellt uns Opel ein 5-zu-1-Modell des Insignia-Öffners vor. Wir befinden uns im Designzentrum von General Motors Europe in Rüsselsheim und erfahren alles über die gestalterischen Details von Opels revolutionärem Neustart in der Mittelklasse.

Der fünffach vergrößerte Zündschlüssel verrät bereits einiges über die Entwicklungsziele des Insignia. Diese sahen vor, dass selbst in kleinsten Details alles stimmig und qualitativ hochwertig wirken soll. Wie eben auch beim Schlüssel. Mithilfe des Riesenmodells lassen sich in der Entwicklung Feinheiten exakter definieren.

Und Feinheiten hat der Insignia reichlich zu bieten. Bislang gab es den Vectra-Nachfolger nur auf Bildern zu bestaunen. Jetzt, auf seiner ersten statischen Live-Präsentation für Journalisten, konnte der Blitzträger vollauf überzeugen. Die Limousine hält in natura sogar mehr, als die ersten Fotos versprachen. Dieser Opel macht eine tolle Figur und dürfte eine steile Karriere vor sich haben.

Ausblick auf Astra

Galerie: Sitzprobe Opel InsigniaDarüber hinaus ist der Insignia Botschafter eines Umbruchs. In vielen künftigen Opel-Neuheiten wird sich seine Formensprache wiederfinden. Künftige Neuheiten, wie zum Beispiel die nächste Astra-Generation, werden viele Elemente vom Insignia übernehmen. So wird der Astra ab 2010 wesentlich kraftvoller und dynamischer antreten. Letzteres haben zumindest zwei kurz gezeigte Skizzen des kommenden Golf-Gegners angedeutet.

Der Insignia überzeugt mit dynamischen Akzenten. Seinem zugleich eleganten Blechkleid sieht man den besonders niedrigen cw-Wert an. Neu ist der prominente Chromkühlergrill mit selbstbewussterem Markenlogo samt eingeprägtem Opel-Schriftzug. In den äußeren Ecken der Scheinwerfer fallen LED-Tagfahrlichter in Form so genannter Wings auf, die auch den Heckleuchten einen besonderen Charakter verleihen. Wings sollte man übrigens nicht mit Blades verwechseln. Die Anglizismen-Inkontinenz der Opelaner schien bei der Insignia-Präsentation nahezu grenzenlos.

Über Blades und Wings

Galerie: Sitzprobe Opel InsigniaDenn die Blades befinden sich in den Insignia-Flanken. Hierbei handelt es sich um Sicken in den Türen, die zusätzlichen Schwung ins Blechkleid bringen. Wing- und Blade-Zitate finden sich auch im Innenraum zahlreich wieder. Doch hierzu später mehr.

Kraftvoll erscheint der Insignia dank seiner großen Radhäuser. Stimmig wirkt der Wagen allerdings erst auf mächtigen 19- oder 20-Zoll-Rädern. Trickreich ist es den Designern andererseits gelungen, die vorderen Kotflügel schmal erscheinen zu lassen. Wie auch der gesamte, auf über 4,80 Meter gewachsene Wagen, weniger wuchtig als der aktuelle Vectra erscheint.

Edler, nicht teurer

Galerie: Sitzprobe Opel InsigniaWundern kann man sich über die Außenspiegelgehäuse: Hier wurden entgegen dem allgemeinen Trend keine Blinker integriert. Nach Aussage von Opel müssen Spiegel häufiger ersetzt werden. Solche mit Blinker sind teurer und treiben die Reparaturkosten in die Höhe. Dies dürfte allerdings auch auf die Produktionskosten zutreffen.

Die Kosten waren nämlich ein zentrales Thema beim Insignia. Der Preis sollte nicht wesentlich über dem des Vectra liegen, die Qualität jedoch deutlich steigen. Die Quadratur des Kreises gelang: Eine Kostenexplosion blieb aus und die Qualität erreichte das Niveau von Mercedes und Audi. Auf Anhieb fühlt man sich im Insignia – dem wohnlichsten Opel aller Zeiten – wohl. Formen, Materialien, Spaltmaße, Beleuchtung, Ergonomie – alles wird selbst verwöhnten Autogaumen zusagen. Ach ja: Die Wings und Blades finden sich am Lenkrad, in der Mittelkonsole sowie in den Türen wieder.

Fast zu viel des Guten

Galerie: Sitzprobe Opel InsigniaEtwas Kritik muss dennoch erlaubt sein: Vielleicht hat man es mit dem Durchdesignen eine Spur zu gut gemeint. Der Innenraum wirkt beinahe überfrachtet mit Form-Zitaten. Auch bei den Schaltern und Knöpfen hat man sich für eine recht hohe Zahl entschieden. Wer spartanische Übersichtlichkeit bevorzugt, wird sich damit weniger anfreunden können. Doch viele Knöpfe sind praktisch, da sie als Shortcuts zu Funktionen direkt führen, die man in anderen Autos erst über eine komplizierte Menüführung anwählen muss.

Das Interieur bietet unterm Strich eine dennoch sehr harmonische Sinfonie aus Farben, Materialien und Formen – egal in welcher Ausstattung. Davon gibt es vier Varianten. Über der Basis rangiert die Ausstattung Elegance. Im oberen Bereich sind hier die Materialien in warmen, dunklen Tönen gehalten, während unten alles hell ist. Unterhalb der hellen Ebene sind wiederum dunkle Teppiche. Entsprechend spricht man bei Opel von einem Sandwich-Farbdesign.

Farbspiele

Galerie: Sitzprobe Opel InsigniaBei der Ausstattung Sport ist hingegen alles in Schwarz gehalten, was mehr Kühle und Sportlichkeit vermittelt. Apropos Sport: Drückt man einen gleichlautenden Knopf in der Mittelkonsole, ist der Wagen nicht nur dynamischer abgestimmt, die Tachobeleuchtung wechselt zudem von Weiß zu Rot. Diese Sport-Funktion in Kombination mit einem adaptiven Fahrwerk ist allerdings aufpreispflichtig.

Den wohnlichsten Eindruck hinterlässt die Top-Ausstattung Cosmo. Hier kamen Applikationen und Materialien zum Einsatz, die ein besonders natürliches Ambiente schaffen, wie Bambus-Holzdekor. Ein wenig erinnert die Atmosphäre dieser Ausstattung an Starbucks-Cafés oder das aktuelle Design der McDonalds-Restaurants.

Neben dem wohnlichen Ambiente verfügt der Insignia außerdem über ein gutes Platzangebot. Auf stark konturierten Vordersitzen wird man bequem reisen können. Hinten bietet der Viertürer für zwei Gäste in jedem Fall entspannte Platzverhältnisse. Allein die nach hinten stark abfallende Dachlinie sorgt bei Sitzriesen jenseits der 1,80 Meter für Zwangs-Deckenkontakt. Doch ansonsten ist so ziemlich alles bestens.

Galerie: Sitzprobe Opel Insignia

 
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