Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Sitzprobe Opel Meriva

Sitzprobe: Opel Meriva

Meriva España

19.01.2010

Wenige Wochen vor seiner offiziellen Premiere auf dem Genfer Auto Salon und der bald darauf folgenden Markteinführung ludt Opel zur ersten Sitzprobe im neuen Opel Meriva. Und die marketinggeschulten Redner wurden nicht müde zu betonen, wie felxibel der im spanischen Saragossa gebaute Mini-Van doch sei.    

Schon der Vorgänger glänzte durch eine ausgesprochene Variabilität des Innenraums, die er sich bei seinem großen Bruder, dem Zafira, abgeguckt hat. Der stand, mittlerweile in zweiter Generation auf dem Markt, Pate für den neuen Meriva und lieferte wichtige Bauteile. Denn anders als die erste Generation, die auf dem Corsa aufbaute, stammt die Basis, zum Beispiel Vorder- und Hinterachse, jetzt vom Zafira; weitere Komponenten steuern der neue Astra und der Insignia bei.

Ist der Meriva also erwachsen geworden? Er ist zumindest etwas ge-wachsen, plus 23 Zentimeter in der Länge auf 4,28 Meter. Eingebüßt hat er dagegen bei der Höhe, was dem Mini-Van, zusammen mit der breiteren Spur, einen stattlicheren, durchaus reiferen Auftritt sichert. Und auch das Design kehrt ab von der Mauerblümchen-Optik der ersten Ausgabe. Selbstbewusst kombiniert der neue Meriva familientypische Mermale, wie den Chromgrill, mit eigenständigen Details, etwa dem Knick in der Fensterlinie oder den großen, geschwungenen Heckleuchten.

Stolz auf die Türen

Galerie: Sitzprobe Opel MerivaBesonders stolz sind Entwickler und Designer gleichermaßen auf die so genannten FlexDoors, also die hinten angeschlagenen Fondtüren. Erst 1961 wurde diese Bauart, umgangssprachlich auch als Selbstmördertüren bezeichnet, in der Bundesrepublik verboten. Neue Mechanismen allerdings, die ein Öffnen während der Fahrt verhindern, erlaubten die Rückkehr der gegenläufigen Türen. Im Meriva werden die hinteren Eingänge ab vier km/h verriegelt, sind sie nicht richtig geschlossen, wir der Fahrer optisch und akustisch gewarnt. Eine grüne LED in den Türgriffen signalisiert den Fondpassagieren, wenn sie aussteigen können.

Als Vorbild nahmen sich die Rüsselsheimer kein geringeres als Rolls Royce. Beim Phantom kann man, wie beim Meriva, Vorder- und Hintertür unabhängig voneinander öffnen. Das geht bei anderen Mitbewerbern wie etwa Mazda RX-8 oder Mini Clubman nicht, war den Entwicklern aber besonders wichtig.

Nur Vorteile

Galerie: Sitzprobe Opel MerivaDie Vorteile der Portaltüren, so die Experten, seien mannigfaltig. So könne man, als Eltern etwa, leichter die Kinder auf der Rückbank verstauen, ohne immer um die Tür herumlaufen zu müssen. Und auch beim Aussteigen sei man gleich in Kindsnähe. Außerdem, für die, die noch keinen Nachwuchs haben, lässt sich so als Fahrer oder Beifahrer leichter eine Tasche oder der Mantel in den Fond legen.

Opel ist zudem überzeugt, dass es sich leichter Aussteigen lässt, besonders in engen Parklücken, da man sich nicht noch um die eigene Achse drehen muss. Und hat man neben dem Wagen Platz, erlaubt der Öffnungswinkel von 84 Grad, sowohl vorne als auch hinten, eine ungeahnt große Ausstiegsöffnung. Und - so betont man mehrfach - sei es schließlich auch ziemlich cool.

Nicht teurer

Galerie: Sitzprobe Opel MerivaWas die Kosten anbelangt, so sind die gegenläufigen Türen nur geringfügig teurer als herkömmliche. Die ebenfalls in Erwägung gezogenen Schiebetüren hätten das Budget deutlich mehr belastet. Und: Um eine große Türoffnung zu erhalten, braucht es große Türen und die wiederum benötigen lange Schienen, um nach hinten zu gleiten. Der Meriva hätte also ein ganzes Stück länger werden müssen und dann das Mini-Van-Segment verlassen.

Doch Opel entschied sich bewusst dafür, den Meriva kurz zu halten und verzichtet damit auch auf eine dritte Sitzreihe. Geblieben ist dafür die Möglichkeit, den mittleren Sitz der Rückbank zu versenken und die beiden äußeren nach innen zu rutschen. So wird aus dem Fünf- ein Viersitzer und die beiden Fondpassagiere freuen sich über mehr Platz. Praktisch: In dieser Konfiguration kann die verschieb- und herausnehmbare, vordere Mittelarmlehne zwischen den Rücksitzen eingebaut werden und sorgt so für mehr räumliche Trennung.

Neuer Mitteltunnel

Bei der Gestaltung des Mitteltunnels ging Opel generell einen neuen Weg, weil dort, nach Meinung der Designer, viel Platz verschenkt wird. Den Handbremshebel haben sie, der elektrischen Parkbremse sei Dank, verbannt und zwischen den Sitzen eine bis in den Fond reichenden Ablageschale mit Cupholdern eingebaut, die in jedem Meriva Serie ist.

Wer mehr investiert, bekommt dazu zwei Aluschienen, in denen ein sogenannter Organizer mit weiteren Becherhaltern und Ablagen eingebaut und verschoben werden kann. Und als zusätzliches Zubehor gibt es die besagte Mittelarmlehne, die ebenfalls beliebig auf den Schienen hin und her gleiten kann. Jetzt muss sich in der Praxis nur noch zeigen, ob das tatsächlich so viel praktischer ist, als konventionelle Lösungen.

Viele Tasten

Galerie: Sitzprobe Opel MerivaDas restliche Cockpit orientiert sich optisch am Astra und Insignia.

Allerdings ist die mit Schaltern überfrachtete Mittelkonsole auf den ersten Blick ebenso gewöhnungsbedürftig, wie die zum Teil gewagten Farbkombinationen, mit denen Opel vor allem junge Käufer ansprechen will. Ob die jedoch ein knallrotes Armaturenbrett wollen, ist noch offen.

Genau so offen sind immer noch, welche Motoren Opel zum Marktstart anbieten wird, wann dieser genau ist und was der Meriva dann kosten soll. In Anbetracht des aktuellen Einstiegspreis von knapp über 15.000 Euro dürfte der Neue ab etwa 15.500 Euro zu haben sein. Alle Details will Opel auf dem Genfer Auto Salon ab dem 04. März 2010) bekannt geben.

Galerie: Sitzprobe Opel Meriva

 
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